Mordfall

27. Juli 2016 19:53; Akt: 28.07.2016 10:29 Print

Polizei stellt Suche nach Bornhauser vorläufig ein

Die Leiche des im April getöten Eglisauers Gino Bornhauser bleibt verschwunden.

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Wochenlang sind kantons- und länderübergreifend über 140 Polizisten, darunter auch Beamte mit speziell ausgebildeten Leichensuchhunden, im Einsatz gewesen, doch letztlich blieb die Suche nach der Leiche des ermordeten Gino Bornhausers erfolglos. Daran konnte auch die Unterstützung der Gross-Aktion durch Jäger und Wildhüter nichts ändern.

Laut Stefan Oberlin, Sprecher der Kantonspolizei, wird die Suche nach dem getöteten Unterländer jetzt bis auf Weiteres eingestellt. Man gehe davon aus, alle in Frage kommenden Gebiete teils mehrfach engmaschig durchkämmt zu haben, werde die Suche aber selbstverständlich wieder aufnehmen, sobald es neue Hinweise gebe, sagt er dem «Wochenspiegel».

Erinnerungslücken des geständigen Täters hatten die gross angelegte Suchaktion erst notwendig gemacht. Dieser kann sich nach eigenen Angaben nicht mehr daran erinnern, an welchem Ort er die Leiche deponiert hat.

Streit auf Parkplatz

Der 67-jährige Gino Bornhauser gilt seit dem 22. April als vermisst. An jenem Abend kam es auf einem Parkplatz in Rafz zu einer heftigen tätlichen Auseinandersetzung zwischen Bornhauser und einem 34-jährigen Brasilianer. Dieser stieg darauf in Bornhausers Auto und fuhr mit dem Senior davon.

Ob Bornhauser noch selbst einsteigen konnte oder vom Täter ins Auto gezerrt wurde, ist unklar. Zwei Tage später wurde der ausgebrannte Opel jenseits der nahen deutschen Grenze in einem Wald gefunden.

Ende Mai konnte der Täter, ein ehemaliger Nachbar Bornhausers, schliesslich verhaftet werden. Er ist mittlerweile geständig. Allerdings kann er sich nicht mehr erinnern, wo er die Leiche gelassen hat. Die auf seine «gewissen Angaben» erfolgten Suchen brachten keinen Erfolg.

(jros)