Kurzschluss

12. April 2019 10:13; Akt: 12.04.2019 11:11 Print

Darum stürzte die Post-Drohne in den Zürichsee

Im Januar musste eine Drohne der Post inmitten eines Transport-Flugs notlanden. Nun ist klar, wie es dazu gekommen ist.

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Die Post nimmt Drohnenflüge im Dienst der Medizin wieder auf. Erst am 25. Januar hatte eine Drohne, die eine Laborprobe transportierte, im Zürichsee eine Notlandung durchführen müssen. Sofort war eine Untersuchung eingeleitet worden. Mittlerweile ist der Grund dafür bekannt: Es war zu einem Kurzschluss gekommen. Dieser hat die Stromversorgung zum GPS unterbrochen.

Daher setzte die Sicherheitsmechanismen der Drohne ein und lösten eine kontrollierte Notlandung aus. Dazu stoppt die Drohe ihre Rotoren und wirft den Fallschirm aus. Zusätzlich macht sich das Fluggerät durch einen schrillen Pfeifton und grelle Blinklichter bemerkbar.


Polizeitaucher finden abgestürzte Post-Drohne. (Video: 20 Minuten)

Nach diesem Vorfall hatte die Post entschieden, die Drohnen als Vorsichtsmassnahme am Boden zu lassen. Wie das Unternehmen mitteilt, werden die Flüge in Zürich und Lugano ab dem 15. April aber wieder aufgenommen. An den Drohnen wurden sicherheitshalber Anpassungen vorgenommen, die einen weiteren technischen Defekt verhindern sollen.

Luftstrecken sollen Zeit sparen

So sind das GPS, der Kompass und der dazugehörige Stromkreislauf im neuen Drohnen-Modell V9 doppelt vorhanden. Das Gerät wurde in den vergangenen Wochen ausgiebig getestet und vom Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL abgesegnet.

Im Vergleich zum Kurier auf der Strasse lässt sich mit der Drohne wichtige Zeit für Ärztinnen, Ärzte, Pflegepersonal, Patientinnen und Patienten sparen, wie die Post weiter mitteilt. Allerdings kann auch wie bei Verkehrsmitteln am Boden in der Luft ein Zwischenfall nie ganz ausgeschlossen werden. Massnahmen sowohl an der Drohne selbst wie auch in der Wahl der Route sollen dazu beitragen, das Restrisiko möglichst klein zu halten.

(doz)