Glattfelden

14. Dezember 2017 10:13; Akt: 14.12.2017 17:32 Print

Meghan Markle hat Schweizer Vorfahren

Die künftige Gattin des britischen Prinzen Harry hat Wurzeln, die in die Schweiz führen. Im 18. Jahrhundert wanderte ein Vorfahre von Glattfelden nach Amerika aus.

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Die künftige Prinzessin Meghan Markle ist eigentlich Amerikanerin. Doch die 36-Jährige hat auch Wurzeln in der Schweiz. Ihr Urururururgrossvater soll im 18. Jahrhundert von Glattfelden nach Amerika ausgewandert sein. Dass sie im Mai 2018 Prinz Harry heiraten will, freut den Gemeindepräsidenten von Glattfelden. Er denkt nun über eine offizielle Einladung nach, damit Meghan ihre Wurzeln entdecken kann. Meghan ist nicht die einzige Prominente, die Schweizer Wurzeln hat. war von 2003 bis 2007 argentinischer Staatspräsident. Und er war Nachkomme von Schweizer Einwanderern. Wie übrigens mehrere lateinamerikanische Politiker. Etwa chilenischer Staatspräsident von 1994 bis 2000. Er wurde im Dezember 2008 per Gesuch Schweizer Bürger, weil seine Vorfahren Schweizer waren. 2010 kandidierte er erneut für das höchste Staatsamt, allerdings ohne Erfolg. Mit Freis Vater hatte Chile von 1964 bis 1970 schon einmal einen Staatspräsident mit Schweizer Pass. Auch Guatemala: Von 1951 bis 1954 war Präsident. Am 27. Juni 1954 wurde er durch einen von den USA unterstützten Putsch gestürzt. Nein, Arbenz ist kein alteingesessener guatemaltekischer Familienname. Nestor Kirchners Landsmann kandidiert bei der Präsidentschaftswahl 2011. Seine Grosseltern waren aus dem Oberwallis nach Argentinien ausgewandert, er besitzt bis heute das Bürgerrecht der Gemeinde Bürchen. Auch andernorts machten «Schweizer» Politik: US-Präsident von 1953 bis 1961, stammte von Schweizer Emigranten ab, die das Land um 1730 verlassen hatten. Mit war 2009 sogar ein «echter» Schweizer Vorsitzender des EU-Ministerrats. Schwarzenberg ist als Oberhaupt des gleichnamigen Hauses Schweizer. Von 2007 bis 2009 war er tschechischer Aussenminister. Andere machten in der Industrie Karriere: Am 2. Oktober 2006 erhielt Microsoft-CEO die Ehrenbürgerschaft von Lausen BL. Von dort stammt sein Vater Hans Friedrich, der mit 23 Jahren in die USA auswanderte. Auch er wurde zum Vertreter einer bedeutenden Industrie: Rennfahrer und Automobilbauer. Seine Familie stammt aus La Chaux-de-Fonds. Wieder andere zog es ins Schauspielfach: hat einen Schweizer Pass. Ihr Vater Emil Erich Zellweger stammt aus Au SG. Hollywood-Star (r.) hatte das Bürgerrecht von Möriken-Wildegg AG. Sein Vater Boris Brynner war mongolisch-schweizerischer Doppelbürger und mit einer Russin verheiratet. der Jesus aus «The Passion of the Christ», kann mit seinem Familiennamen die Bündner Herkunft nicht verbergen. Warum sollte er auch? Superstar des American Footballs, glaubte lange, seine Familie stamme aus Deutschland. Erst vor wenigen Jahren erfuhr er, dass sein Urgrossvater aus Lauperswil im Emmental stammt. Auch in der Musik mischten immer wieder «Schweizer» mit: So etwa Ihre Vorfahren kamen aus der Region Bern. Jewel, eigentlich hat einen Grossvater, der von der Schweiz in die USA übersiedelte. Jewel beherrscht sogar einige Brocken Schweizerdeutsch. Ex-Bassistin von Courtney Loves Band «Hole», ist heute solo unterwegs. Auch sie hat keinen typisch angelsächsischen Namen. Selbst der Rock'n'Roll hat Schweizer Wurzeln: Zumindest wanderte 1928 in die USA aus. Als Gründer der Instrumentenfirma «Rickenbacker» gilt er als der Erfinder der elektrischen Gitarre. Auch Adolphs Cousin brachte es in den USA weit - respektive hoch: Er war ein Flieger-Ass und Held zweier Weltkriege und erhielt eine eigene Briefmarke. Andere gingen noch höher hinaus: US-Weltraumpionier (1923-2007) war ein bedeutender Astronaut der NASA-Gründerzeit. Seine Familie stammt aus dem Tessiner Centovalli. Runter kamen sie immer: Auch , dem am 15. Januar 2009 in New York mit einem Airbus eine Notwasserung auf dem Hudson gelang. «Sullys» Vorfahren waren 1737 aus Wynigen BE eingewandert.

