07. April 2005 11:20; Akt: 07.04.2005 21:45 Print

Oerlikon: Menschliches Versagen

Fehler in der Zugsvorbereitung haben im Herbst 2003 zur Kollision in Zürich Oerlikon mit einer Toten und 61 Verletzten geführt. Die Staatsanwaltschaft will nun die Rolle der Beteiligten klären.

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Der Regio-Express Zürich–Konstanz kollidierte am 24. Oktober 2003 in Zürich Oerlikon mit dem Schnellzug Schaffhausen–Zürich. Eine tschechische Touristin wurde getötet, 61 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Der gestern veröffentlichte Schlussbericht der Untersuchungsstelle Bahnen und Schiffe (UUS) bestätigte die ersten Ermittlungsergebnisse: Wichtige und vorgeschriebene Kontrollen seien an diesem Tag nicht ausgeführt worden. Weil Bremshahnen geschlossen waren, hatte der Zug infolge Bremsversagens ein auf Rot gestelltes Signal passiert.

An der Zugsvorbereitung waren mehrere Menschen beteiligt. Bei der Staatsanwaltschaft Zürich Limmat ist in diesem Zusammenhang ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung und mehrfacher Körperverletzung hängig. «Bei einer Verurteilung müssen die Beteiligten mit mehrmonatigen Gefängnisstrafen rechen», sagte Staatsanwältin Patrizia Merotto.
(AP/nm)

(sda)