Zürich

08. Dezember 2010 22:59; Akt: 08.12.2010 22:56 Print

Polizisten pfiffen Politiker aus

Ein gellendes Pfeifkonzert hat die Zürcher Gemeinderäte gestern ins Rathaus begleitet. Vor allem SVP-Fraktionschef Mauro Tuena musste dran glauben.

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SVP-Fraktionschef Mauro Tuena wurde vor dem Zürcher Rathaus ausgepfiffen. (Foto: Keystone)

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Rund 500 Personen – darunter viele Stadtpolizisten – protestierten gegen die geplanten Sparmassnahmen beim städtischen Personal. Das Stadtparlament wies gestern Abend das Budget 2011 zurück. SVP, FDP, CVP, GLP und EVP setzten sich im 125-köpfigen Gremium mit 64 Stimmen gegen SP, Grüne und AL durch. Der rot-grün dominierte Stadtrat muss nun für 2011 auf Geheiss des Gemeinderates hin ein neues, ­ausgeglichenes Budget erstellen. Im Gemeinderat haben seit den Wahlen im Frühling die bürgerlichen Kräfte eine hauchdünne Mehrheit. Bereits im ­November hatte die Allianz von Mitte- und bürgerlichen Parteien die Rückweisung angekündigt. Laut SVP ist Sparen nötiger denn je. Künftige Generationen würden dankbar sein.

(20 Minuten)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simon Trachsel am 09.12.2010 00:01 Report Diesen Beitrag melden

    Konstruktive Rechte

    Soviel zu den konstruktiven rechten Neinsagern. Nein sagen ist einfach. Konstruktive Vorschläge bringen ist viel schwieriger und anscheinend über dem Niveau der Rechten. Mal sehen was passiert, wenn die städtischen Mitarbeitenden nur noch Dienst nach Vorschrift leisten und jede Mehrleistung verweigern.

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  • Christian am 09.12.2010 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    Und wiedermal...

    müssen wir für das bezahlen, was die verbockt haben!

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  • Sinful Lust am 10.12.2010 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wie in der Primarschule

    Ja ja ja beim Sparen sind alle in der vordersten Reihe. Beim schuldzuweisen sind es immer die linken, netten und grünen. Und bei Lösungen schauen die Herren dass Sie gar nicht anwesend sind. Mein Vorschlag alle Gemeinderäte sitzen nächstes Jahr zum halben Tarif. Und vorallem wieso plötzlich die SVP bei Ihrer "heiligen" Kuh der Polizei sparen will ist mir nicht ganz versständlich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dani am 10.12.2010 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen wo es Sinn macht.

    Kürzung der Politikerlöhne!! Arrogant und überbezahlt und mittlerweile keine Ahnung mehr vom Leben der normalen Bürger. Nähmlich jenen, die nicht 7000.- pro Monat verdienen.

  • C. Schmid am 10.12.2010 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Verursacherprinzip

    Eine Frage am Rand drängt sich mir noch auf. Werden die Mehrkosten die eine solche "Zwängeliaktion" generiert auch gerechterweise den Verursachern verrechnet? Auf allen Ebenen der Politik werden seit Jahren die Selbstdarstellungsversuche von Einzelpersonen, Gruppierungen und Parteien immer vehementer ausgelebt und bezahlen muss wie immer der Steuerzahler. Wann haben wir endlich genug von den Primadonnen in der Politik und besinnen uns auf die Urwerte zurück? Nicht der Bürger ist da um der Politik zu dienen, die Politik hat dem Bürger zu dienen. Defacto sind PolitikerInnen nicht Herren sondern Diener des Volkes.

  • Sinful Lust am 10.12.2010 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wie in der Primarschule

    Ja ja ja beim Sparen sind alle in der vordersten Reihe. Beim schuldzuweisen sind es immer die linken, netten und grünen. Und bei Lösungen schauen die Herren dass Sie gar nicht anwesend sind. Mein Vorschlag alle Gemeinderäte sitzen nächstes Jahr zum halben Tarif. Und vorallem wieso plötzlich die SVP bei Ihrer "heiligen" Kuh der Polizei sparen will ist mir nicht ganz versständlich.

  • tonton am 09.12.2010 23:12 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen beim Unnötigen

    OK: Hardturm einsparen - ein Stadion genügt für die Kleinstadt Zürich. Zudem gibt es dann weniger Fussballspiele mit weniger Krawallen, was weniger Polizeikosten verursacht. ÖV einsparen: Nur noch alle 15 Minuten ein Bus und Tram. Dafür nimmt man über die Benzinsteuer mehr ein, weil der Autoverkehr massiv zunimmt. Keine Blumenbeete und keine Bäume mehr an den Strassen (stattdessen Parkplätze). spart die Gärtner und generiert Parkgebühren. Müllabfuhr nur noch jede 2. Woche. Recycling einstellen. GZ schliessen. Sitzungsgelder der Gemeinderäte reduzieren (wie bitte??? das sicher nicht!!!)

  • Duri Beer am 09.12.2010 20:55 Report Diesen Beitrag melden

    Den Mittelstand abzocken

    Es scheint wohl vielen einfach selbstverständlich zu sein, dass der öffentliche Dienst bestens funktioniert: Pärke und Strassen werden gereinigt, Feuer rasch gelöscht, Verletzte versorgt, Kinder geboren und Millionen von Passagieren konfortabel und pünktlich befördert. Zu welchem Preis? Zu sehr tiefen Steuern, ein Paradies für die Reichen, moderat für alle. Kapputt sparen nennt man das. Und wieso? Ist Zürich arm? Nein, 660 Millionen liegen noch auf den Konten der Stadt! Das nennt man dann wohl Lohndiebstahl, wenn die Löhne eingefroren würden.