Sechseläutenplatz

11. Dezember 2019 10:54; Akt: 11.12.2019 12:02 Print

WC-Ärger bei Nachbarn des Weihnachtsmarktes

Gäste des Weihnachtsmarkts gehen im Parkhaus Opéra auf die Toilette. Einige würden auch ins Parkhaus pinkeln. Die Betreiber sind verärgert.

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Viele gönnen sich nach der Arbeit im Wienachtsdorf auf dem Zürcher Sechseläutenplatz eine Tasse Glühwein. Und wer trinkt, muss irgendwann auf die Toilette. Einige benutzen dafür nicht nur die temporären WC-Anlagen, sondern auch die Toiletten im Parkhaus Opéra. Radio Energy berichtet, dass es sogar Besucher gebe, die ihre Notdurft im Parkhaus selbst verrichteten.

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Darüber ärgert sich die Betreiberfirma Amag. «Das Problem mit den zu wenig zur Verfügung gestellten Toiletten auf dem Sechseläutenplatz ist sehr gross», sagt Sprecher Dino Graf auf Anfrage von 20 Minuten. Es fehle aber nicht nur an WCs, sondern anscheinend auch am Anstand gewisser Besucher. «Der Aufwand für unsere Mitarbeitenden ist enorm, weil sie sich zusätzlich mit der Laufkundschaft vom Weihnachtsmarkt beschäftigen müssen.»

Auch Toiletten bei Kitag und Globus betroffen

Die Grösse der WC-Anlagen im Parkhaus seien nicht auf die Massen von Kunden von Veranstaltungen ausgerichtet, sondern nur auf die Parkhauskunden. «Unsere Mitarbeitenden versuchen die Gäste des Weihnachtsmarktes zu sensibilisieren, und machen sie darauf aufmerksam, dass sie Toiletten auf dem Sechseläutenplatz benutzen sollen», so Graf.

Nicht nur bei der Amag kennt man das Problem. Bei der Kitag heisst es auf Anfrage, dass die Toiletten im Corso beim Bellevue den Kinogästen vorbehalten seien. «Im November und Dezember bemerken wir, dass diese stärker von externen Gästen besucht werden», sagt eine Sprecherin. Zu dieser Zeit würden daher vermehrt Kontrollen durchgeführt. Bei Globus heisst es: «Es ist nicht neu, dass unsere WC-Anlagen bei grösseren Anlässen auf dem Sechseläutenplatz überbelegt sind.» Man erhöhe dann jeweils die Häufigkeit der Reinigung.

«Es hat ausreichend Toiletten»

Nicht erfreut über die Vorgänge im Parkhaus sind auch die Veranstalter des Wienachtsdorfes. «Dass Leute sich im Parkhaus erleichtern, ist uns neu», sagt Sprecherin Vania Kukleta. Das sei ärgerlich und unnötig. Seit Jahren sei man in engem Austausch mit den Anwohnern und bespreche dabei auch die WC-Situation. «Grundsätzlich haben wir ausreichend Toiletten für unsere Gäste auf dem Platz eingeplant.»

Das Problem sieht Kukleta beim Standort: Die nötigen Anschlüsse für die sanitären Anlagen bestünden nur auf der Seite der Seestrasse. «Es ist uns bewusst, dass es für die Besucher bequemer wäre, wenn die WC-Anlagen im ganzen Dorf verteilt wären. Leider ist das aufgrund der Infrastruktur des Platzes nicht möglich.» Zudem seien Putz-Teams von früh bis spät auf dem ganzen Platz unterwegs. «Zwischendurch kontrollieren sie auch die Treppenabgänge, können das Parkhaus aber nicht flächendeckend überwachen.»

(tam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • René am 11.12.2019 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Toiletten

    Jetzt hat man den Platz für viele Millionen umgebaut damit man dort auch Veranstaltungen durchführen kann, nur dumm dass man bei der Planung nicht gleich eine WC-Anlage eingeplant hat, denn die paar Toitoi-Häuschen reichen nicht bei einer grösseren Ansammlung.

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  • alfredo am 11.12.2019 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    bei den preisen

    bei den preisen sollte eine zusätzliche reinigung über die tage drinliegen

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  • Wildpinkler am 11.12.2019 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    "Es hat ausreichend Toiletten" - Gratis?

    Meiner Meinung nach hat es nicht genug Toiletten und wenn es hat dann muss man mindestens 1Fr zahlen und am HB mind 2Fr. ! Ein tolles Geschäftsmodell. Und was wenn ich keine Münzen habe und trotzdem muss? Kann ich mit Karte zahlen? Müssen wir für die Luft die wir einatmen auch bald bezahlen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ziegel am 11.12.2019 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diese Beschwerde kann ich gut verstehen

    Eigentlich sollte die Stadt dafür sorgen, dass es genügend Toi , Toi hat.Schliesslich nehmen sie auch Geld ein und bei den vielen Besuchern ist es klar, dass es so zu Ärger kommt.Ich verstehe die Beschwerde der Nachbarn.Da braucht es andere Lösungen .

  • Der Rentner 77 Ostschweiz am 11.12.2019 20:11 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber Fasnacht als Weihnacht

    Kann mit diesem Kommerz seit 65 Jahren nichts anfangen.Bin 77 Jahre alter Rentner und hatte schon immer die Fasnacht lieber als diesen Weihnachtsrummel.Jacke kaufen vor Weihnachten Fr.300.00 dann gibt es dieselbe im Januar für Fr.120.00 im Ausverkauf.

  • leser am 11.12.2019 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    die Probleme unserer Welt

    Wildpinklerei ist ärgerlich. Einverstanden. Sich als Grossunternehmen zu beschweren, dass Leute für das dringende Bedürfnis aber die Toiletten des Parkhauses etc. nutzen, ist jedoch peinlich. Als ob es nicht schlimmeres gibt.

  • Stadtzürcherin am 11.12.2019 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abschaffen leider

    Es hat einfach zuviele Menschen in der Stadt. Darum schafft die Events und Weihnachtsmärkte ab ! Ist nicht mehr auszuhalten bei dieser Überbevölkerung!

  • R.B am 11.12.2019 15:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Problem gelöst

    Am besten montiert ihr euch doch gleich einen Katheter mit 30liter volumen für das flüssige und eine windel für das dicke.Dann ist das problem gelöst und die toiletten bleiben sauber:-))