Mädchen vergewaltigt

22. Oktober 2018 12:03; Akt: 22.10.2018 13:22 Print

Pädophiler Schweizer dank FBI verurteilt

Das Bezirksgericht Pfäffikon hat einen Mann wegen sexueller Handlungen mit einem Kind zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der entscheidende Tipp kam vom FBI.

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Dank eines Hinweises des amerikanischen Geheimdienstes FBI muss ein 59-jähriger Mann zehn Jahre ins Gefängnis. Er hatte seinem amerikanischen Chatpartner Bilder und Videos von sexuellen Handlungen mit einem 10-jährigen Mädchen geschickt. Während über zwei Jahren soll es zum Beischlaf und zu beischlafähnlichen Handlungen gekommen sein. Den Missbrauch filmte der Beschuldigte mit einer versteckten Kamera.

Beschuldigter bestreitet Penetration

Als das FBI dem amerikanischen Chatpartner auf die Schliche kam, flog auch der in der Schweiz wohnhafte Pädophile auf. Vor dem Bezirksgericht Pfäffikon bestritt der Beschuldigte die sexuellen Handlungen nicht grundsätzlich. Er behauptete aber, dass es weder zu Gewalt noch zu Penetrationen gekommen sei.

Das sah das Gericht anders. Die beschlagnahmten Bilder und Videos würden die Penetrationen beweisen. Auch habe er sein Opfer mit psychischem Druck gefügig gemacht. Der Mann wurde wegen mehrfacher Vergewaltigung, mehrfacher sexueller Nötigung, mehrfacher sexueller Handlungen mit Kindern, mehrfacher Pornografie und mehrfacher Gewaltdarstellung zu zehn Jahren Haft verurteilt. Zudem wurde eine ambulante Therapie angeordnet.

80'000 Franken Genugtuung für Opfer

Das Mädchen, das «psychische Leiden, Entwicklungsdefizite und Verhaltensstörungen» aufweist, soll eine Genugtuung von 80'000 Franken erhalten. Der Verurteilte möchte das Urteil an das Obergericht weiterziehen. Da der Fall unter Ausschuss der Öffentlichkeit und Medien stattfand, veröffentlichte das Bezirksgericht das Urteil in einer Pressemitteilung, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.

(mon)