Kantonsschüler in Winterthur

08. September 2019 11:27; Akt: 08.09.2019 13:08 Print

Party eskaliert wegen Insta – Polizei muss ausrücken

In Winterthur ist eine Party von Kantonsschülern ausgeartet. Grund war ein öffentlicher Post auf Instagram.

Wegen einer Party von Kantonsschülern musste die Polizei ausrücken. (Video: Leser-Reprter)
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Was sich in Winterthur am Wochenende ereignet hat, erinnert an den Film Project X. Eine Kantonsschülerin lädt auf Instagram zu einer Party – öffentlich, auf einem Kanal, der von Schülern der Kantonsschule Im Lee betrieben wird.

Die Party steigt am Freitag, 6. September um 20 Uhr. «Es gibt Freibier, aber nur begrenzt, da ich nicht weiss, wie viele von euch kommen werden. Benehmt euch, ich habe Nachbarn», heisst es im Instagram-Post, in dem auch die Privatadresse der Schülerin angegeben wird.

«Ist das nicht voll dumm?»

Auf der Instagram-Seite der Kantonsschüler wird über die Partyeinladung diskutiert. «Dürfen Freunde der Schüler auch an die Party kommen?», fragt einer. Ein anderer User Antwort: «Es sind ziemlich alle eingeladen worden, also glaub ich schon.»

Ein anderer User wiederum spricht das aus, was der Kantonsschülerin zum Verhängnis werden wird: «Ist das nicht voll dumm, einfach die Adresse im Internet zu posten? Kinder, dieser Seite folgen nicht nur Leute aus dem Gymi.» Der anonyme User sollte recht behalten.

Party eskaliert wegen Insta – Polizei muss ausrücken

«Es gab Schlägereien»

Am Freitag um 20 Uhr standen nämlich nicht nur die erwarteten Kantonsschüler vor der Tür der Gastgeberin. «Es waren etwa 300 Leute da», erzählt eine Jugendliche, die auch an der Party war. «Das Ganze ist total eskaliert. Weil nicht alle im Haus Platz hatten, verlagerte sich die Party auf die Strasse», erzählt sie.

Es sei sehr laut gewesen, so die Jugendliche. «Die Leute hörten Musik, schrien herum und es gab auch Streitereien und Schlägereien.» Offenbar zu viel für die Nachbarn.

Wie die Stadtpolizei Winterthur bestätigt, musste sie am Freitagabend zur Partylocation ausrücken, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Die Jugendliche, die an der Party anwesend war, sagt: «Eine halbe Stunde vor Mitternacht löste die Polizei die Party auf.» Alle Partygäste hätten daraufhin den Ort verlassen. «Die Gastgeberin hat sich das wohl anders vorgestellt», so die Jugendliche.

(jen)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ridawei am 08.09.2019 11:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibt noch viel zu lernen...

    Wie naiv muss man sein....

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  • Geissenpeter am 08.09.2019 12:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rechnung an Veranstalter

    für den Polizeieinsatz. Ganz einfach.

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  • Pferdinand am 08.09.2019 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Unbewilligte öffentliche Veranstaltung

    Da es sich um eine unbewilligte öffentliche Veranstaltung handelte (Einladung ging öffentlich an alle raus die sie gelesen haben), muss derjenige der diese Party bekannt gab auch dafür haften und für die Kosten aufkommen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • M. McFly am 08.09.2019 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Will zurück in die Vergangenheit

    Wäre doch eine Idee für die Tupperware, Prowin etc. Das hätte Potenzial

  • Dabudu am 08.09.2019 15:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kann passieren

    Hört auf die Junge Dame so runterzumachen. Sie hat einen Fehler begangen, das wird sie wohl einsehen. Alle Nörgeler hatten wohl keine partyreiche Jugend

  • Daniello76 am 08.09.2019 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Worte

    Hach war das schön wo es noch kein insta oder FB gab! Da hat Mannloch die eingeladen die man wollte! Fragt sich wer für die Kosten des Einsatzes aufkommt! Wenn man das der Gastgeberin aufbrummt hält sich mein Mitleid in Grenzen

  • Social Media Power am 08.09.2019 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umgang will gelernt sein

    Und wieder einmal zeigt sich die ganze Macht von Social Media. Jeder teilt mit jedem alles, tolle Sache! Bis dann 300 besoffene Teenies vor der Türe stehen. Die "Naivis" lernen's wohl nie.

  • marcomaestro69 am 08.09.2019 15:06 Report Diesen Beitrag melden

    Marktlücke

    Na gut, ist halt schief gelaufen. Ich sehe nichts verkehrtes daran. Im Gegenteil. Das ist doch der lebende Beweis, das Winterthur eindeutig zu wenig zu bieten hat, für die Altersgruppe. Sehe ich da etwa ne Marktlücke? ;-))