Glück im Unglück

24. August 2018 17:25; Akt: 24.08.2018 18:45 Print

Pilot landet ohne Fahrwerk in Dübendorf

Ein Pilot, der mit elf Fallschirmspringern in der Luft war, musste mit seiner beschädigten Maschine in Dübendorf ZH landen.

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Sein ganzes Können unter Beweis gestellt hat ein Pilot am vergangenen Freitag in Dübendorf ZH. Sein Propellerflugzeug mit elf Fallschirmspringern an Bord hatte beim Start ein Fahrwerk verloren, trotzdem konnte er sicher landen. Verletzt wurde niemand.

Die Maschine sei stark beschädigt worden, wie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) in einem Vorbericht mitteilt. Gestartet war der Pilot mit der Pacific Aerospace 750XL um 17.15 Uhr auf dem Flugplatz Beromünster LU.

Während des Startlaufs auf der Graspiste wurde das rechte, fix angebrachte Hauptfahrwerk vom Flugzeug getrennt. Ein Bolzen sei abgebrochen, wie Untersuchungsleiter Florian Reitz auf Anfrage sagte. An Bord waren neben dem Piloten auch elf Fallschirmspringer. Sie seien im Raum Beromünster abgesetzt worden.

Bolzen wiedergefunden

Doch statt wieder in Beromünster zu landen, flog der Pilot weiter nach Dübendorf, wo ihm eine längere Piste mit Hartbelag und somit besserer Kontrollierbarkeit zur Verfügung stand. Neben dem Bugrad blieb dem Flugzeug nur noch ein Rad des linken Fahrwerks. So berührte der Flieger bei der Landung den Boden. Es wurden Schäden an Flügel und Landeklappen festgestellt.

Das Flugzeug könne aber wieder flugtüchtig gemacht werden, sagte Reitz. Den beim Start verlorenen Bolzen habe man gefunden, er werde nun unfalltechnisch untersucht. Als Unfallursache denkbar seien ein Fabrikations-, ein Wartungs- oder gar ein Designfehler.

Der Verlust eines Fahrwerks sei selten, es komme eher vor, dass hydraulisch betriebene Einziehfahrwerke nicht ganz ausgefahren würden. Die Gefahr sei beim Start grösser gewesen, zu diesem Zeitpunkt hätte der Verlust des Fahrwerks einen katastrophalen Ausgang nehmen können.

(kat/sda)