5 Fr mehr pro Woche

10. Oktober 2019 11:02; Akt: 10.10.2019 11:02 Print

Mensa-Essen wird für Zürcher Schüler teurer

Neu müssen Zürcher Schüler pro Tag 90 Rappen mehr für das Menü in der Mensa bezahlen. Der Auftrag zur Preisgestaltung kommt vom Kanton.

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Zürcher Gymnasiasten und Berufsschüler müssen nach den Herbstferien für ihr Mittagessen in der Mensa tiefer in die Tasche greifen. Weil der Wunsch nach ökologischen und nachhaltigen Lebensmitteln steigt, passt die SV Group in einem Teil ihrer Mensen die Preise an.

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Betroffen von der Preiserhöhung sind laut «Blick» zum Beispiel die Kantonsschule Zürich Unterland in Bülach, die Kantonsschule Zürcher Oberland in Wetzikon oder das Gymnasium Rychenberg in Winterthur.

Schüler zahlen 90 Rappen mehr

In einem Infoblatt heisst es: «Mit dieser Massnahme garantieren wir eine langfristige Weiterentwicklung im Bereich der Nachhaltigkeit wie etwa den Ausbau des Fleischanteils aus tierfreundlicher Haltung, Reduktion der Flugware und Alternativen zu Einwegverpackungen.»

Damit kosten Menü 1 (Fleisch/Fisch) und Menü 2 (Vegi) für die Schüler neu 9 Franken statt wie bisher 8.10 Franken. Das sind 90 Rappen mehr pro Tag – in der Woche sind es knapp 5 Franken.

Der Preis für die Lehrer steigt nach den Herbstferien auf 11 Franken statt 8.10 Franken. Zudem wird die Tasse Kaffee teurer. Bisher kostete eine Tasse 2.10 Franken. Neu müssen die Schüler 2.20 Franken und Lehrer 2.50 Franken zahlen.

«Reduktion der Umweltbelastung»

Die SV-Group rechtfertigt diesen Schritt: «Befragungen haben uns gezeigt, dass es auch den Gästen sehr wichtig ist, nachhaltige Lebensmittel zu konsumieren und dafür sogar einen Aufpreis in Kauf zu nehmen», sagt Sprecherin Manuela Stockmeyer. Sie fügt an: «Das ist die erste Preiserhöhung seit über zehn Jahren. Zudem bleiben die Preise an der Salattheke mit 2.30 Franken pro 100 Gramm unverändert.»

Der Auftrag zur Preisgestaltung kommt vom Kanton. Wie es in einem internen Schreiben heisst, wolle er eine «Reduktion der Umweltbelastung bei der Beschaffung und Zubereitung von Nahrungsmitteln in kantonalen Betrieben».

(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Seppetoni am 10.10.2019 11:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    auch die Jugend muss aktiv mithelfen

    Gut so, Klimaschutz ist nicht gratis zu haben. Demonstrieren ist nicht nachhaltig.

  • Mathias am 10.10.2019 11:52 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist richtig so!

    Gerade die klimastreikenden Gymnasiasten sollen die Folgen ihrer Forderungen konsequent aufgezeigt bekommen: Sie wollen teurer, sie kriegen teurer! Dann geht vom Sackgeld eben mehr für das "klimafreundliche" Mensa-Essen drauf und ein neues iPhone oder Strandferien müssen halt zurückstehen. Es wird später, im Berufsleben, ja auch nicht besser - wenn sie nach all den wiederkehrenden Auslagen, Abzügen und Steuern feststellen müssen, dass kaum etwas übrig bleibt. Vor allem dann, wenn der Lohn für die "hochqualifizierte" Arbeit deutlich nüchterner ausfällt wie einst als Schüler noch erträumt.

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  • Roland am 10.10.2019 11:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konsequent

    Richtig so! Alle Klima- und Vegiaktivisten sollen die Mehrkosten selber tragen. Es wird noch viel teurer in Zukunft...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Stefan am 10.10.2019 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Klimahysterie kostet auch!

    Das sind nicht immer 5 Tage, weil am Freitag wird meistens Klimastreik durchgeführt.Also Schule schwänzen.

  • Joe Pereda am 10.10.2019 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich Klimaneutral

    Im Prinzip müsste so klimaneutrales Essen - wie von einigen dort gefordert - zum realen Preis und klimakorrekt gekocht werden. Also nur aus heimischem Anbau und max. 50 km Umkreis. Wird etwas eintönig und fade aber was macht man fürs Klima nicht alles.

  • Bonifatz am 10.10.2019 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unsinn

    Das ist nur Kasperlitheater um das Gewissen zu beruhigen. Nachhaltig leben ist in der heutigen Gesellschaft, so wie wir sie kennen, nicht möglich. Ob Bio, Öko, Organisch, Zertifikat X, oder weiss der gugger was, wirklich nachhaltig heisst ab in den Wald, und dann Jagen und Sammeln. Kein Handy, kein Erdöl und keinen Strom. Wer hingegen unsere Gesellschaft, und die damit verbundenen Negativen Auswirkungen auf Mensch und Natur akzeptiert, soll nicht scheinheilig tun und sich selbst was vorspielen, sondern dazu stehen ein Teil des Problems zu sein!

  • Peter Pan am 10.10.2019 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Eltern bezahlen

    Meine Tochter geht auch zur Klimademo weil wir 'Alten' doch eh alles falsch machen. Ist ja nicht so dass Gymischüler ihr Geld selber verdienen müssen. Mal schauen was sie zu den Preiserhöhungen in der Mensa sagt wenn sie erfährt, dass unser Beitrag an's Essen unverändert bleibt.

  • Hänsel am 10.10.2019 13:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Greta

    Die Greta weiss immer zu helfen.