Wildschweinjagd in Zürchich

03. Februar 2011 09:30; Akt: 03.02.2011 17:17 Print

Regierungsrat will keine Nachtsichtgeräte

Die Zürcher Regierung will nicht, dass Jäger mit Nachtsichtgeräten auf die Wildschweinejagd gehen können. Der zielsichere Abschuss von Wildschweinen hänge hauptsächlich von den fachlichen Fähigkeiten der Jäger ab und nicht von technischen Hilfsmitteln.

Fehler gesehen?

Zürcher FDP- und EDU-Kantonsräte forderten, dass Zürcher Jäger solche Geräte verwenden dürfen, um die Abschussrate zu erhöhen. In Zürcher Wäldern gebe es einen «massiven Schwarzwilddruck», der grosse Schäden anrichte, argumentierten sie in einem Postulat.

Der Regierungsrat will von dem Anliegen der Jäger aber nichts wissen, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Antwort hervorgeht. Ein Nachtsichtzielgerät möge vielleicht im Einzelfall den Abschuss eines Wildschweines auf kurze Distanz erleichtern.

Das Schiessen auf weite Entfernung wäre laut Regierungsrat aber grobfahrlässig, weil die Details trotzdem nicht erkannt würden.

Wildschweine sind nicht bloss Schädlinge

Diese Geräte würden zudem die Abschussraten nicht erhöhen, wie man von Versuchen im Kanton Aargau wisse. Dort werden seit zwei Jahren zwei Nachtsichtzielgeräte versuchsweise eingesetzt. Eine Schadensverminderung durch den Einsatz dieser Geräte habe nicht nachgewiesen werden können.

Der Regierungsrat hält zudem fest, dass Wildschweine Bestandteil der Artenvielfalt seien und «nicht bloss Schädlinge, die mit allen Mitteln vernichtet werden müssen».

(sda)