Bülach ZH

21. Mai 2015 12:54; Akt: 21.05.2015 16:15 Print

Pro Natura zeigt Kanton wegen Baumfällaktion an

Pro Natura hat wegen gefällten Bäumen an der A51 Strafanzeige gegen den Kanton Zürich eingereicht. Wer vorsätzlich Vogelnester während der Brutzeit zerstöre, mache sich strafbar.

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20 Forstarbeiter fällten am Sonntag, 26. April, Hunderte von Bäumen entlang der A51 bei Bülach. Ziel des Holzschlags war, die Strassensicherheit weiter zu gewährleisten.

Eine solche umfangreiche Aktion sei zwar durchaus vertretbar, aber nur wenn sie zum richtigen Zeitpunkt stattfinde, teilte die Umweltorganisation Pro Natura Zürich am Donnerstag mit. «Ende April ist definitiv der falsche Zeitpunkt.»

Dann ist gemäss Mitteilung die Hauptbrutsaison der Vögel, die ihr Nest in oder auf Bäumen machen. Werden die Bäume gefällt, seien auch das Nest und die Vogeleier weg.

«Reine Augenwischerei»

Für die Umweltschutzorganisation sind die Sicherheitsgründe, die der Kanton geltend macht, «reine Augenwischerei, denn es waren garantiert nicht Hunderte von Bäumen ein Sicherheitsrisiko».

Die meisten der Vögel stehen unter Schutz. Die widerrechtliche und vorsätzliche Zerstörung der Nester während der Brutzeit ist strafbar. Pro Natura Zürich hat deshalb bei der Kantonspolizei Bülach Anzeige gegen den Verantwortlichen für den Holzschlag, den Betriebsleiter des Strasseninspektorats, Unterhaltsbezirk 2, eingereicht.

«Wir haben die Strafanzeige zur Kenntnis genommen», sagt Thomas Maag, Sprecher der Baudirektion. Da es sich um ein laufendes Verfahren handle, könne er jedoch nicht im Detail dazu Stellung nehmen. Nur soviel: «Zu den vielfältigen Aufgaben der Baudirektion gehört nebst dem Schutz der Natur auch der Schutz der Menschen vor Naturgefahren.»

(sda/rom)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dani Wülser, GLP Gemeinderat Bülach am 21.05.2015 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Recht haben sie für einmal von ProNatura

    Für mich war diese Gross-Aktion des Kantons auch völlig übertrieben. Diese resp. einzelne Bäume die überhaupt nicht in die Autobahnfahrban ragten, hätten problemlos zu einem späteren Zeitpunkt gefällt werden können. Ich halte mich ab und zu mit dem Auto auf diesem Autoabschnitt wie im betroffenen "Waldstück" auf. Ich finde die Anzeige von Pro Natura sehr gut!

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  • ruedi am 21.05.2015 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    tja....

    Wahrscheinlich wurde in diesem Zuge gleich Wald in Bauland umgezont.....Mit Verkerhssicherheit hat es sicher nichts zu tun....

  • Asterix am 21.05.2015 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so!

    Gute Aktion von ProNatura. Da sich die Natur und Tierwelt nicht selbst wehren kann braucht es Institutionen die dies an deren Stelle tun, finde ich Top!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kerry am 22.05.2015 11:44 Report Diesen Beitrag melden

    Völlig unnötig

    Das wusste man im Winter noch nicht? Sehr eigenartige Sache fahre die Strecke jeden Tag. Pro Natura hat absolut recht. Nur im Hardwald stehen die Bäume immer noch nahe der Fahrbahn und kippen im Winter jeweils auf die Strasse. zhhh da ist was anderes dahinter.

  • Leachim am 22.05.2015 07:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hallooooo?

    Entschuldigung aber 1. Pro natura sind die ersten die meckern wenn der wald nicht bearbeitet wird und 2. Was ist mit den forstwarten welche das ganze jahr über baume fallen

  • goali am 22.05.2015 07:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    arme Natur

    Fazit...unser Welt ist krank...wir sind krank...diese Aktion ist es nicht nur im KT ZH passiert, sonder auch im KT GR entlang der A13...Grund : Sicherheit... Es wird immer das Gleiche erzählt, aber wo die Gefahren lauern, werden die Sicherheitsmassnahmen nicht stattfinden...Grund: kein Geld! Natur ist Natur und wird nicht herumkommandiert! Man muss sie pflegen! Noch was...werden die Bäume mit kleinere Gebüsch ersetzt?

  • David Krejci am 21.05.2015 22:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist das Problem?

    Der Staat darf alles, da kann man sich jeden Prozess sparen. Und falls der Staat mal vor Gericht verlieren sollte...dann zahlt ja der Steuerzahler die Folgen. Somit: der Staat, dieses verlogene, korrupte Wesen, gewinnt immer!

  • Normalo am 21.05.2015 18:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nervig

    Immer die Tiere mit den Menschen gleichstellen hört auf!!!! Das nervt!!! Wir Menschen sind in der Nahrungskette zuoberst!!! Kein Hund, keine Katze und kein Vogel sind es wert für einen Menschen ein Risiko einzugehen. Zuerst der Mensch dann die Tiere Punkt! Übrigens ich mag Tiere aber ich mag Menschen lieber

    • lenny am 22.05.2015 11:45 Report Diesen Beitrag melden

      Menschen schlimmer als Tiere

      Normale, eigenartig dass sich viele abartige Menschen so verhalten, wie es ein Tier nie tun würde.

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