18-Jähriger schrottet Maserati

11. September 2019 12:26; Akt: 11.09.2019 16:49 Print

«Er ist eigentlich ein guter Autofahrer»

Ein 18-jähriger Schweizer ist mit seinem Boliden in eine Bushaltestelle gefahren. Nun spricht sein Vater.

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Mit einem weissen Maserati fuhr ein 18-jähriger Schweizer am Dienstagabend auf der Grüzefeldstrasse in Winterthur. Als er links in die Industriestrasse abbiegen wollte, verlor er die Kontrolle über den Boliden seines Vaters und krachte in eine Bushaltestelle. Das Auto erlitt Totalschaden.

«Klar bin ich wütend, dass das Auto kaputt ist», sagt der Vater. Es sei ihm in erster Linie wichtig, dass beim Unfall niemand verletzt wurde.

Zu fest aufs Gas gedrückt

Laut dem Vater sei sein Sohn bei einem Stopp-Schild gestanden. Als er ein entgegenkommendes Fahrzeug gesehen hat, drückte er aufs Gas. «Er wollte vor dem anderen Auto abbiegen.»

Dabei habe er die Herrschaft über den Boliden verloren. «Er drückte beim Anfahren etwas zu fest aufs Gas und rutschte mit dem Boliden auf einer Markierung aus.» Das Auto sei dann in die Bushaltestelle geprallt.

«Er ist eigentlich ein guter Autofahrer»

Dort stand ein Passant, der sich mit einem Sprung ins Gebüsch vor dem heranschleudernden Boliden hätte retten können. «Ich konnte mit ihm sprechen. Er stand unter Schock, aber es geht ihm gut», sagt der Vater. Darüber sei er unheimlich froh.

Auch das keine weiteren Personen zu Schaden kamen, erleichtert den Vater. «Gleich neben dem Unfall fand ein Eishockeymatch zwischen dem EHC Winterthur und den ZSC Lions statt. Zum Glück waren die Leute noch im Stadion.»

Sein Sohn habe sich bei allen Involvierten entschuldigt. «Ich war viel mit ihm unterwegs. Er ist eigentlich ein guter Autofahrer», so der Vater. Er werde ihm auch weiterhin sein Auto zur Verfügung stellen.

Kurz nach dem Unfall lief Engin Ayguenoglu (27) aus Winterthur an der Bushaltestelle vorbei. «Es sah aus, als wäre jemand gestorben. Es sah echt krass aus», sagt er.

Mehrere zehntausend Franken Schaden

Wie Michael Wirz, Sprecher der Stadtpolizei Winterthur auf Anfrage sagt, ist beim Unfall niemand verletzt worden. «Ein Passant, der an der Bushaltestelle wartete, konnte sich mit einem Sprung retten.» Auch der Beifahrer des Maserati-Fahrers blieb unverletzt. «Da kann man wirklich von Glück reden, ist nichts passiert», so Wirz.

Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Franken. Beim Unfallfahrer wurde kein Hinweis auf Alkoholeinfluss festgestellt. Der Fall liegt bei den Untersuchungsbehörden.

(jen)