21. April 2005 23:15; Akt: 21.04.2005 23:17 Print

Opernhaus: Die Subventionen nicht gekürzt – Pereira bleibt

Alexander Pereira bleibt. Der Regierungsrat gibt dem Druck des Opernhausdirektors nach und streicht die geplanten Subventionskürzungen.

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Der Regierungsrat musste sich entscheiden: Entweder würde Zürich den erfolgreichen Intendanten des Opernhauses an die Mailänder Scala verlieren, oder man musste beim Geld nachgeben. Die Regierung gab dem 57-jährigen Alexander Pereira den Vorrang: Die Subventionen werden nicht wie im Sanierungsprogramm 2004 vorgesehen um zwei Millionen Franken gekürzt, sondern bleiben bei 67 Millionen – damit Pereiras Konzept nicht «kippt», sagte Regierungsrat Markus Notter.

Sichtlich bewegt und glücklich verkündete Pereira gestern: «Ich bleibe in Zürich. Ich hänge sehr an diesem Haus.» Opernhaus-Präsident Josef Estermann freute sich: «Ich bin erleichtert und befreit.» Pereira habe für sich selbst nichts verlangt. Er kommt in Zürich auf rund eine Million Franken im Jahr. An der Scala hätte er wohl nicht so viel erhalten. Den Job in Mailand gekriegt hat nun Stéphane Lissner, Chef der Wiener Musikwochen.

Laut Regierungsrat Notter muss der Kantonsrat dieses Jahr noch einen neuen Rahmenkredit für die kommenden sechs Opernsaisons beschliessen. Die SVP kündigte bereits ihren Widerstand an: «Offenbar streicht die Regierung lieber bei der Polizei. Ich zweifle an ihrem Sparwillen», so SVP-Fraktionschef Alfred Heer.

(alk)