Zürich

30. Juli 2014 09:15; Akt: 30.07.2014 09:16 Print

Puber droht auch in der Schweiz Gefängnis

In Wien entging der Sprayer Puber trotz Verurteilung dem Gefängnis, weil er schon in Untersuchungshaft sass. Nun droht ihm aber auch in Zürich ein Verfahren.

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Die Wiener Justiz hat vor wenigen Tagen den Zürcher Renato S., besser bekannt als Puber, zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt. Puber wurde schuldig gesprochen, unzählige Gebäude mit seinem Schriftzug besprayt zu haben. Weil er aber bereits vier Monate in Untersuchungshaft gesessen hatte, wurde er schon wieder auf freien Fuss gesetzt und kündigte an, nach Hause zu gehen. Doch auch in seiner Heimatstadt droht ihm eine Klage.

Während Jahren soll Puber auch in Zürich Dutzende Fassaden und öffentliche Verkehrsmittel verschmiert haben. Die Zürcher Staatsanwaltschaft spricht von einem Schaden im sechsstelligen Bereich, wie der «Tages-Anzeiger» am Mittwochmorgen meldet. Ob die Staatsanwaltschaft tatsächlich eine Klage erhebt, bleibt aber abzuwarten: «Wir warten erst einmal die schriftliche Urteilsbegründung aus Wien ab. Dann entscheidet die Staatsanwaltschaft über das weitere Vorgehen», wird Martin Bürgisser, Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft, zitiert.

Es stehen drei Optionen zur Diskussion: einen Strafbefehl (Busse oder bedingte/unbedingte Freiheitsstrafe) ausstellen, eine Anklage erheben oder das Verfahren einstellen.

(kv)