Siedlung Rautistrasse

06. Juni 2014 05:49; Akt: 06.06.2014 09:14 Print

Neue Wohnungen – 3500 kamen an Besichtigung

Die Stadt Zürich wurde beim Besichtigungstermin für die neue Siedlung Rautistrasse förmlich überrannt. Für die ersten 59 Wohnungen brachte sie über 2000 Anmeldeformulare los.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wenn die Stadt Zürich Wohnungen zur Vermietung ausschreibt, sind die Warteschlangen beim Besichtigungstermin immer lang. Doch was die Liegenschaftenverwaltung an den ersten beiden Tagen bei der neuen Siedlung Rautistrasse in Altstetten erlebt hat, überraschte selbst deren Direktor Arno Roggo: «Es war intensiv, denn es kamen rund 3500 Personen.» Man habe beim Areal- und beim Hauseingang Mitarbeitende als Tropfenzähler einsetzen müssen, damit sich in der Musterwohnung nicht zu viele Leute gleichzeitig aufhielten.

Laut Roggo gingen für die ersten 59 der total 104 Wohnungen über 2000 Anmeldeformulare weg. «Das Interesse war so gross, dass uns die Formulare ausgegangen sind.» 545 davon sind bereits bei der Liegenschaftenverwaltung eingetroffen. Klar ist, dass noch Hunderte folgen werden, denn am 16. Juni findet nochmals ein Besichtigungstermin statt. «An diesem Tag rechnen wir aber mit deutlich weniger Leuten», sagt Roggo. So oder so haben alle Interessenten noch genügend Zeit, sich anzumelden. Das Auswahlverfahren findet erst nach dem 16. Juni statt.

«Soziale Vielfalt» als Ziel

Momentan würden die eingegangenen Formulare auf einer Excelliste erfasst mit den für die Auswahl relevanten Daten. «Ziel ist es, eine gute Belegung beziehungsweise eine soziale Vielfalt sicherzustellen», sagt Roggo. Auch müsse das Einkommen in einem angemessenen Verhältnis zum Mietzins stehen. Der Abschluss der Mietverträge für die erste Etappe soll noch vor den Sommerferien abgeschlossen sein.

Dass die lichtdurchfluteten Neubau-Wohnungen mit Fenstern bis zum Boden weggehen wie warme Weggli, verwundert nicht: Die monatliche Nettomiete für 4,5 Zimmer verteilt auf 106 Quadratmeter beträgt knapp 2000 Franken brutto. Das ist für Zürcher Verhältnisse preiswert. Doch weil es für eine Familie mit Kindern immer noch viel Geld ist, subventioniert die Stadt ein Drittel der Wohnungen. Dies bedeutet für die gleichen 4,5 Zimmer einen Bruttomietzins von noch rund 1390 Franken.

Weitere Projekte in der Pipeline

Wer an der Rautistrasse leer ausgeht, kann sich immerhin auf weitere Projekte der Stadt freuen. Sie plant in den nächsten Jahren rund 900 neue Wohnungen, darunter das Grossprojekt auf dem Hunziker-Areal in Oerlikon oder der erst diese Woche gestartete Bau der Siedlung auf der Kronenwiese im Kreis 6.

(rom)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bettina Gloor am 06.06.2014 06:14 Report Diesen Beitrag melden

    Wohnungen verlosen

    Ich weiss nicht, wie die Auswahl fair gehandhabt wird. Oft bekommen Leute die Wohnung, welche Beziehungen zu den Liegenschaftsbeamten haben. Am gerechtesten wäre es, die Wohnungen zu verlosen.

    einklappen einklappen
  • S. Schild am 06.06.2014 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wohnungsnot

    Vielleicht wird euch nun auch bewusst das es Druck beim Bundesrat braucht wegen der Einwanderung. Ob die MEI das richtige ist sei dahingestellt, aber 2000 Bewerber auf 59 Wohnungen, da stimmt doch etwas nicht mehr in der Schweiz!!

    einklappen einklappen
  • reto Kaiser am 06.06.2014 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    genau darum

    Genau darum brauchen wir noch mehr Zuwanderung, damit nicht nur 3500 sondern 7000 Schlange stehen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • ein Mieter am 06.06.2014 18:09 Report Diesen Beitrag melden

    Preise rauf!

    Unsere Wohnung ist 1 m² grösser, kostet aber 100.- mehr im Monat. Kt. SO, ohne Subvention vom Kanton / der Stadt. Keine Ahnung was es da in ZH zu jammern gibt, ich als Immo-Besitzer würde die Preise etwas rauf schrauben - dann nehmen die Anfragen auch rascher ab! ;-)

  • Ich staune am 06.06.2014 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Die Schweiz ist einfach das Land des Neides. Ich würd mich totlachen, wenn's nicht so traurig wär.

  • Peter Bienz am 06.06.2014 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Leerlauf & eine Ausw. im Mikadoverfahren

    Genau so ist es, Frau Gloor. Eine nur einigermassen zweckmässige Auswahl ist bei soviel abgegebenen Formularen (wieso werden diese überhaupt umweltbelastend und so zahlreich in Papierform abgegeben, wenn dann sicherlich nicht alle eingereicht werden?), wenn auch nur ein Bruchteil eingesandt wird, schlichtwegs nicht möglich. Ein riesiger, resourcenbelastender Leerlauf, aber dafür ist die Stadt Zürich ja bekannt!

  • KarinY am 06.06.2014 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Und wir

    Und wir sitzen zu dritt auf 50m2, sind Schweizer, haben Arbeit und finden seit 11 Monaten im Raum Winti keine Wohnung.....,

    • Fubar am 08.06.2014 00:07 Report Diesen Beitrag melden

      Eigentumswohnung

      Es werden an jeder Ecke Eigentumswohnungen gebaut, das wäre vielleicht eine Alternative für Sie?

    einklappen einklappen
  • Peter am 06.06.2014 13:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein gefallen

    Sinnlos, warum macht man sowas damit tut man doch niemandem einen gefallen. Was bringts wenn sich da nun jemand ne wohnung mieten kann der sich das leben in ZH sonst nicht keisten kann ? Besser den freien markt entscheiden lassen arme haben wir echt genug da müsste man was gegen tun und nich diese auch noch subventionieren