Polizei bestätigt

24. April 2019 22:23; Akt: 24.04.2019 22:23 Print

Mann rannte mit 32 km/h an Blitzer in Uster vorbei

Bei einer Aktion rannten Männer an einem Blitzer vorbei. Sie erreichten bis zu 32 Kilometer pro Stunde, wie die Auswertung der Polizei ergab.

Am Samstagabend rannte ein junger Mann so schnell an einer Radarfalle in Uster vorbei, dass er dabei geblitzt wurde. (Video: Leser-Reporter)
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Ein neues Foto der Stadtpolizei Uster zeigt, wie eine Polizistin im Ortsteil Freudwil mit 35 Kilometern pro Stunde offenbar geblitzt wird. «Mit der sportlichen Leistung der Lausbuben können wir problemlos mithalten – wir können es sogar beweisen», heisst es auf Twitter. Damit nimmt die Stadtpolizei Bezug auf den Blitzer in der Nähe der Migros in Uster, der in einer 20er-Zone nicht nur zu schnelle Autofahrer, sondern auch rennende Männer fotografiert. Fünf Freunde haben das aus Jux und Neugier getestet und auf einem Video festgehalten.


Das Blitzer-Foto der Stadtpolizei Uster ist allerdings nicht echt, wie es auf Anfrage heisst. «Wir haben heute einen Blitzer plangemäss an einen anderen Ort verschoben», sagt Stabschef Andreas Dambach. Danach müsse das Gerät jeweils neu justiert werden. «Im Rahmen dieser Umplatzierung kam uns die Idee für das Foto.» Die Stadtpolizei weist mit ihrem Tweet darauf hin, dass sie einerseits den Spass mit einem Augenzwinkern zur Kenntnis nimmt, andererseits aber klar festhält, dass die «Aktion ein einmaliger Streich im jugendlichen Übermut bleiben soll».

Mit Tempo 32 unterwegs

Die sportliche Polizistin sei allerdings nicht mit der angegebenen Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Dennoch ist das Tempo nicht unrealistisch: «Die Fotoauswertung von heute Vormittag hat ergeben, dass bei der Aktion, über die 20 Minuten berichtete, ein Mann mit einer Geschwindigkeit von 32 Kilometern pro Stunde gemessen wurde.» Zum Vergleich: Usain Bolt erreichte bei seinem Rekordlauf von 9,58 Sekunden über 100 Meter eine Spitzengeschwindigkeit von rund 44,72 Kilometern pro Stunde.

Das Foto könne der geblitzte Mann jedoch nicht einsehen. Dieses würde erst im Rahmen eines Strafverfahrens als Beweismittel beigezogen. Und das sei nicht der Fall, weil weder Drittpersonen gefährdet wurden noch eine Anzeige einging oder eine polizeiliche Handlung verunmöglicht wurde.

(tam)