Besucherrekord

08. Juli 2013 15:46; Akt: 08.07.2013 16:16 Print

Panik am Züri-Fäscht: Polizei prüft Engpässe

So viele Besucher wie noch nie drängten am Wochenende am Züri Fäscht ans Seebecken. Nach dem grossen Feuerwerk vom Samstag kam es beinahe zu einer Massenpanik. Einige Personen wurden verletzt.

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Züri-Fäscht 2013: Hier im Bereich des Bürkli-Platzes kam es am Samstag beinahe zu einer Panik. Es gab mehrere Leichtverletzte. Die Chilbi gehörte zu den Hauptanziehungspunkten der Besucher. Ein sensationeller Schnappschuss vom Samstags-Feuerwerk gelang Leser-Reporter Joze Ristovski. Atemberaubend: Das Samstag-Feuerwerk am Züri Fäscht, geschossen von Leser-Reporter Fabrizio Vignali. Die Flugshow über dem Zürichsee mit Sonnenuntergang! Es wäre so romantisch, wenn nur ... ... diese Masse nicht wäre. Da sind nicht nur Zürcher unterwegs. Tag zwei des Züri-Fäschts: ein rasanter Flug über den Zürichsee. Oder noch besser ... ... ein Sprung ins eiskalte Wasser. Ein Turmspringer, der glaubt, Superman zu sein. Die andere Seite des Züri-Fäschts: Abfall überall. Farbenpracht über dem Zürichsee: Das Feuerwerk in der Nacht auf Samstag. Der Himmel über Zürich leuchtet in allen Farben. Das Feuerwerk vom Uetliberg aus. Und von der Neuen Waid aus. Ein Leser-Reporter teilte die Stimmung am Münsterhof mit uns. Besten Dank! Über zwei Millionen Besucher kamen ans Züri-Fäscht vom 5. bis 7. Juli 2013. Das sind noch mehr Menschen als jeweils während der Street-Parade. Das grösste Fest der Schweiz findet nur alle drei Jahre statt. Das Bild stammt vom Züri-Fäscht 2010. Traditioneller Höhepunkt am Züri-Fäscht ist jeweils das Feuerwerk, hier jenes von 2010. Das Feuerwerk vom Samstag, 6. Juli 2013 wurde von Pyrotechniker Joachim Berner gezündet. Schwimmautos sind eine der Attraktionen beim Züri-Fäscht 2013. Zu sehen sind sie ab Freitag, 5. Juli beim Hafendamm Enge. Die Amphibienfahrzeuge können sich sowohl zu Land als auch zu Wasser fortbewegen. Auf das gesamte Festgelände in der Zürcher City sind Chilbi-Bahnen verteilt: insgesamt rund 60. Auch ein Riesenrad darf natürlich nicht fehlen. Um den Abfall einzusammeln, den die Besucher beim Züri-Fäscht zurücklassen werden, wird Entsorgung + Recycling Zürich 150 Mitarbeiter einsetzen. Der Mann mit dem gezwirbelten Schnauz ist der Mister Züri-Fäscht: Als Geschäftsleiter organisiert Roland Stahel (56) das Fest seit 1988.

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Der Zulauf zum Züri-Fäscht am vergangenen Wochenende war so gross, dass es teilweise zu Engpässen kam und einige Personen in dem Gedränge leicht verletzt wurden. Die Stadtpolizei Zürich und die Veranstalter wollen nun eine genaue Analyse vornehmen. Darin fliessen auch die Daten der Züri-Fäscht-App ein.

Rund 54'000 Besucherinnen und Besucher hatten sich die App heruntergeladen, etwa die Hälfte davon nutzte sie aktiv, so dass die Forscher der ETH umfangreiche Daten zu Menschenströmen sammeln konnten, wie die Stadtpolizei am Montag mitteilte. Die Auswertung soll dazu beitragen, die Sicherheit an Grossanlässen zu verbessern.

Insgesamt ziehen alle Beteiligten eine positive Bilanz des Festwochenendes. Angesichts von rund 2,3 Millionen Besucherinnen und Besuchern und im Vergleich zu anderen Wochenenden ohne Grossanlass kam es laut Stadtpolizei zu wenigen Zwischenfällen. Es gab zwar einer Reihe von tätlichen Auseinandersetzungen, aber die meisten verliefen glimpflich.

Der 25-jährige Thurgauer, der am Samstagabend am Sechseläutenplatz von zwei Unbekannten mit einer abgebrochenen Flasche angegriffen wurde, ist inzwischen ausser Lebensgefahr, wie ein Sprecher der Kantonspolizei gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Hochbetrieb herrschte während des Festwochenendes bei den vier Sanitätsposten von Schutz & Rettung. Insgesamt liessen sich 694 Personen behandeln. Das sind 9 Prozent mehr als beim letzten Züri-Fäscht vor drei Jahren. Bei den Besuchermassen und der warmen Temperatur sei dies jedoch eine geringe Zahl, teilte die Blaulichtorganisation mit.

Mit einer Ausnahme mussten keine schweren oder gar lebensbedrohlichen Verletzungen versorgt werden. Rund ein Viertel der Behandelten hatte sich Schnittverletzungen zugezogen, vor allem an den Füssen. 127 Personen wurden wegen übermässigem Alkoholkonsum behandelt, 76 davon mussten zur Überwachung und Ausnüchterung in die Notunterkunft überführt werden.

