Don't drink and drive

18. Oktober 2013 00:23; Akt: 18.10.2013 09:39 Print

Polizist droht 200 Franken Busse wegen Ablenkung

von Maja Sommerhalder - Die Polizei büsst derzeit fleissig trinkende und essende Fahrer. Dabei gönnen sich manche Zürcher Stadtpolizisten selbst gern ein Getränk am Steuer.

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«Keine Ablenkung, weniger Unfälle.» Mit diesem Slogan warnt die Polizei in einer landesweiten TV- und Plakat-Kampagne die Autofahrer derzeit davor, am Steuer zu telefonieren, SMS zu schreiben, zu essen oder zu trinken. Wer es dennoch tut, muss mit einer Busse von mehreren hundert Franken rechnen – derzeit werden vermehrt Kontrollen durchgeführt.

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Deshalb traute Leser-Reporter Anton* seinen Augen kaum, als er zwei Zürcher Stadtpolizisten sah, die mit dem Dienstwagen durch die Altstetterstrasse fuhren (siehe Bild). «Der Lenker und der Beifahrer hatten je einen Trinkbecher mit Röhrli in der Hand», so Anton.

Busse von 200 Franken und Führungsgespräch

Dass dies der Fahrer nicht tun dürfte, bestätigt Marco Cortesi, Medienchef der Stadtpolizei: «Angesichts der Kampagne gegen Ablenkung ist dieses Verhalten besonders ungünstig.» Nun müssten die betroffenen Polizisten zum Führungsgespräch: «Der Stadtrichter entscheidet, ob die beiden gebüsst werden.»

In der Regel gibt es Bussen von etwa 200 Franken, wie Statthalter Hartmuth Attenhofer sagt: «Laut Gesetz darf der Fahrer keine Verrichtungen vornehmen, die die Bedienung des Fahrzeugs erschweren.» Dies gelte auch für Polizisten.

*Name geändert

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • John am 18.10.2013 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Was?

    Trinken ist nun auch schon verboten während der Fahrt? Das ist mir aber ganz neu. Dehydriert unterwegs sein ist also besser? Und welchen Zweck erfüllen denn die Getränkehalter, welche bei allen Autos in der Mittelkonsole oder im Armaturenbrett verbaut sind? Da wurde mal wieder ein neuer Grund zum Abzocken geschaffen, weil beim Blitzen offenbar zu wenig Geld rein kommt.

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  • Hero49 am 18.10.2013 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Verhältnissblödsinn Sicherheit

    Laut neuester SUVA Statistik erleiden Jährlich 295 000 Personen in der Schweiz einen Stolper- oder Sturzunfall, Tendenz steigend. Davon sind 155 000 Personen erwerbstätig und somit nach UVG versichert. Diese Unfälle verursachten bei den Unfallversicherern Kosten von 950 Millionen Franken. Warum gibt es noch keine Polizeibusse für das "nicht beherrschen des Aufrechten Gangs" Die Polizei würde viel besser Fussgänger auf lose Schuhbändel kontrollieren und damit einen wirklicheren Beitrag für eine sicherere Schweiz leisten.

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  • AntonMeier am 18.10.2013 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Nötig?

    Verhältnisblödsinn, was den Polizisten hier auferlegt wird. Besser sie würden Raser verfolgen oder Drogendealer. Aber nein, sie müssen Kaffeetrinker und Gipfeliesser verfolgen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Michael Jakob am 23.10.2013 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gefährliche Schweiz

    Für jeden nichtschweizer ist das das durchfahren der Schweiz eine Gefahr.Denn alles was im Rest Europas noch ein normales Verhalten im Straßenverkehr ist wird in der Schweiz bestraft.Bei diesen vielen verboten und Vorschriften bedarf es einer Sonderschulung,die durchfahren der Schweiz ohne sich strafbar zu machen heißen müsste.

  • Thomie am 23.10.2013 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Haltebuchten

    Dann sollen die Behörden bitte alle paar Meter Haltebuchten einrichten, in denen man die Brezel abbeissen, einen Schluck Wasser trinken, den Radiosender wechseln oder sich die Zigarette anzünden darf, bevor man wieder weiterfährt. Oder sollen wir danke sagen, dass die Behörden uns nicht zum Ausbau von Radio, Aschenbecher und Getränkehalter zwingt?

  • Autofahrer am 23.10.2013 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ablenkung oder Irritation?

    Die schlimmen Ablenkungen beim Fahren: Der Überdruss an Verkehrsschildern, die stete Suche nach Parkplätzen, der Überdruss an Werbung. Solches wird wohlweislich nicht thematisiert, denn hier kann man den Autofahrer nicht melken. - An der Kampagne gegen das Sandwich und den rettenden Schluck Mineralwasser ist eigentlich gar nichts Sinnvolles, denn gerade Flüssigkeitsmangel und der berüchtigte Hungerast sind manifeste Unfallursachen.

  • Pendler am 23.10.2013 06:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Künstler am Steuer

    Hier sind bloss 2 Polizisten die etwas trinken,aber konzentriert sind.Schlimm ist,Steuer,Handy und Zeitung zugleich in den Händen und völlig weggedreht vom Verkehr in einem völlig normal fahrenden Verkehr.Vielleicht sind das die Künstler,die zugleich fotographieren können?

  • Neutral am 23.10.2013 02:07 Report Diesen Beitrag melden

    Macht des

    Gebe es die Macht des Internet's nicht, würde sich nicht die Hälfte über die Polizei hermachen. Schade.