Stadtpolizei Zürich

03. Oktober 2019 19:38; Akt: 04.10.2019 08:15 Print

Polizistinnen dürfen jetzt kleiner als 1,60 Meter sein

Die Stadtpolizei Zürich passt ihre Mindestanforderungen an. Das habe aber nichts mit Rekrutierungsproblemen zu tun, so ein Sprecher.

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Die Stadtpolizei Zürich vermeldet heute auf Twitter: «Schon gehört, dass wir die Anforderungen an künftige Polizistinnen und Polizisten angepasst haben?» Neu seien Tätowierungen – mit kleinen Einschränkungen – erlaubt und bis zum Alter von 39 Jahren dürfe man eine Polizeiausbildung antreten.

Neu gibt es nun auch keine fixe Mindestgrösse mehr. Bis vor kurzem mussten Polizistinnen mindestens 1,60 Meter und Polizisten mindestens 1,70 Meter gross sein. Jetzt sind auch kleinere Menschen zugelassen. Hat die Polizei etwa Rekrutierungsprobleme?

«Wir gehen mit der Zeit»

«Nein, unsere Klassen sind bis Ende 2020 voll», sagt Stadtpolizei-Sprecher Marc Surber. Der Grund sei ein anderer: «Wir gehen mit der Zeit.» So seien Tätowierungen in der heutigen Zeit gesellschaftlich akzeptiert.

«Allerdings müssten die Interessierten unter 1,60 Meter zwei zusätzliche Eignungstests bestehen, welche über die körperlichen Voraussetzungen Auskunft geben», sagt Surber. «Unter anderem müssen Sie im Dienstwagen problemlos eine Vollbremsung machen können.»

Surber sagt: «Leider kam es in der Vergangenheit vor, dass auch sehr gute Bewerberinnen und Bewerber abgewiesen werden mussten, weil sie eine Tätowierung haben oder die geforderte Mindestgrösse nicht gegeben war.» Das sei nun nicht mehr der Fall.

20-Minuten-Fitness-Redaktorin Géraldine Schläpfer hat versucht, den Eignungstest der Stadtpolizei Zürich zu bestehen:

(jen)