15. Oktober 2007 22:43; Akt: 16.10.2007 09:19 Print

Radiohörer sollen Radarwarnungen erfinden

RoadCross sagt den Zürcher Radios den Kampf an: Durch Falschmeldungen sollen die Radarwarnungen im Äther an Glaubwürdigkeit verlieren.

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Die Radarwarnungen von Radio Zürisee und Energy Zürich sind für viele Automobilisten nicht mehr wegzudenken. Doch im April 2008 ist Schluss: Mit den neuen Konzessionen verbietet der Bund nämlich sämtliche Radarwarnungen.

Und jetzt vergällt die Strassenopfervereinigung RoadCross den Sendern auch noch die Endphase: Präsident Roland Wiederkehr ruft die Bevölkerung auf, den Service durch falsche Warnungen zu diskreditieren: «Je mehr Falschmeldungen die Radios erreichen, desto unglaubwürdiger werden sie», sagt er.

Den Anstoss zur Aktion hätten häufige Anfragen besorgter Eltern gegeben, die ihre Kinder durch Raser in Gefahr sehen. «Ihnen rate ich, an gefährlichen Strassen fiktive Blitzer zu melden, was die Fahrer automatisch zum Einhalten der Geschwindigkeit bewegt», sagt er.

Bei den Radiostationen stösst dies auf Unverständnis: «Wir machen etwas für die Sicherheit und warnen darum auch nicht vor Radarkästen in der 30er-Zone», heisst es bei beiden Sendern. Bei Energy glaubt man zudem, Falschmeldungen herausfiltern zu können: «Wir setzen auf unsere bisherigen Informanten», sagt Geschäfsführer Dani Büchi.

Romina Lenzlinger