Schulhäuser in Winterthur

08. Juli 2014 13:38; Akt: 08.07.2014 16:05 Print

Parkgebühren via App sorgen für Ärger

Wer bei den Winterthurer Schulhäusern parkieren will, muss neu zahlen – und zwar via App oder Internet. Gelegentliche Parkplatz-Nutzer ärgern sich über das «komplizierte System».

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Monats- oder Jahresbewilligungen muss man an der Windschutzscheibe anbringen. (Bild: Stadt SG)

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Ab dem 1. August wird das Parkieren auf allen Schulanlagen von Winterthur kostenpflichtig. Eine Stunde kostet 1 Franken, Monatsbewilligungen 25 und Jahresbewilligungen 250 Franken. Um zu bezahlen, müssen selbst gelegentliche Nutzer – also auch jene, die nur eine Stunde parkieren wollen – auf eine App oder das Internet zurückgreifen. Hierfür muss man sich einmalig registrieren, wie die Stadt Winterthur am Dienstag mitteilte.

«Die Stadt schiesst damit wieder mal den Vogel ab», sagt Janine Müller (Name geändert), die einen der Schulhaus-Parkplätze wegen Kursen ab und zu frequentiert. Sie ärgert sich über die «komplizierte» Handhabung: «Das ist eine Diskriminierung von allen, die kein Smartphone besitzen oder mit der ganzen Internet-Welt überfordert sind.» Wenn man schon Parkgebühren erhebe, solle man bitte auch eine Parkuhr aufstellen.

Stadt prüft Einsatz von Automaten

Bloss: Die 720 Parkplätze, um die es geht, sind auf rund 100 Standorte verteilt. «Entsprechend ist es aus Kostengründen nicht möglich, überall einen Automaten aufzustellen», sagt der zuständige Stadtrat Stefan Fritschi (FDP). Ein solcher koste zwischen 10'000 und 20'000 Franken. Man prüfe aber den Einsatz an 5 bis 10 Standorten mit hohen Frequenzen – beispielsweise bei den Schulhäusern Oberseen, Steinacker, Mattenbach und Wallrüti.

Auch den Vorwurf, das Bezahlen der Gebühren per App sei eine Diskriminierung, lässt der Schulvorsteher nicht gelten: «Man braucht nicht zwingend ein Smartphone – ein normales Handy genügt für ein SMS.» Einzig die Registrierung übers Internet sei nicht zu umgehen. «Doch das ist ganz einfach – ich habe es selber ausprobiert», so Fritschi. Parkingcard ist ein schweizweit angewandtes System für die elektronische Abwicklung von Parkgebühren und Bewilligungen. Andere Städte wie etwa St. Gallen oder auch einzelne Parkhäuser setzen bereits darauf.

Eine Vorgabe des Parlaments

Die neuen Parkgebühren stehen in Zusammenhang mit dem seit Februar gültigen Parkplatzreglement für das Personal der Stadt. Dieses muss neu fürs Parkieren bezahlen – so wollte es der Grosse Gemeinderat im Rahmen der Budgetdebatte vom Dezember 2013. Dazu gehört, dass auch externe Nutzer der Schulanlage ihr Auto nicht mehr gratis abstellen dürfen.

(rom)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nicht Möglich am 08.07.2014 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Smartphone-Zwang geht gar nicht!

    Ein Smartphone-Zwang (oder Internet) zum Bezahlen geht gar nicht! Das ist ist Diskriminierung und ganz sicher gesetzeswidrig! Sofern der Gebüren-Einnehmer die Geräte und Kosten (Datenverbindung, Strom, etc.) nicht übernimmt, muss es für alle möglich sein, die Kosten zu bezahlen. Wie unverschämt muss man denn sein, sowas nur auszudenken...?!?

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  • Antonio Giovenni am 08.07.2014 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Absolute diskriminierung

    von Personen die aus welchen Gründenauch immer kein I-phon oder Internet zur Verfügung haben. Oder ist das eine neue Busseneinnahmequelle? Es muss glaube ich nicht nur noch alles Elektronisch möglich sein.

  • Roger am 08.07.2014 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Datenschutz !!

    Es kann nicht sein, dass mich die Behörden dazu zwingen/nötigen Zahlungen via Internet zu machen. Es geht schlicht weg niemanden was an, wann ich wo und wie lange parkiere... wer das will ok, aber wer das nicht möchte sollte deshalb nicht benachteiligt werden... aber das ist mal wieder so ein "furz" einer linken Regierung...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • IT Profi am 09.07.2014 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    RFID

    Auf der Autonummer sollte ein RFID Chip montiert sein. Da kann alles automatisch eingelesen und belastet werden. Schneller, bequemer, sicherer und billiger. Es braucht dann auch kein smartphone.

  • Winti am 08.07.2014 21:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sozial verteilen

    Genau wie bei den Radio- und Fernsehgebühren sollte jeder Schweizer pro Jahr CHF 400.- pauschal an Parkgebühren zahlen. Dabei ist völlig Wurscht ob die betreffende Person ein Auto hat oder nicht!

  • Nichi am 08.07.2014 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Michi

    schwachsinn pur ende.

  • Markus H. am 08.07.2014 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Gebühren verlangen

    Dann würde ich sagen gar keine Gebühren zu verlangen und das Problem ist weg vom Fenster.

    • Marco am 09.07.2014 14:53 Report Diesen Beitrag melden

      Die Parkplätze bezahlen sich ja selbst

      nicht wahr?

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  • Roger am 08.07.2014 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Datenschutz !!

    Es kann nicht sein, dass mich die Behörden dazu zwingen/nötigen Zahlungen via Internet zu machen. Es geht schlicht weg niemanden was an, wann ich wo und wie lange parkiere... wer das will ok, aber wer das nicht möchte sollte deshalb nicht benachteiligt werden... aber das ist mal wieder so ein "furz" einer linken Regierung...

    • Marco am 09.07.2014 14:52 Report Diesen Beitrag melden

      Es geht der "linken" Regierung

      in erster Linie darum, Kosten zu sparen. Und das hat Winterthur bitter nötig.

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