SBB-Störung

18. November 2019 01:15; Akt: 18.11.2019 14:55 Print

600 Reisende wegen Defekt evakuiert

Auf der Höhe Sihlbrugg ist am Sonntagabend ein Zug stehen geblieben. Grund dafür ist eine Fahrleitungsstörung.

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Ein Eurocity-Zug mit 600 Passagieren, der von Mailand nach Zürich unterwegs war, blieb am Sonntagabend um 19 Uhr bei Sihlbrugg ZH stehen. Der Streckenabschnitt zwischen Baar ZG und Horgen Oberdorf ZH wurde daraufhin lahmgelegt, wie ein SBB-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Demnach hatten sich die Stromabnehmer der beiden Zugeinheiten in die Fahrleitung verwickelt. Die Ursache dafür war zunächst unklar.

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Ohne Reparatur auf dem Dach konnte der Zug nicht mehr bewegt werden. Die Reisenden mussten eine längere Zeit im Zug ausharren, bis Bahnspezialisten die defekte Fahrleitung sicherten und der Zug evakuiert werden konnte.

Über drei Stunden Verspätung

Die Reisenden verliessen den Zug in Sihlbrugg auf dem ehemaligen Perron des nicht mehr betriebenen Bahnhofs. Sie stiegen danach auf einen Ersatzzug um. Dieser brachte sie via Zug und Knonauer Amt nach Zürich. Die Passagiere erreichten Zürich laut Angaben der SBB mit rund dreieinhalb Stunden Verspätung. Das Bahnunternehmen bat bei den betroffenen Reisenden um Entschuldigung für die lange Wartezeit und die ausserordentlichen Umstände.

Die Reparatur der Fahrleitung soll die ganze Nacht andauern. Im Laufe der Nacht wird der Eurocity-Zug nach Rotkreuz ZG und zu einem späteren Zeitpunkt zum Fahrzeughalter Trenitalia überführt. Der Bahnbetrieb auf der betroffenen Strecke soll am frühen Montagmorgen wiederaufgenommen werden.


(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maurus Stucki am 18.11.2019 03:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fahrt Nr. 2

    Auf dem Rückweg von St.Gallen nach Luzern, wollte ich in Zürich angekommen, auf den Zug nach Luzern umsteigen. Dann las ich, dass der Zug ausfällt und man über Olten fahren solle. Das witzige daran ist, dass ich von SG nach ZH bereits in jenem Zug Richtung Olten sass. Allerdings wurde im Zug nichts gesagt diesbezüglich. Ich musste erst aussteigen und die Rolltreppe hoch, die Anzeigetafel lesen und wieder runter. Hätte den Zug fast verpasst. Hätte man ja sagen können, dass Reisende nach Luzern über Olten fahren sollten.

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  • Willi Joller am 18.11.2019 05:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überlastet

    Man merkt je länger je mehr, dass die SBB der schweizerischen Überbevölkerung gar nicht mehr gewachsen ist. Man hat kaum mehr einen Sitzplatz und die Pünktlichkeit ist schon lange nicht mehr das, was man einst von der SBB gewohnt war.

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  • Ich am 18.11.2019 04:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist der Zustand

    schlecht, die Bauausführung durch Drittfirmen schlecht oder die Abnahme mangelhaft durchgeführt. Manchmal sind solche Ereignisse nicht vorhersehbar und manchmal durch Misswirtschaft (Einsparungen/ zu viele Reorganisationen mit Abgang des Personal) verursacht.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nicht Nörgeler am 18.11.2019 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Manchmal etwas Grips anwenden

    Einmal mehr stellt man fest, dass man bei der SBB wenig whorst Case Szenarien macht. In der Tat gäbe es nun wirklich andere Varianten als 3 Stunden warten lassen. Die Leitung wurde ja wohl vom Strom genommen, also kann man.... und auch genügend starke Diesel... ABER ich habe persönlich schon erlebt, dass eine Maschine nicht mehr weiterkam. Der Zug konnte gerade am Bahnsteig eines Bahnhofs halten. Man wartet, wartet usw. Und der nachfolgende Takt (also eine Stunde danach) hält nicht am GLEICHEN Steig um umsteigen zu ermöglichen.

  • Edgar Amsler am 18.11.2019 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Marode

    Typische Folgen der von Hr. Meyer heruntergewirtschafteten SBB!

  • Peter Luginsland am 18.11.2019 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Amateurhaft

    Wiso brauchten die solange? Passiert ist es am So um 19.00 Uhr und behoben am Monat um 8.20 Uhr? Sorry, das geht gar nicht. Da hätte man ein paar WK Soldaten für's schnelle aufräumen 2 Tage Urlaub, ein paar Kisten Bier + Ausgang versprechen können und die Sache wäre bis am Montag zum Betriebsbeginn erledigt gewesen. Wiso wurden die Evakuierten über das Knonaueramt nach Zürich geleitet und nicht mittels SZU (Extrazug) übers Sihltal nach Zürich. Funktioniert die Zusammenarbeit SBB, SZU nicht?

  • b.b. am 18.11.2019 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    SBB nein danke

    Pannen sind nichts neues bei der SBB. Nur die SBB sieht das anders.

  • cc am 18.11.2019 10:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schade

    ich bin eigentlich überzeugte öv-nutzerin. aus verschiedenen gründen. in den letzten monaten habe ich mich aber einige male über die SBB ärgern müssen. unter anderem über verspätungen die sich nicht mehr im minuten-, sondern im stundenbereich bewegten. da hat der grosse batzen den ich letzte woche für die erneuerung meines sauteuren ga's ausgegeben habe, schon etwas weh getan. die sbb ist dem grossen ansturm einfach nicht gewachsen. schade...