Zürich

18. Januar 2011 22:51; Akt: 18.01.2011 20:54 Print

Protestmarsch auf Gleisen

von Regina Ryser - 200 städtische Angestellte wehren sich gegen Sparmassnahmen auf ihre Kosten. Sie planen deshalb verschiedene Protestaktionen.

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Städtische Angestellte protestieren vor dem Zürcher Ratshaus. Foto: key

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Die Stadt Zürich muss 220 Millionen Franken im Budget 2011 einsparen – so will es das Parlament. Davon betroffen sind die rund 24 000 Angestellten der Stadt Zürich: Nun wehren sich 200 von ihnen gegen die Abschaffung von Lunch- und Reka-Checks sowie gegen eine Lohn-Nullrunde. Sie haben eine Aktionsgruppe mit rund 20 Leuten gegründet und eine Kampagne unter dem Motto «Zürich steht still» beschlossen. «Diese plant und organisiert verschiedenen Protest­aktionen», sagt Duri Beer, ­Sekretär der Gewerkschaft VPOD, die die städtischen Angestellten unterstützt.

Möglich seien Protestpausen zwischen 5 und 15 Minuten oder ein Sternmarsch auf den Tramgleisen zum Rathaus. «Wir führen keine Aktionen durch, unter denen die Be­völkerung leiden wird, etwas spüren wird sie aber», erklärt Beer. Nebst Protestaktionen hat die Gruppe aber auch einen Sparvorschlag ausgearbeitet: «Den Leistungslohn abschaffen – er kostet viel, bringt aber wenig und demotiviert das Personal», sagt Beer.

Über die angedrohten Aktivitäten kann SVP-Fraktionspräsident Mauro Tuena nur den Kopf schütteln: «Zum ­jetzigen Zeitpunkt sind solche Aktionen schlecht – sie ­kommen beim Volk nicht gut an.» Zudem habe der Stadtrat noch nicht definitiv entschieden, wo nun gespart werde. «Statt zu demonstrieren, sollten sie lieber mit dem Stadtrat reden und ihre Ideen einbringen.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Werni am 19.01.2011 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    SVP auf dem falschen Geleise

    Ja mit der SVP zu reden bringt eh nix! Da können auch Polizisten nur den Kopf schütteln.

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  • Daniel am 20.01.2011 12:12 Report Diesen Beitrag melden

    Kosten

    Ich nehme an, dass die bürgerlichen Parteien eher auf die fixen bez. auf die vertraglichen Beträge abgesehen haben. Die Stadt wälzt nun diese Sparmassnahmen überall um, wo es am wenigsten nutzvoll ist. Wer will denn den Hafenkran? Oder der Verwaltungsgigant, welcher überhaupt nichts mehr mit dem Bürger zu tun hat. Das sind die Kosten, auf welche man abzielt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel am 20.01.2011 12:12 Report Diesen Beitrag melden

    Kosten

    Ich nehme an, dass die bürgerlichen Parteien eher auf die fixen bez. auf die vertraglichen Beträge abgesehen haben. Die Stadt wälzt nun diese Sparmassnahmen überall um, wo es am wenigsten nutzvoll ist. Wer will denn den Hafenkran? Oder der Verwaltungsgigant, welcher überhaupt nichts mehr mit dem Bürger zu tun hat. Das sind die Kosten, auf welche man abzielt.

  • Werni am 19.01.2011 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    SVP auf dem falschen Geleise

    Ja mit der SVP zu reden bringt eh nix! Da können auch Polizisten nur den Kopf schütteln.

    • johny gringo am 19.01.2011 22:55 Report Diesen Beitrag melden

      So ist es...

      Wie Du recht hast...!!

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