Polizeilich bewilligt

16. August 2018 05:46; Akt: 16.08.2018 08:10 Print

Nackte aus ganz Europa kommen nach Zürich

Ein Festival holt Nacktkünstler aus ganz Europa nach Zürich. Ende August werden sie auf der Rathausbrücke ihre Performances zeigen.

Bildstrecke im Grossformat »
Ende August wird es auf der Zürcher Rathausbrücke 18 Nackt-Performances geben. Das Kunstprojekt wird ganz verschiedene Körper enthüllen: von jung bis alt, von schlank bis dick. Der Schweizer Künstler Thomas Zollinger hat 2015 in Biel bereits ein ähnliches Festival organisiert. Zollinger: «Im Internet sind Nacktselfies überall präsent. Nur bei realen Begegnungen ist das anders.» Das Festival in Biel war damals umstritten und durfte nicht in der Fussgängerzone stattfinden. Die Stadt Zürich hat die diesjährige Durchführung bewilligt. Doch bei Politikern stösst das Festival auf Kritik. EVP-Gemeinderätin Claudia Rabelbauer etwa sagt, dass man die Passanten darauf hinweisen müsse, dass sich in der Stadt Nackte herumtreiben – unter anderem wegen der Kinder. EDU-Kantonsrat Hans Egli findet, dass Intimitäten nicht in den öffentlichen Raum gehören. Ein nackter Mann schreitet durch die Strassen von Biel, im Rahmen eines Spaziergangs mit Nacktakzenten, einer Kunstaktion von Thomas Zollinger, aufgenommen am Samstag, 17. Mai 2014. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller) Ein nackter Mann steht auf dem Guisanplatz, im Rahmen eines Spaziergangs mit Nacktakzenten, einer Kunstaktion von Thomas Zollinger, aufgenommen am Samstag, 17. Mai 2014, in Biel. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller) Beim Festival in Biel gab es eine Nackt-Prozession. Personen, die das Festival mit Geld unterstützten, konnten an der Nackt-Prozession mitlaufen. Nackte Haut als Kunst: das Projekt in Biel. Nackte Haut als Kunst: das Projekt in Biel. Nackte Haut als Kunst: das Projekt in Biel. Nackte Haut als Kunst: das Projekt in Biel. Nackte Haut als Kunst: das Projekt in Biel. Nackte Haut als Kunst: das Projekt in Biel. Nackte Haut als Kunst: das Projekt in Biel. Nackte Haut als Kunst: das Projekt in Biel. Nackte Haut als Kunst: das Projekt in Biel. Nackte Haut als Kunst: das Projekt in Biel. Nackte Haut als Kunst: das Projekt in Biel. Nackte Haut als Kunst: Das Projekt in Biel. Nackte Haut als Kunst: das Projekt in Biel. Nackte Haut als Kunst: das Projekt in Biel.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Viel nackte Haut mitten in Zürich: Im Rahmen des Body and Freedom Festival werden sich vom 23. bis 25. August auf der Zürcher Rathausbrücke Menschen unverhüllt zeigen. Das Projekt des Schweizer Künstlers Thomas Zollinger soll mit dem nackten Körper im öffentlichen Raum experimentieren.

Umfrage
Was halten Sie von dem Nackt-Festival?

Für das Nackt-Festival reisen Kunstschaffende aus ganz Europa an. Sie zeigen insgesamt 18 Performances, bei denen verschiedene Arten von Körper zu sehen sein werden: von jung bis alt, von gebrechlich bis fett. Die Performances werden mit einem Abendprogramm ergänzt.

Aufführung in Biel stiess auf Kritik

«Obwohl auf Theaterbühnen immer wieder nackte Menschen auftreten, ist das im städtischen Raum nur selten der Fall», sagt Initiant Zollinger. Das sei ein Widerspruch. Auch im Internet seien Nacktselfies überall präsent. «Nur bei realen Begegnungen ist das anders.»

Schon beim Festival in Biel haben Künstler aus ganz Europa mitgewirkt.

In Biel stiess die Vorführung vor drei Jahren auf Kritik. Die Veranstalter mussten mit Plakaten auf die nackten Körper hinweisen. Zudem durften die Nackten nicht in der beliebten Fussgängerzone auftreten, weil Autofahrer abgelenkt werden könnten. Dennoch wurde das Projekt von der Stadt Biel mit 10'000 Franken unterstützt.

