Zürich

25. Juli 2014 12:56; Akt: 25.07.2014 14:53 Print

Mehr Platz für Velofahrer dank gelben Streifen

60 Zentimeter breite hellgelbe Markierungen auf der Strasse sollen Velofahrern mehr Platz am Fahrbahnrand verschaffen. Auf der Seefeldstrasse testet die Stadt, ob das wirkt.

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Seefeldstrasse am Freitagmittag: Die Velofahrer schlängeln sich wie üblich an den Autos und Trams vorbei – auf den helbgelben Streifen, den die Stadt nur wenige Stunden zu vor an den rechten Fahrbahnrand gemalt hat, achten sie nicht. «Das ist mir gar nicht aufgefallen», sagt ein Velofahrer, als ihn 20 Minuten auf die Markierung anspricht: «Auch würde ich deswegen nicht näher am Strassenrand fahren», sagt er.

Doch genau das soll die 60 Zentimeter breite Markierung bewirken. Diese hatte die Stadt auf einem 100 und 40 Meter langen Abschnitt auf der Seefeldstrasse testweise angebracht, wie sie am Freitag mitteilte. Die Dienstabteilung Verkehr und das Tiefbauamt untersucht nun, ob die hellgelben «Bänder» Autolenker dazu bringen, auf ihrer Spur eher links zu fahren. Aufgrund der Streifen, hofft die Stadt, würden Velofahrerinnen und -fahrer zudem tendenziell eher rechts fahren und besser an den stehenden oder langsam fahrenden Fahrzeugen vorbeikommen. Dies soll das Vorwärtskommen erleichtern und verhindern, dass Velolenker gefährliche Manöver vornehmen oder verbotenerweise aufs Trottoir ausweichen. Ergebnisse des Versuchs liegen Anfang 2015 vor.

Markierungen an der Langstrasse mit mässigem Erfolg

Neu sind die Streifen allerdings nicht, wie Heiko Ciceri, Kommunikationsverantwortlicher Dienstabteilung Verkehr, sagt: «In anderen Gemeinden sind sie bereits angebracht.» Allerdings wisse man nichts über deren Wirkung: «Auch lässt sich Zürich nur schwer mit einer kleinen Gemeinde vergleichen.» Vor einigen Jahren wurde zudem die Zürcher Langstrasse mit grauen Streifen ausgestattet, damit Autofahrer mehr links fahren und Velofahrer besser an ihnen vorbeikommen – allerdings mit bescheidenem Erfolg, wie Ciceri zugibt. Hoffnung, dass dies nun anders wird, hat er dennoch: «Gelb ist auffälliger als Grau.» Zudem sei die Seefeldstrasse breiter als die Langstrasse: «Autolenker getrauen sich hier wohl eher, in der Strassenmitte zu fahren.»

Begleitend zum Versuch an der Seefeldstrasse führt die Bike Police der Stadtpolizei in den nächsten Wochen an diversen Orten eine Präventionskampagne durch. Autofahrende erhalten kleine Aufmerksamkeiten mit der Botschaft «Bitte Gasse frei lassen».

(som/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • S. Schild am 25.07.2014 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    Rotlicht-Kontrolle für Drahtesel

    Und macht die Bike Police auch mal Rotlicht-Kontrolle und verteilt dann eine Busse von CHF 260.00 an die Radfahrer - wäre ehrlich gesagt nichts anderes als Fair. Es ist das gleiche Vergehen - und zwar übertretung eines Rotlichtsignales mit einem Fortbewegungsmittel.

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  • Der Kenner am 25.07.2014 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinnlos

    Bei diesem Streifen denkt ein Velofahrer wahrscheinlich, dass er nicht näher an den Bordstein soll und nimmt extra Abstand zum Streifen...

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  • Heidi Dahinden am 25.07.2014 16:06 Report Diesen Beitrag melden

    Unsinn und sicher noch teuer

    Es sieht so aus als würde die Velofahrer denken dass sie den Streifen ja nicht berühren dürfen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • JM am 27.07.2014 14:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Autofahrer!

    Ich frage mich langsam wo die Autos noch fahren sollen. Es ist absolut sinnlos für Zweiräder Markierungen zu machen, da sie von niemandem beachtet werden, oder vor Angst vor Stürzen, dann die Strasse komplett für sich beanspruchen werden. Wie auf Foto schon ersichtlich.

  • Urs Kälin am 26.07.2014 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Geldverschwendung

    Wie man auf den Fotos sieht fahren alle Velofahrer nicht auf dem für sie gemachten Streifen. Also nur reine Geldverschwendung!

    • Vögi am 28.07.2014 04:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Unterschreibe ich

      Die Velofahrer benutzen sowie so mehrheitlich nicht die Velostreifen und Velowege. Also das Geld für die Strass benutzen.

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  • Gerhard Strolz am 26.07.2014 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Steuergelder-Verschwendung

    Bin froh, bin ich kein Stadtzürcher mehr. Es ist traurig für jeden Zürcher, wenn er sieht, was mit seinen Steuergeldern passiert.

  • Mägi Baumgartner am 26.07.2014 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Flucht

    Gut so . Warum fahren die Biker noch auf dem Gehsteig , und Fahrverbot ach ja nun haben die Fussgänger mehr Platz Wo? Natürlich auf den Radwegen........

  • PSp am 26.07.2014 08:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Streifen

    Also ganz ehrlich. Hätte ich dem Text hier nicht gelesen, wüsste ich nicht, ob ich es schnallen würde für was dieser Streifen ist.