Affoltern am Albis ZH

22. Juli 2019 13:09; Akt: 22.07.2019 13:09 Print

Mann tötete seine Familie mit einer Schusswaffe

Ein 53-Jähriger hat am Donnerstagabend seine Ehefrau und beide Kinder getötet. Nun sind neue Details bekannt.

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Kurz nach 21 Uhr meldete eine Frau am Donnerstagabend bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich, dass ihre Mitarbeiterin nicht zur Arbeit erschienen sei. Die ausgerückten Polizisten fanden in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Affoltern am Albis ZH vier leblose Personen vor: Einen 53-jährigen Mann, seine 51-jährige Ehefrau und deren Kinder – Buben im Alter von 7 und 9 Jahren. Alle vier Personen sind schweizerischer Nationalität.

Kein anderer Täter kommt in Frage

Die Staatsanwaltschaft geht nach derzeitigem Ermittlungsstand nach wie vor von drei Tötungsdelikten und einem Suizid aus, wie Erich Wenzinger, Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft, sagt. Am Montagvormittag werden auch erstmals Informationen zur Tatwaffe veröffentlicht: «Gestützt auf die vorgefundene Situation und die anschliessenden Abklärungen verdichtet sich die Erkenntnis, dass der Ehemann mit einer Schusswaffe zuerst seine Familie getötet und sich anschliessend selbst gerichtet hat», so Wenzinger.

Es gäbe derzeit keine Hinweise, dass neben dem 53-jährigen Mann weitere Personen als Täter in Frage kommen würden. Hintergründe, Motive und genauer Ablauf der Tat sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen von Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft.

«Er war früher bei der Kriminalpolizei»

Beim toten Familienvater und mutmasslichen Täter handelt es sich um einen ehemaligen Beamten, wie eine Nachbarin sagt: «Er hielt kürzlich einen Vortrag an der Schule und dort war vermerkt, dass er früher bei der Kriminalpolizei war.»

Zuletzt war er über mehrere Jahre als IT-Forensiker tätigt. Mit seiner Firma arbeitete er laut deren Website unter anderem für viele Schweizer Polizeikorps, mehrere Bundesämter, Staatsanwaltschaften und sogar für das FBI und die NSA.

(wed)