Zürich

01. Januar 2016 13:02; Akt: 03.01.2016 12:50 Print

Randalierer greifen Polizisten an

Die Zürcher Stadtpolizei stand in der Silvesternacht mehrfach im Einsatz. Einmal kam es zu tätlichen Auseinandersetzungen, die Polizei setzte Gummischrot ein.

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In der Silvesternacht musste die Polizei mehrfach einschreiten: Einsatzwagen auf der Polyterrasse. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

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Der Silvesterzauber in Zürich verlief aus Sicht der Stadtpolizei ohne gravierende Zwischenfälle. Vereinzelte Personen hielten sich nicht an das Verbot und zündeten Feuerwerk inmitten der Menschenmenge, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Polizei stellte mehrere Feuerwerkskörper sicher.

Ein Mann wurde festgenommen. Er hatte am Utoquai eine Rakete zünden wollen. Dabei fiel der Feuerwerkskörper zu Boden, explodierte und verletzte einen 18-jährigen Unbeteiligten leicht an der Hand.

Zwei weitere Männer wurden verhaftet, weil sie beim Sechseläutenplatz Feuerwerk gezündet hatten. Sie bespuckten die Polizisten bei der Kontrolle. Zudem gingen bei der Stadtpolizei mehrere Meldungen ein, dass Feuerwerk gegen Menschen oder Häuser gezündet werde.

Der Rettungsdienst von Schutz & Rettung leistete in der Silvesternacht rund 90 Einsätze, beispielsweise wegen Stürzen oder übermässigen Alkoholkonsums. Die Feuerwehr rückte neunmal aus, wie es in einer Mitteilung heisst.

Tätliche Angriffe gegen Polizisten

Unbekannte setzten gegen 1.15 Uhr im Niederdorf eine Telefonzelle in Brand und zündeten Feuerwerk gegen die McDonalds Filiale. Als die Polizei eintraf, stiess sie auf eine Gruppe von rund 50 Personen. 10 bis 20 von ihnen griffen die Einsatzkräfte tätlich an. Als diese sich wehrten, wurden sie mit Flaschen, Steinen und Feuerwerk attackiert.

Zur Verteidigung setzten die Polizistinnen und Polizisten Reizstoff ein. Wegen der grossen Anzahl Angreifer und der «massiven Gewaltbereitschaft» zogen sich die Einsatzkräfte zurück und forderten Verstärkung an. In dieser Zeit demolierten die Angreifer zwei parkierte Streifenwagen.

Erst durch die Verstärkung und den Einsatz von Gummischrot habe die Situation beruhigt werden können, schreibt die Stadtpolizei. Den Unbekannten gelang es, unbemerkt in der Menschenmenge unterzutauchen.

(ofi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Trimi am 01.01.2016 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ... ohne gravierende Zwischenfälle...

    Angriffe einer grossen Menschenmenge gegen die Polizei ist heute normal und nicht der Rede wert. Was ist nur aus unserer Schweiz geworden...

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  • Franz am 01.01.2016 13:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man liess sie ziehen

    Einkesseln und einsperren. Da sie aber nicht zu schnell gefahren sind, liess man sie ziehen.

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  • JonSnow am 01.01.2016 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit Farbe markieren

    Tätliche Angriffe auf Polizisten sind für mich gravierende Zwischenfälle. Wieso werden solche Extremisten nicht mit stark haftender Paintballmunition markiert? Unschädlich, effizient und abschreckend. Dann klappt eventuell auch ab und zu eine Verhaftung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mann am 02.01.2016 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    Wie ist ihre Antwort

    Wie ist ihre Antwort, wieso werden Gewalttäter von Psychologen viele mal als nicht Gewalttätig beschrieben so dass die Täter frei gelassen werden können unter das Volk

  • Unbekannt am 02.01.2016 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    Welches Jahr wird es sein

    Welches Jahr wird es sein, das keine Randalierer die Polizisten angreifen

  • Mann am 02.01.2016 15:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wie lange muss

    Wie lange muss das so weiter gehen in der kleinen Schweiz. (wie z.B. Körperverletzung, Bedrohung von Behörden, Bedrohungen von Privatpersonen usw.) Wie lange darf es noch gegen, bis gewisse Täter sofort ausgeschafft werden

  • Jala am 02.01.2016 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Danke allen für die konstruktive Diskussion! In der Hoffnung, dass diese bereits heute im Kleinen und in Zukunft im Grossen das Umdenken einschaltet und die Menschen verbindet statt trennt! Wer kann und Mut hat soll mir helfen diese Hoffnung umzusetzen, nicht einfach, aber ein gewinnbringendes Ziel für Milliarden! Die Polizei wird nicht klagen, wenn solche Einsätze wie in Zürich nicht mehr vorkommen!

  • Konstruktivfan am 02.01.2016 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Konstruktiv versus Destruktiv?

    Den Jungen sollte man mehr Perspektiven in der Schule bieten und Destruktive Siedlungen (Besetzungen) auflösen. Bei den Computergames sollte man sich überlegen, ob dieses interaktive Gewaltpotential wirklich gewünscht ist, oder ob man auch hier mehr konstruktive Computergames fördert. Wie diese Jahr schon bemerkt wurde, die e-Funktion ist real existent...