Oftringen AG

15. April 2019 15:17; Akt: 16.04.2019 08:47 Print

Bewohner festgenommen nach Brand in Asylheim

Nach dem Brand in der Asylunterkunft in Oftringen AG ist ein Bewohner wegen Verdachts auf Brandstiftung in den Niederlanden festgenommen worden.

Am 5. April stand in Oftringen ein Asylzentrum in Brand. Drei Personen wurden zur Kontrolle ins Spital gebracht. (Video: Leser-Reporter)
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Nach dem Brand in der Asylunterkunft in Oftringen AG ist ein Bewohner wegen Verdachts auf Brandstiftung in den Niederlanden festgenommen worden. Gegen den Mann läuft ein Auslieferungsverfahren. Beim Beschuldigten soll es sich um einen Kurden mit türkischer Staatsbürgerschaft handeln.

Nach dem Bewohner der Unterkunft für abgewiesene Asylsuchende war mit einem internationalen Haftbefehl gefahndet worden, wie die Medienstelle der Staatsanwaltschaft Aargau am Montag einen Bericht des Onlineportals der «Aargauer Zeitung» bestätigte.

Mutmasslicher Brandstifter der Polizei bereits bekannt

Laut Sprecherin Elisabeth Strebel ist der 36-Jährige schon mal mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Der Polizei soll er «unter anderem wegen illegalen Aufenthalts» bekannt sein. Der Mann hätte eigentlich bis Ende November 2018 ausreisen müssen.

Bereits kurz nach dem Brand hatten Bewohner gemäss Medienberichten erzählt, das Feuer sei nach einem Streit vorsätzlich gelegt worden. Drei Personen mussten sich wegen Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung im Spital untersuchen lassen.

Drei Personen mussten ins Spital

Beim Brand vom 5. April entstand gemäss Polizeiangaben ein Sachschaden von mehreren 100'000 Franken. Das alte, mehrstöckige Gebäude, in dem rund 15 Personen anwesend waren, ist nicht mehr bewohnbar.

Die mit einem Grossaufgebot ausgerückten Feuerwehren konnten den Brand rasch löschen. Sie mussten jedoch längere Zeit gegen mehrere Brand- und Glutnester in den oberen Stockwerken kämpfen.

(sda)