Zürich

21. Februar 2011 23:05; Akt: 21.02.2011 22:12 Print

Mehr Deutsche und weniger Ex-Jugoslawen

von David Torcasso - Die Zahl der Deutschen in Zürich wuchs 2010 weiterhin stark. Andere Ausländergruppen schrumpfen dagegen – wegen Einbürgerungen.

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29 877 Deutsche leben in Zürich: Sie sind damit die grösste Ausländergruppe. (Foto: ap)

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Die Stadt Zürich boomt – das zeigen die neusten Bevölkerungszahlen von Statistik Stadt Zürich: Ende 2010 lebten 385 468 Personen in der Limmatstadt – 2562 mehr als Anfang Jahr. Auffallend ist der Rückgang der Bevölkerung aus Ex-Jugoslawien: Die Zahl der Stadtzürcher aus Serbien, Montenegro und Kosovo sank 2010 um 936 Personen. Auch einen Rückgang von 225 Kroaten verzeichnen die Statistiker im letzten Jahr. Das Gros dieser Personen lebt aber nach wie vor in Zürich – nun aber als eingebürgerte Schweizer.

«Dieses Jahr erhielten rund 1000 Personen aus Ex-Jugoslawien den Schweizer Pass», sagt Beat Mischler von Statistik Stadt Zürich. Auch rund 300 Personen aus Sri Lanka wurden eingebürgert. «Für Nicht-EU-Bürger macht es mehr Sinn, sich einbürgern zu lassen», erklärt Mischler. Ungebrochen blieb der Zustrom von Deutschen – 2010 wurden es 1051 mehr. 29 877 Personen aus dem nördlichen Nachbarland leben mittlerweile hier. «Sie profitieren von der Personenfreizügigkeit und finden hier im Vergleich zum EU-Raum eher noch eine Stelle», sagt Mischler.

Trotz stetem Wachstum ist Zürich aber noch weit entfernt von einer Millionenmetropole: Bei gleichbleibendem Tempo würde es nur schon 104 Jahre dauern, bis sich die Bevölkerung auf rund 800 000 verdoppelt hat.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schweizer Pässler am 22.02.2011 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Deutsche Sprache = Schwere Sprache?

    Wenn ich mir hier die Kommentare so ansehe, frag ich mich ob manch einer die Schweiz wirklich so gut kennt wie er/sie meint. Um Eingebürgert zu werden bedarf es ein klein wenig mehr als nur die physische Präsenz. So sind sehr gute Sprachkenntnisse unabdingbar. Auch ein krimineller Hintergrund darf nicht vorhanden sein- daher informiere er/sie sich lieber, als einfach draufhinzuschreiben um sich somit ein kleines Glücksgefühl bei Veröffentlichung zu erschleichen (sapere aude!). :)

  • Patrick am 22.02.2011 07:29 Report Diesen Beitrag melden

    Schon O. K.

    Mit den Deutschen gibt es wenigstens nicht so viele Probleme.

  • B. Kerzenmacher am 22.02.2011 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so.

    Dieser Trend ist absolut zu begrüssen. Verdrängen die hochqualifizierten Deutschen doch die unbeliebten und vielfach kriminellen Ausländer. Mit dieser Zuwanderung geraten die unbeliebten Ausländer von selbst ins Abseits und ferschwinden von selbst. Zum Wohle aller Menschen in ZH. Im Übrigen ist es immer noch angenehmer im Restaurant mit dem freundlichen "Was möchten Sie Trinken, bitte" als mit dem üblichen "Was du wolle" bedient zu werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jacky am 25.02.2011 07:54 Report Diesen Beitrag melden

    Lohndumping

    Die Deutschen sind zwar in der Regel recht nett, aber genau wegen denen haben wir bei uns Lohndumping und das Volk wird noch ärmer. Viele Arbeitegeber ziehen einen billigen Deutschen einem Schweizer vor und stopfen das gesparte Geld in die Taschen der Manager. Es müsste wieder viel härtere Bedingungen geben, die erfüllt werden müssen um Leute aus andern Staaten für die Arbeit zu importieren.

  • Toni am 23.02.2011 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Boom - Kosten laufen aus dem Ruder

    Einwanderung -Arbeitsplätze - Wohnraum -Infrastruktur - Lebenskosten, alles das sind die Einwanderungs-Folgen, welche nun die CH-Bevölkerung ertragen muss. Eine totale verfehlte Wirtschafts-Spirale mit dem wir uns das eige Grab graben.

  • Wayne am 22.02.2011 22:27 Report Diesen Beitrag melden

    Deutsche nach Basel

    Zürich geht aus linker Sicht eh bald vor die Hunde. Die eingewanderten Deutschen werden nach Erhalt des CH-Passes bestimmt keine linken und grünen Wählen, die sie mit ihrer katastrophalen Politik aus dem (Deutsch)Land getrieben haben. Wenn doch nur mehr Deutsche nach Basel kämen.

  • Schweizer Pässler am 22.02.2011 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Deutsche Sprache = Schwere Sprache?

    Wenn ich mir hier die Kommentare so ansehe, frag ich mich ob manch einer die Schweiz wirklich so gut kennt wie er/sie meint. Um Eingebürgert zu werden bedarf es ein klein wenig mehr als nur die physische Präsenz. So sind sehr gute Sprachkenntnisse unabdingbar. Auch ein krimineller Hintergrund darf nicht vorhanden sein- daher informiere er/sie sich lieber, als einfach draufhinzuschreiben um sich somit ein kleines Glücksgefühl bei Veröffentlichung zu erschleichen (sapere aude!). :)

  • Hans Eichenberger, Zürich am 22.02.2011 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Probleme nicht glöst

    Die Probleme werden überhaupt nicht glöst, wenn gewisse Ausländerschichten durch Einbürgerung abgebaut werden. Man zeigt dann mit dem Finger einfach mehr auf "den Schweizer". Niveau und Ruf sinkt damit ständig.