Warnung per Mail

05. April 2019 14:16; Akt: 05.04.2019 17:40 Print

Nach Uni Zürich nun auch Masern-Ausbruch an ETH

Die ETH Zürich warnt Studierende und Mitarbeiter per E-Mail vor Masern. Eine Person ist bereits an dem Virus erkrankt.

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Nach dem Masern-Alarm an der Uni Zürich letzte Woche ist nun auch an der ETH der Virus ausgebrochen. Eine Leserin berichtet, dass Studierende und Mitarbeitende der ETH Zürich per E-Mail gewarnt wurden. Darin steht, dass eine Person an Masern erkrankt sei. Diese wird nun ärztlich betreut und bleibt vorübergehend zu Hause.

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Wie ETH-Sprecherin Rebecca Lehmann sagt, nehme man die Sicherheit der Mitarbeitenden und Angehörigen sehr ernst. «Aktuell liegen aber keine Angaben vor, dass die Lage akut wäre.»

«Masern sind nicht harmlos»

Sollten weitere Fälle auftreten, entscheidet der Kantonsärztliche Dienst (KAD) über ein Zutrittsverbot: «Das könnte bedeuten, dass Personen ohne Immunität, also ohne Impfung oder eine durchgemachte Erkrankung, der ETH vorübergehend fernbleiben müssten», so Lehmann.

Mitarbeitende und Studierende werden deshalb in einer internen E-Mail gebeten, ihren Impfschutz zu überprüfen: «Masern sind nicht harmlos. Sollten Sie nicht immun sein, wird eine Impfung gegen Masern empfohlen. Damit schützen Sie sich selbst und verhindern eine Übertragung auf andere Personen.»

Auch gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind Masern nicht ungefährlich und hochansteckend. Eine Masernerkrankung kann in jedem Alter auftreten und manchmal schwerste Komplikationen verursachen.

Zwei Fälle an der Uni Zürich

Erst letzten Donnerstag wurden Masern-Fälle an der Uni Zürich bekannt. Zwei Studenten der Universität Zürich-Nord waren an dem Virus erkrankt. Auch hier wurden Studierende per E-Mail gewarnt.

In Bern wurden ebenfalls zahlreiche Masern-Fälle gemeldet. Das bernische Kantonsarztamt berichtet über 37 Fälle der hochansteckenden Krankheit seit Anfang Jahr.

Das sind zehnmal mehr Erkrankungen als in den drei vergangenen Jahren zusammen. 50 Schüler im Kanton Bern durften deshalb nicht mehr in den Unterricht. Mit dieser Massnahme wollte die kantonale Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) den Ausbruch eindämmen.

(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dr. No am 05.04.2019 15:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ausgerottet

    Danke liebe Impfgegner, dass wir wieder mit Krankheiten zu kämpfen haben, welche bei uns prakisch ausgerottet waren.

  • L.mimi am 05.04.2019 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    Sollte Pflicht werden

    Da gibt es eben immer noch Impfgegener. Fragt man Steiner Schule Eltern!

  • Dave74 am 05.04.2019 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Schätzen und Abklärung Impfstatus

    Gemäss Bundesamt für Gesundheit wurden in den letzten 3 Jahren im Kanton Bern 0, 2 und letztes Jahr 3 Fälle gemeldet. Also ziemlich ungefähr 10 mal mehr. Im Jahr 2017 konnte man übrigens in 60 Apotheken im Kanton Bern den Impfstatus bezüglich Masern gratis abklären lassen - darüber bin ich jetzt erst gestolpert. Wäre vielleicht wieder mal an der Zeit sowas zu starten, da ich vermute dass viele gar nicht aktiv die Impfung verweigern sondern sich schlicht keine Gedanken darüber machen. Kenne Leute, welche aus Prinzip keine Zeitungen lesen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rolf am 05.04.2019 21:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Logik für Redakteure

    10 mal mehr? Was soll das bedeuten? 11 mal so viele? Hatten Sie nie Logik in der Schule?

  • Anna am 05.04.2019 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lösung

    alle die nicht geimpft sind sollen die Heilkosten selber bezahlen

  • marianna am 05.04.2019 20:01 Report Diesen Beitrag melden

    2. Mal impfen!

    ACHTUNG: mir wurde empfohlen die Impfung ein zweites Mal zu machen. Dies werde anscheinend bei vielen Erwachsenen so gehandhabt. Wäre schön, wenn die Medien dieses Thema aufnehmen könnten.

  • Sir Lawrence am 05.04.2019 19:51 Report Diesen Beitrag melden

    Wissenschaftler ?

    Manchmal wundere ich mich schon ziemlich. Für mich als Naturwissenschaftler ist die Impfverweigerung absolut unverständlich und dann passiert das ausgerechnet an der ETH.

  • Mr. Spock am 05.04.2019 19:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So hart es vielleicht

    Jetzt klingen mag. Genau die Impfungen und der Fortschritt der Medizin tragen zur Überbevölkerung bei. Die Natur kann nicht mehr aussortieren