Glattzentrum

27. Dezember 2017 05:50; Akt: 27.12.2017 10:47 Print

Ansturm auf offene Läden an Heiligabend

Der Sonntagsverkauf an Heiligabend im Glattzentrum wurde im Voraus heftig kritisiert. Bei den Kunden sorgte er aber für einen rekordverdächtigen Ansturm.

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Die Aufregung war gross, als Ende 2016 bekannt wurde, dass das Glattzentrum und dessen Mieter dieses Jahr ihre Sonntagsverkäufe an Heiligabend und Silvester durchführen wollen. Die Gewerkschaft Unia reichte bei der Gemeinde Wallisellen gar eine Petition mit Unterschriften von 400 Verkäuferinnen und Verkäufern ein – ohne Erfolg.

Für die Läden im Glattzentrum hat sich diese Entscheidung aber allemal gelohnt: «Während der drei Tage vor Weihnachten haben wir zwischen 140'000 und 150'000 Kunden im Glattzentrum – für uns war es wichtig, diesen dritten Tag zu haben, sonst hätte man grosse logistische Probleme gehabt», sagt ein Sprecher des Glattzentrums gegenüber 20 Minuten. Allein am 24. Dezember seien mehrere Tonnen Frischprodukte verkauft und abgeholt worden. «Für den Sprüngli mussten wir gar eine provisorische Aussenstation einrichten, weil sie so viele Vorbestellungen hatten.» Das habe es noch nie gegeben.

Höchste Kundenfrequenz aller Zeiten

Der umstrittene Sonntagsverkauf könnte für die Mall gar Rekordzahlen bedeuten: «Wir hatten schon am Samstag 60'000 Kunden – das ist der höchste Wert, seit wir die Frequenz messen», so der Sprecher. Am 24.12. könnten es gar noch mehr gewesen sein, das werde aber erst noch ausgewertet. «Zeitweise habe ich selber gedacht, dass es an der Grenze der Kapazität war.» Die Stimmung sei aber stets sehr friedlich gewesen.

«Nur als wir um 16 Uhr die Durchsage machten, dass das Center nun schliesse, gab es ein paar genervte Töne – bei Kunden und auch bei den Mietern», so der Glattzentrum-Sprecher.

Ansturm sorgte für Verkehrschaos in Wallisellen

Der grosse Ansturm auf das Glattzentrum sorgte am 24. Dezember aber auch für chaotische Zustände auf den Strassen rundherum. Leser berichten von sehr langen Wartezeiten beim Reinfahren und Verlassen des Parkhauses und zeitweise gab es einen Rückstau bis auf die Autobahn. «Das stimmt, das Parkhaus war von 10 bis 16 Uhr komplett ausgelastet und es kamen Kunden aus der ganzen Schweiz mit dem Auto», heisst es beim Glattzentrum. Zwar habe man zusätzliches Personal aufgeboten, doch: «Es kamen auch sehr viele Kunden mit dem ÖV, die für eine sehr hohe Frequenz auf den Fussgängerstreifen sorgten.» Das sei dann einfach zu viel gewesen für die Verkehrsinfrastruktur.

Für den kommenden Silvester-Sonntag erwartet man ähnliche Besucherzahlen. «Der Sale nach Weihnachten lockt erfahrungsgemäss viele Kunden in die Läden und unsere Mieter haben auch für Silvester sehr viele Vorbestellungen für Frischprodukte», so der Glattzentrum-Sprecher.

(wed)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Weihnachtgenisser am 27.12.2017 06:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Das ist einfach nur noch armselig!! Können sich die Leute an einem Sonntag nicht mehr anders beschäftigen als in die Schopping Mals zu gehen? Einfach nur traurig.

  • Sami Chlaus am 27.12.2017 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Shopping over all

    Ein Volk von Shopper... traurig wenn man nicht mehr weiss, was man mit der Freizeit anfangen kann, ausser in Malls zu gehen und den Tag dort zu verbringen. Kommt dazu noch das Wissen, freiwillig im Stau zu stehen, damit man einander auf den Füssen rumtrampeln darf wenn man dann endlich im Einkaufsparadies ankommt...!!