«Wer die nackten Menschen nicht sehen will, kann ja ausweichen»

Eine finanzielle Unterstützung gibt es von der Stadt Zürich nicht, dafür aber weniger Auflagen. «Ich finde es gut, dass uns dieser Freiraum zugestanden wird. Wer die nackten Menschen nicht sehen will, kann ja ausweichen», so Zollinger. Es gehe nicht darum, Nacktwanderer oder Nudisten eine Plattform zu bieten. «Wir wollen zeigen, was man mit nackten Körpern alles gestalten kann.»

Das geplante Projekt stösst aber auch in Zürich auf Kritik. EVP-Gemeinderätin Claudia Rabelbauer fordert etwa, dass man mit Hinweisen auf die Veranstaltung aufmerksam macht. «Man sollte einen Bereich ausscheiden un die Passanten informieren, damit sie ausweichen können, wenn sie wollen», so die Kitaleiterin. Andernfalls könnten Passanten – darunter auch Kinder – von einem ungewollten Anblick überrascht werden. Gegen das Festival spreche aber grundsätzlich nichts.

«Intimität soll nicht im öffentlichen Raum stattfinden»

Damit ist EDU-Kantonsrat Hans Egli nicht einverstanden. Er findet den Anlass unnötig. «Intimität soll nicht in den öffentlichen Raum stattfinden, schon gar nicht an einem so viel frequentierten Ort mitten in der Stadt», sagt der Politiker, der auch an der Sexmesse Extasia Flyer verteilt hatte. Nacktheit gehöre in einen geschützten Rahmen. Zudem sei der Gewinn dieses Festivals für die Gesellschaft gering. «Das natürliche Schamgefühl hat schon seinen Sinn.»

(tam)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • andi am 16.08.2018 06:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    stört mich nicht

    aber ich verstehe nicht, was daran kunst sein soll

    einklappen einklappen
  • Naturbuab am 16.08.2018 06:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum

    Muss alles immer grenzwertig und extrem sein. Klar ist das natürlich nackig zu sein aber warum muss sich jemand damit hervorheben oder Geld damit machen? Und warum muss man das nich an die grosse Glocke hängen?? Der Mensch wird immer dümmer

    einklappen einklappen
  • Journalist am 16.08.2018 06:18 Report Diesen Beitrag melden

    Nach der Streetparade ...

    ... der nächste Höhepunkt menschlicher Kultur in Zürich.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Watchdog am 16.08.2018 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dekadent

    Früher war Exhibitionismus strafbar, heute ist es Kunst. Und wer sich belästigt fühlt, soll gefälligst Verständnis zeigen oder sich verpissen. Wie lange es wohl noch dauert, bis dies auch z.B. bei Pädophilie erwartet wird. Nacktheit sei ja natürlich und somit auch für Kinder normal, so wie spielen. Und sonst kann das Kind ja einfach ein wenig tolerant sein oder wegschauen, wenn es ihm nicht passt. Wie dekadent kann die Gesellschaft noch werden?

  • Claudia am 16.08.2018 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Unter Umständen

    Ich glaube ich würde mir in die Hose machen vor lachen, sollte bei einem Darsteller sein bestes Stück plötzlich nach oben richten.

  • rosa am 16.08.2018 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nackt

    Nackt sind alle ohne Kleider aber sich so auf diesen Boden zu setzen gerade die Frauen ist sicher nicht gut

  • Willi Joller am 16.08.2018 11:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ga ga

    Muss das vor Kindern sein, total beklopfte Aktion. Einen einzelnen würde man in die Klapsmühle einliefern, Künstler werden für so einen Quatsch noch bestaunt. Total degennerierte Gesellschaft. Man muss nicht prüde sein, um so was idiotisch zu finden.

  • Millicent am 16.08.2018 11:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heute wird alles als Kunst angesehen

    Ich weiss zwar nicht was hier Kunst ist, kommen wir doch alle nackt auf die Welt und das ist sicher ein Wunder. Man muss es nicht gut finden, aber jeder soll doch machen was er will. Ob es nötig ist? Keine Ahnung, wissen wir doch alle was wir sehen würden.