Taxi-Test

26. Juni 2014 08:54; Akt: 26.06.2014 08:58 Print

Mit neuer Taxi-App fährt man 50 Prozent günstiger

von Lea Blum - UberX verspricht günstigere Preise als andere Zürcher Taxis. Beim 20-Minuten-Test war die Fahrt gar halb so teuer.

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In Zürich ist seit zwei Wochen eine Budget-Variante der Taxi-Vermittlungs-App der Firma Uber im Dienst. UberX heisst die Smartphone-App, die besonders günstige Taxifahrten möglich macht. Der neue Service sei für den täglichen Gebrauch gedacht und 30 bis 40 Prozent günstiger als ein herkömmliches Taxi, sagt Rasoul Jalali, General Manager von Uber Zürich.

Ob das wirklich stimmt, hat 20 Minuten getestet. Ist die App heruntergeladen, muss man sich zuerst registrieren. Und schon stellt sich die erste Hürde: Wer einen UberX-Fahrer bestellen will, muss eine Kreditkarte besitzen. Diese wird mit dem Smartphone eingescannt. Erst jetzt können Kunden Abfahrts- und Zielort eingeben. Die Fahrt geht vom 20-Minuten-Sitz an der Werdstrasse 21 beim Stauffaucher zum Hallenstadion nach Zürich-Oerlikon.

«Das ist der beste Weg»

Bis der Fahrer da ist, dauert es laut App acht Minuten. Um 11.05 ist er bestellt, drei Minuten zu früh um 11.10 wartet er am vereinbarten Abfahrtsort. Die App gibt an, dass die Fahrt 22 bis 28 Franken kostet.

Die Fahrt nach Oerlikon verläuft flüssig, auch um den Hauptbahnhof gibt es kaum Verkehr. Der Chauffeur fährt durch den Milchbucktunnel. «Das ist der beste Weg», sagt er. Um 11.23 Uhr ist er am Ziel. Die Fahrt dauerte 13 Minuten und kostete 21 Franken – er war also drei Minuten schneller und erst noch günstiger als erwartet.

Mit herkömmlichem Taxi ist Fahrt doppelt so teuer

Nun ein Vergleich mit einem Taxi des Dienstes Taxi 444. Dieses soll wie das UberX-Taxi am späten Vormittag von der Werdstrasse bis nach Zürich-Oerlikon fahren. Laut Zentrale dauert es vier bis fünf Minuten, bis der Fahrer da ist. Erwartete Kosten: um die 30 Franken. Auch hier wartet der Taxifahrer schon zwei Minuten früher als versprochen vor dem 20-Minuten-Hauptsitz.

Der Chauffeur fährt aber nicht wie das UberX-Taxi durch den Milchbucktunnel, sondern über die Hardbrücke und durch den Bucheggtunnel. «Das ist der kürzeste Weg», sagt er. Auf dieser Strecke herrscht etwas mehr Verkehr, einige Rotlichter verlängern die Fahrt ein wenig. Um 11.35 Uhr macht der Taxifahrer vor dem Hallenstadion Halt. Damit dauerte die Reise 20 Minuten – also sieben Minuten länger als mit UberX. Der Preis: 42.20 Franken. Mit UberX kostete die Reise 50 Prozent weniger.

Dass man mit Uber-Fahrer günstiger fährt, passt vielen Taxi-Unternehmen gar nicht. In mehreren europäischen Grossstädten streikten Tausende wütende Taxifahrer gegen den neuen Mitstreiter. In Belgien wurde der Fahrdienst gar verboten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • edi am 26.06.2014 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wurde langsam zeit 

    die arroganz der zürcher taxifahrer ist unglaublich. versucht mal vom bellevue zum central oder ähnlichem zu kommen. keine chance, strecke zu kurz. musste letztens mal wieder 4 (!!) taxis anbetteln. unglaublich. hnd dann noch aufregen wenn mit der app eine gute alternative kommt. tja, selberschuld!!!

  • D.N.A. am 26.06.2014 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Teuer

    Esi ist schon happig. Einerseits verstehe ich, das ein taxifahrer geld zum leben braucht, vor allem wenn man eine familie ernähren muss. Und dann muss ich mir trotzdem die frage stellen, wie eine fahrt von 6 km 37fr. kosten kann. Hand aufs herz, wer würde da nicht schauen, das er günstiger kommt? Wohl selbst ein taxifahrer

    einklappen einklappen
  • Fabian am 26.06.2014 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Streikende Taxifahrer?

    Streikende Taxifahrer? Super für UberX, da bleibt ja keine andere Alternative! Und wer einmal umgestiegen ist, geht wohl kaum wieder zurück...

Die neusten Leser-Kommentare

  • countryegg am 27.06.2014 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    google

    soll doch der partner von uber sein, warum bestellt dann google ein ganz normales züri taxi ????

  • Fabian am 26.06.2014 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Arrogante Boykotte

    Ich finde die weltweiten Boykotte lächerlich. Uber/UberX sind nichts anderes als eine weitere Taxifirma. Der Rest ist ja bloss neidisch auf ihre fortschrittliche IT-Strategie.

  • Fabian am 26.06.2014 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Streikende Taxifahrer?

    Streikende Taxifahrer? Super für UberX, da bleibt ja keine andere Alternative! Und wer einmal umgestiegen ist, geht wohl kaum wieder zurück...

  • edi am 26.06.2014 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wurde langsam zeit 

    die arroganz der zürcher taxifahrer ist unglaublich. versucht mal vom bellevue zum central oder ähnlichem zu kommen. keine chance, strecke zu kurz. musste letztens mal wieder 4 (!!) taxis anbetteln. unglaublich. hnd dann noch aufregen wenn mit der app eine gute alternative kommt. tja, selberschuld!!!

  • Zukunftsmusik am 26.06.2014 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Dumm Gelaufen

    Was solls Taxi Fahrer brauchts eh bald nicht mehr. Uber hat die Kunden und sein Grossaktionär Google kommt mit führerlosen Taxis inkl. Werbung versteht sich.