Zürich

20. Mai 2016 16:09; Akt: 20.05.2016 23:51 Print

Nach versuchter Tötung tot in Zelle aufgefunden

Ein 40-Jähriger, der versuchte, seine Frau bei einer Moschee zu überfahren, und sie darauf erstechen wollte, ist in seiner Zelle tot aufgefunden worden. Er beging Suizid.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein Untersuchungshäftling des Gefängnisses Zürich wurde am Freitagmorgen in seiner Zelle tot aufgefunden. Er beging Suizid, wie die Direktion der Justiz und des Innern mitteilte. Der 40-jährige Häftling befand sich wegen eines mutmasslichen Tötungsversuchs im Gefängnis.

Der zuständige Staatsanwalt bestätigt, dass der 40-jähriger Schweizer mit irakischer Herkunft Anfang März versucht hatte, seine Frau bei einer Moschee in Nänikon (Gemeinde Uster) mit dem Auto zu überfahren. Sie flüchtete in die Moschee. Dort wurde sie von ihrem Mann eingeholt und mit einem Messer schwer, jedoch nicht lebensgefährlich am Oberkörper verletzt.

Während der mutmassliche Täter flüchtete, wurde das Opfer von Angehörigen der Kulturgemeinschaft bis zum Eintreffen der Rettungssanität betreut. Im Verlauf der grossangelegten Fahndung konnte der Schweizer gegen 20.30 Uhr in der Stadt Zürich angehalten und verhaftet werden. Der Mann war zuvor polizeilich nicht bekannt, wie ein Sprecher der Kantonspolizei damals zu 20 Minuten sagte. Das Paar lebte in der Region und hat zwei Kinder. Laut dem zuständigen Staatsanwalt wurde die Frau mittlerweile aus dem Spital entlassen.

Die Angehörigen der Moschee äusserten sich damals zum Vorfall.
«Unser Imam hat der Frau das Leben gerettet» (Video: Camille Kündig / Vroni Fehlmann)

(som)