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Die Aufregung um die royale Hochzeit zwischen Prinz Harry und Meghan Markle hat nun auch Glattfelden erreicht. Denn die künftige Herzogin hat Vorfahren aus der 4000-Seelen-Gemeinde. Gemäss dem Verzeichnis Glattfelden im Staatsarchiv des Kantons Zürich wanderte Kaspar Glattfelder zwischen 1738 und 1743 nach Nordamerika aus, schreibt der «Landbote». Er ist Meghans Urururururgrossvater.

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Er soll ausgewandert sein, weil seine Frau nicht wollte, dass die Söhne den Söldnerdienst leisten müssen, hat der Historiker Charles Glattfelder laut der Zeitung herausgefunden. Im August 1743 soll die Familie Philadelphia erreicht haben. Glattfelders Frau soll während der Reise oder kurz danach gestorben sein. Meghans Vorfahre heiratete später erneut. 1944 schliesslich kam der Vater von Prinz Harrys Verlobten zur Welt. Er zog später nach Los Angeles, wo er ins Filmgeschäft einstieg.

Stolzer Gemeindepräsident

Jetzt steht in der Familiengeschichte der Markles ein weiterer Meilenstein bevor. Im Mai 2018 wollen sich Harry und Meghan das Jawort geben. In Glattfelden ist man stolz. «Ganz Glattfelden und ich freuen uns natürlich darüber, dass exzellente Glattfelder-Gene in der künftigen Prinzessin herumschwirren», zitiert die Zeitung Gemeindepräsident Ernst Gassmann.

Er wolle nun Meghan eine offizielle Einladung schicken, damit sie ihre Wurzeln entdecken kann. «Wir empfangen und bewirten nämlich jährlich Nachfahren von Kaspar Glattfelder, der nach Amerika auswanderte, oder auch Nachkommen von Adam Glattfelder, die heute in Frankreich leben.»

(vro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chronist am 14.12.2017 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Vor zwei Jahrhunderten!?

    Ich nenne diese Info einen Lückenfüller, denn irgendwann ist fast jeder mal von irgendwo nach irgendwo gereist und oft auch dort geblieben...

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  • Reto Houdini am 14.12.2017 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    okaaaay

    so what? Wird es eigentlich weisse oder regnerische Weihnachten geben?

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  • Mina am 14.12.2017 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    was noch

    Und was habe ich jetzt davon?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • M.G. am 14.12.2017 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann nie sicher sein

    In 2012 wurden in Leicester die Knochen von König Richard III. gefunden. Da stand früher die Greyfriars Abbey wo der in der Schlacht von Bosworth getötete Richard beigesetzt worden war. Man machte umfangreiche DNA-Analysen. Es leben heute noch Nachfahren von Richards Schwester, die mitochondriale DNA stimmt. Aber die männlichen DNA-Proben der noch lebenden Herzöge von Beaufort, einer Nebenlinie der Plantagenets zeigen erhebliche Differenzen. Ein oder zwei Generationen vor oder nach Richard III. muss eine Herzogin oder gar die Königin ihrem Mann ein Kuckuckskind untergeschoben haben.

  • Schweizer am 14.12.2017 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    So So

    Die ganze englische Königsfamilie war nie englischen Ursprungs, sondern Deutsch. Und ob die Meghan schweizerische Vorfahren hat oder nicht ist mir so was von egal, für mich ist und bleibt sie eine Amerikanerin. Ändert sich etwas an unserem Leben nur weil die Elite heiratet? Leben wir immer noch im Märchenbuch? Diesen Personenkult sollte man ernsthaft hinterfragen. Laut DNA Studie stammen die meisten Eurasier von Djingis Kahn ab. Heisst das nicht, dass wir alle Mongolen sind?

  • RegnumBohemiae 1182 am 14.12.2017 15:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tja

    unser aller Vorfahren waren mal Affen...also egal!

  • Rösti-gödu am 14.12.2017 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    Leute stammen von Chasaren ab.

    Diese Namen gibt es überall auf der Welt. Die Namen sind verdeutscht worden und die Leute stammen von den Chasaren ab. Auch die Königsfamilie in England hat diese Blutlinie drin.

  • Rabie am 14.12.2017 15:11 Report Diesen Beitrag melden

    Eine seltsame Geschichte

    Ihre Mutter ist eine Schwarze Amerikanerin. Ihr Vater aus Irland und wie kommt jetzt der Schweizer dazu? Ich glaube da steckt mehr dahinter. Am Schluss ist, wie alle anderen mit Sachsen-Coburg-Gotha verwandt. Die Assyrer der alten Zeit sind ja überall und haben jedes Haus beschlagnahmt, sogar den Thron Davids