Transport von Laborproben

15. Dezember 2018 07:15; Akt: 15.12.2018 07:15 Print

Post-Drohne fliegt jetzt definitiv über Zürichsee

Nach der Testphase im Juni hat die Post beschlossen, regelmässig Laborproben über das Zürcher Seebecken zu fliegen. Der Drohnen-Transport sei effizienter und ökologischer.

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Während zehn Tagen flog im Juni eine Drohne über den Zürichsee und transportierte Laborproben zwischen dem Zentrallabor Zürich (ZLZ) und der Hirslanden-Klinik Im Park. Nun hat die Post beschlossen, ab dem 17. Dezember regelmässig Laborproben über das Zürcher Seebecken zu fliegen: «Die Testflüge im Juni haben gezeigt, dass die Drohnen für das Labor einen Mehrwert bringen», heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

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Ökologischer als mit dem Auto

Die Drohne benötigt für die Strecke, die vom Balgrist auf der rechten Zürichseeseite über den See nach Zürich-Wollishofen führt und 5,8 Kilometer lang ist, rund sieben Minuten. «Auf der Strasse dauert der Transport meist mindestens eine halbe Stunde», sagte ZLZ-Geschäftsführer Marco Fischer im Juni. Mit der Drohne spare man so wertvolle Zeit für Patienten. Zudem sei sie ökologischer als der Transport mit dem Auto.

Ebenso soll die Drohne einen raschen Transport gewährleisten, wenn die Quaibrücke aufgrund einer öffentlichen Veranstaltung, wie zum Beispiel der Street Parade, gesperrt ist. Vom 22. Dezember bis zum 6. Januar bleibt die Drohne aber am Boden.

Ein wichtiger Zeitgewinn für den Patienten

Das ZLZ analysiert im Hauptlabor an der Forchstrasse unter anderem Proben, die während einer laufenden Operation entnommen werden. Erst wenn die Laborresultate vorliegen, weiss der operierende Arzt, ob das gesamte Gewebe entfernt wurde und er die Operation beenden kann. «Da der Patient während der Analyse in Narkose liegt, spielt hier der Zeitgewinn eine bedeutende Rolle für ihn», erklärt Fischer.

Mit der Drohne soll wertvolle Zeit gewonnen werden. (Video: Post)

(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rudi am 15.12.2018 08:03 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Warum baut man ein Labor, von welchem man Resultate möglichst zeitnah (offenbar während einer Operation) benötigt am anderen Seeufer?!

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  • RENZO am 15.12.2018 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Eine gute Sache

    Eine gute Sache und in jeder Hinsicht besser als alles, was bisher in dieser Richtung gemacht wurde. Kein Lärm, keine Abgase, dazu schnell und zuverlässig. Absolut zu begrüssen.

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  • Marco Strasser am 15.12.2018 07:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Innovativ, effizient, gut. Dem ist nichts beizufügenn

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Die neusten Leser-Kommentare

  • M.K. am 17.12.2018 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Die Leser wieder...

    Immer wieder schön, wieviel kommentiert wird obschon der Leser von der Materia keine Ahnung hat. Es ist nicht schwer zu vermuten - und ein kurzes Google-Resultat bestätigt das auch für den Laien - dass es Auflagen gibt welche regeln WAS auf WELCHE Art transportiert werden darf. Es ist klar, dass mit dieser Drone keine hochansteckenden epidemischen Gefahrengüter transportiert werden dürfen! Des weiteren gibt es nun einmal mehrere Orte in denen operiert wird, aber man kann nicht überall ein Labor direkt daneben bauen. Zumal dies auch höchstgradig ineffizient und teuer wäre.

  • Goldhirse am 16.12.2018 18:09 Report Diesen Beitrag melden

    Schnapsidee

    Unnötig. Hirslanden könnte solche Operationen im Spital machen, das gleich neben dem Labor steht. Hauptsache möglichst teuer.

  • Pilot am 15.12.2018 22:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dangerous Good

    Und wohin fällt die Drohne bei einer "malfunction/emergency" ? Bin gespannt wer das erste Todesopfer sein wird ?

  • solo am 15.12.2018 21:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ligisch denken bitte

    Dieses Labor in die Nähe zum Ursprung der Proben bringen und die Drohne ist überflüssig, si auch andere Transportwege.

  • Bündnerlicht am 15.12.2018 21:31 Report Diesen Beitrag melden

    Der Privatpilot guckt Blöd

    Komisch, laut Gesetz darf ich meine Drohne nur auf Sicht fliegen. Automatisierung verboten. Selbst das Militär muss mit einem Flugzeug neben einer Drohne herfliegen. Und jetzt ist einfach möglich eine Drohne automatisiert quer über den See zuschicken? D.h. die ganze Einschränkung für Privatflieger, dient nur dazu mit kommerziellen Drohnen Geld zu verdienen (Lizenzen).