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  • Sumsu am 27.12.2017 06:52 Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe ich nicht.

    Wieso gehen so viele Leute weit weg zum einkaufen, obwohl es im Laden um die Ecke dieselben Produkte gibt. Das ist ja nur stressig. Und das noch an einem Sonn- und Feiertag. Oder freuen sich einige um in der Schlange zu stehen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Chiadom am 27.12.2017 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eben Frischprodukte....

    Nicht das ganze Glatt wird Umsatz gescheffelt haben und zusätzliche Verkaufsstände platzieren müssen. Eben vorallem Frischprodukte wurden gekauft, dann überlege jeder mal für sich wieviele Geschäfte offen hatten die Bekleidung und anderes verkaufen. Was ist denn bei denen gegangen??? Das ganze Theater mit den langen Öffnungszeiten ist schon lange ein Witz!!! Wir haben nicht mehr Geld zur Verfügung, es wird nur anderst verteilt oder die meisten verschulden sich. Und nur so als Bemerkung: die Kundschaft an diesen Tagen geht sein RedBull im Denner kaufen und nicht am Kiosk, bitte mal überlegen

  • CH Family am 27.12.2017 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wir habens boykottiert

    Kranke Gesellschaft! Man geht an einem hohen Feiertag shoppen anstatt dass man dieses Kaufrausch Zeugs boykottiert. Schade um diese Gesellschaft, sie fährt sich so selber an die Wand. Überall SUV's und Echtfellkapuzen Jacken auf den bildern zu sehen

    • Susanne Reichlin am 27.12.2017 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @CH Family

      Naja, hoher Feiertag ist wohl ein bisschen übertrieben. Wenn der 24 an einem Wochentag ist, ist es ein normaler Arbeitstag. Wenn er so hoch wäre wärs wohl immer ein Sonntag

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  • Hmmm am 27.12.2017 15:34 Report Diesen Beitrag melden

    Wie war dass

    Ein Land mit christlichen Werten?! Somit zeigt sich, heutzutage ist dass Christentum nur noch Mittel zum Zweck, Statt Kirche und beten, lieber Shopping und konsumieren.

    • Tannezapfe am 27.12.2017 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hmmm

      Nun ja, was erwarten Sie? Viele Menschen hierzulande wissen ja überhaupt nicht (mehr), aus welchem Grund die Christen Weihnachten feiern. Dasselbe bei Ostern.

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  • rässe am 27.12.2017 15:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    24/7

    dass man mit dieser Ansicht die zukunft der kinder ruiniert sehen viele eltern nicht. das geschäft lief wohl vieler orts gut aber was das für konsequenzen haben wird sehen wir in den kommenden jahren. 24/7 öffnungszeiten wird wohl mit irgendwelchen märchen durchgeboxt. aber das 3/4 der arbeiter von nicht schweizer sind bzw. die alles machen würden um einen lohn zu erhalten stört auch die wenigsten... Ich habe im sommer die Lehre als DHF hinter mir aber mit der tendenz dass alles zu unserem nachteil liberalisiert, suche im mir schon andere weiterbildungs-möglichkeiten. Viele dienstältere sehnen sich nach den alten öffnungszeiten, wo noch eine feierabend runde drin war oder wo man am wochenende mit anderen auch noch was unternehmen konnte... finde es sehr traurig den die die solche entscheidungen entwicklungen zu verantworten haben müssen, würden selber nicht hinhalten.

  • Daniela am 27.12.2017 15:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heiligabend

    am HeiligenABEND konnten, denke ich, alle diese betroffenen Mitarbeiter bei ihren Familien sein. ich bin aber auch der Meinung, man hätte dieses Jahr am 24.12. (So.) die Geschäfte nicht öffnen müssen.