921 Behandlungen

11. August 2013 10:54; Akt: 11.08.2013 11:43 Print

Mehr Betrunkene an der Street Parade

Fast tausend Teilnehmer der Street Parade mussten sich medizinisch behandeln lassen - leicht mehr als im Vorjahr. Bereits am Samstagnachmittag gab es die ersten Alkoholleichen.

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Die Behandlungszahlen an der diesjährigen Street Parade sind nahezu identisch mit den Zahlen des Vorjahres, wie Schutz & Rettung Zürich am Sonntagmorgen mitteilte. Insgesamt habe man an acht Behandlungsposten insgesamt 921 Personen medizinisch versorgt – im Vorjahr waren es 910 gewesen. Auffällig ist laut Schutz & Rettung Zürich die Tatsache, dass viele Behandlungen wegen übermässigem Alkohol- und/oder Drogenkonsum bereits im Laufe des Nachmittags zu verzeichnen waren.

Während sich die Zahl der Schnittverletzungen gegenüber dem Vorjahr merklich reduziert hat (von 404 auf 323), ist die Zahl der behandelten Patienten wegen übermässigem Alkohol- und Drogenmissbrauch leicht angestiegen (von 248 auf 261).

Dass viele Behandlungen bereits in den Nachmittagsstunden notwendig waren, lässt laut Schutz & Rettung darauf schliessen, dass schon vor Beginn der Street Parade übermässig Alkohol oder Drogen konsumiert wurden. Bis zum Morgengrauen sind deshalb 139 Personen zur Behandlung und Überwachung in die Patientensammelstelle überführt worden (Vorjahr 122). Auffällig ist auch die hohe Zahl von Insektenstichen (55) und Augenverletzungen (11), die an den Sanitätsposten behandelt werden mussten. Die Augenverletzungen waren durch Reizstoffe und in einigen Fällen durch Laserblendungen verursacht worden.

Weniger Kreislaufprobleme, aber Unterkühlungen

Meist wegen unkontrollierten Stürzen oder Fehltritten musste das Rettungsdienstpersonal 75 Fälle von Prellungen, Stauchungen, Knochenbrüche und Hirnerschütterungen behandeln. Im Vorjahr waren es noch 49 gewesen.

Erfreulich sei die Tatsache, dass schwere Verletzungen fast gänzlich ausgeblieben sind, so Schutz & Rettung Zürich. Dennoch wurden insgesamt 70 Personen in ein Spital überwiesen. Dies entspricht einer deutlichen Zunahme gegenüber 2012 (55).

Weil es tagsüber nicht ganz so heiss war wie in anderen Jahren, gab es bedeutend weniger Einsätze wegen Kreislaufproblemen. Allerdings führten die tieferen Temperaturen in der Nacht zu Unterkühlungen bei Personen, die leicht bekleidet im Freien übernachteten.

Feuerpolizei entdeckt nur kleinere Mängel

Die Feuerpolizei überprüfte bereits am Nachmittag die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften in Bezug auf Sicherheitsabstände, Fluchtwege und Löschmittel. Zwischen Freitagabend und Sonntagmorgen kontrollierten die Mitarbeitenden auch 32 Partylokale insbesondere auf die Einhaltung der Brandschutzvorrichtungen, Fluchtwege, Notausgänge und die maximalen Besucherkapazitäten. Bis auf einige kleinere Mängel wurden die Bestimmungen grösstenteils eingehalten. In einem Fall kam es zu einer Verzeigung infolge Zuwiderhandlung gegen feuerpolizeiliche Vorschriften.

Insgesamt waren rund 450 Personen von Schutz & Rettung im Einsatz, um die medizinische Versorgung an der Street Parade und die Grundversorgung in der Stadt Zürich jederzeit gewährleisten zu können. Teilweise waren bis zu 14 zusätzliche (total 24) Rettungswagen im Einsatz. Die medizinische Versorgung konnte nur dank der Unterstützung anderer Rettungsdienste aus dem ganzen Kanton Zürich sowie anderer Kantone gewährleistet werden.

(lüs)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Ich staune jedes Mal wie unglaublich friedlich es an der Street Parade zu und her geht. So geht man gerne wieder hin! – M&Ms

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nadine K. am 11.08.2013 11:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Saufgelage

    Sowieso nur ein Saufgelage

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  • Beat Ricco am 11.08.2013 18:25 Report Diesen Beitrag melden

    Toller Titel Leute!

    Darf ich mich bei euch als Journalist bewerben?! Dann hätte der Titel geheissen: Streetparade 2013: Megaparty in Zwinglistadt wiedermal top! Ca. 900000 Kinder und Eltern, Jugendliche, Erwachsene und Junggebliebene hatten eine friedliche Party gefeiert. Oft haben sich die Menschen gegenseitig mit Getränken, Sonnencrème, Ohrstöpsel und Schminke ausgeholfen und man freute sich über den bunten Generationenmix. Lediglich 1 Promille musste medizinisch betreut werden, darunter war 1/3 Schnittverletzungen, mehrheitlich wegen fehlendem guten Schuhwerk! Die Stadt brauch mehr mobile Pissoirs

  • ehem.Partygaenger am 11.08.2013 13:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Saufgelage

    Scheint so,dass der Anlass eher zu einem billigen,lanvweiligen Massen-Saufgelage verkommt und nicht mehr das ist was es war. Bitte med.Versorgung selber zahlen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kääs Müüsli am 12.08.2013 07:39 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Streetparade 98 Tonnen Abfall an einem Tag auf 950000 Besucher macht grad mal 103 Gramm. Zürifest 270 Tonnen Abfall an drei Tagen bei 2.5 Millionen Besucher macht 108 Gramm. Finde ich halb so schlimm und die Zürifestbesucher sind nicht besser oder schlechter als die Streetparade Teilnehmer

  • Schlurp am 12.08.2013 02:21 Report Diesen Beitrag melden

    Jedes Jahr schlimmer

    Streetparade Gott sei Dank, ist es vorbei. Jetzt gehts ans grosse Aufräumen. See you next time.

  • DinChef am 12.08.2013 00:16 Report Diesen Beitrag melden

    Was solls ...

    Och hört doch auf mit "Fest der Liebe, des Friedens und der Toleranz." War vielleicht mal die Grundidee, wie beim Woodstock vor bald 45 Jahren. Friedlich war dann jedenfalls anders. Was bleibt, ist der Kommerz, und ich wette, die Wenigsten der Besucher tragen irgendeine andere Botschaft als "Party" in sich. Und dennoch: Das leicht Infantile an der SP erfüllt einen Zweck - man fühlt sich wenigstens an zwei Tagen mit der Masse in Watte gepackt verbunden. Spätestens am Montag heisst es ja dann wieder City Survival: um einen Sitzplatz in der S-Bahn, um eine Lehrstelle, um den besseren Posten.

  • Timur am 11.08.2013 23:49 Report Diesen Beitrag melden

    Stinkt nach Urin

    Ich war heute am Sonntag am See und es Stinkt grausam nach Urin an der Promenade. Es ist einfach hundisch wie sich die Leute benehmen können.

  • Smasher am 11.08.2013 21:22 Report Diesen Beitrag melden

    Chabis

    Wie immer übertreiben die Organisatoren. Das waren bestenfalls 200'000 Leute.