Daneben kümmerten sich die Sanitätsposten vor allem um Blasen, Prellungen, Stauchungen oder Kreislaufprobleme. In 42 Fällen entschieden die Notärzte und Rettungssanitäter, die Betroffenen ins Spital zu bringen. 25 Mal kam eines der beiden Rettungsboote zum Einsatz. So konnte der schwierige Transport durch die Menschenmenge verhindert werden.

290 Tonnen Abfall entsorgt

Im Grosseinsatz während und nach dem Fest waren rund 150 Mitarbeitende von ERZ Entsorgung Recycling Zürich. Sie entsorgten gut 290 Tonnen Abfall, wie die Stadt mitteilte. Die 330 Wertstoff- Sammelstellen wurden rege genutzt, so dass 10,5 Tonnen PET und Alu sowie knapp 3 Tonnen Glas zusammenkamen.

Mit rund 2,3 Millionen Besucherinnen und Besuchern erreichte das Züri-Fäscht einen Rekordwert. Mit der Parade von 388 Elektrofahrzeugen am Samstag wurde auch ein neuer Weltrekord und damit ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde erzielt, wie das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) mitteilte.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • farell am 09.07.2013 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Kinderwagen

    Lasst doch die Kinderwagen mit Kinder zu Hause, haben am Abend nicht am ZH fest zu suchen. Mühsam!! Da fehlt das Verständnis. Was soll das??

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  • Sven P. am 08.07.2013 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kinderwagen????

    Was hat ein Kinderwagen am Züri fescht verloren. Ich war am ausrasten die eltern mit ihren Kinderwagen wo mir 500mal über den Fuss gefahren sind.

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  • Zürcherin am 09.07.2013 07:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt die Verantwortung der Eltern?

    Eltern mit klein Kinder und Kinderwägen!!! Am wenigsten verständnis hatte ich als ich nach dem Feuerwerk vom Zürichhorn zum Stadelhofen unterwegs, es war wirklich eng, aber ganz im ernst, Eltern die mit ihren Kindern im Babybjörn weil noch soooo klein oder auch 1-2 Jährige völlig erschlagen und kaputt um diese Zeit noch unterweges sind und dann noch in die MASSE mit den Kindern im Kinderwagen wo es durchaus gefährlich hätte sein können (beim Baur au lac z.b auch war), fehlt mir als MAMI absolut das Verständnis! Es gibt auch Babysitter, Grosseltern, Gotti etc.... !

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Igor am 09.07.2013 18:13 Report Diesen Beitrag melden

    Die Lösung ist so einfach wie genial!

    Alle die sich hier künstlich über den Platzmangel am Zürifest ärgern, sollen doch bitte das nächste Mal zuhause bleiben. Schlechte Laune Träger braucht keiner! Ich frage mich was sich diese Leute dabei gedacht haben? Das sie alleine sind am Zürifest? Ich wette, dass sind auch diese Personen, die mit dem Auto angereist sind und sich über Parkplatzmangel geärgert haben.. Neben mir war ein älteres Pärchen mit Klappstühlen, diese haben sich auch über die Menschen geärgert, die vor ihnen standen. PS meine Frau und ich fanden es toll am Zürifest! Danke

  • Simon Trachsel am 09.07.2013 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Alle Motzer daheim bleiben

    Wenn alle Motzer daheim bleiben, hat's schon ein wenig mehr Platz. Man kann natürlich auch Platzkarten verkaufen wie an einem Konzert; zuerst an Zürcher für kleines Geld, den Rest versteigern. Wer eine Karte ergattert hat Glück gehabt. Die Anderen können es noch auf dem Schwarzmarkt versuchen für teures Geld. Wer Pech hat, kann sich an den Eingangspforten die Nase platt drücken.

  • dukkis am 09.07.2013 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Ex-Stadt-Zürcherin

    Züri ich lieb dich!!

  • hallo baby am 09.07.2013 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    unglaubliche diskussion

    sind den alle blind?kann man nicht einmal selber die gefahren abschätzen?braucht es für alles schilder und Gesetze?kann man nicht mehr selbst überlegen?ich war am freitag und samstag auch am fest. wen man doch sieht das es irgendwo eng ist oder verstopft aussieht läuft man doch nicht auch noch rein oder?sehe absolut keine schuld bei den veranstaltern, den wer so etwas nicht einschätzen kann soll nicht an solch einen anlass gehen oder nur in bebleitung erwachsener.

  • name am 09.07.2013 09:58 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Gegenstrom

    Vielleicht sollten die Veranstalter mal ein Fest in Japan besuchen. Da gibt es Fester mit ähnlich grossem Areal aber bis zu 4 mio Besucher pro Tag! Und das ganze ohne Gedränge und Panik! Die Lösung dort ist, dass die Strassenseiten nach Laufrichtung aufgeteilt werden. Wie beim Strassenverkehr. So hat man keine Leute die entgegenkommen und das Gedränge bleibt aus. Übrigends war ich am Samstag am Bürkliplatz und hatte kein Gedränge. Weil ich nach dem Feuerwerk nicht der Erste am Bahnhof sein wollte. 10min warten und schon hat man deutlich mehr Platz.