Stadt Zürich

20. Dezember 2018 17:53; Akt: 21.12.2018 07:32 Print

Brunaupark-Wohnungen sollen Neubau weichen

Die Siedlung Brunaupark in Zürich-Wiedikon wird möglicherweise abgerissen. Die Eigentümerin will die Gerüchte nicht kommentieren.

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Die Gerüchte halten sich hartnäckig. Seit Monaten erzählt man sich in der Siedlung Brunaupark im Zürcher Stadtkreis 3, dass es bald grosse bauliche Veränderungen geben werde. Der Finanzblog «Inside Paradeplatz» schreibt diese Woche sogar, dass alle Mieter rausmüssen und die Überbauung abgerissen werde – zugunsten von «teuren Bleiben für wohlhabende Mieter». Hunderte Bewohner wären dann betroffen.

Mehrere Mieter bestätigen 20 Minuten, dass sie vor einigen Monaten ein Informationsschreiben erhalten haben. Darin sei aber gestanden, dass die Credit-Suisse-Pensionskasse als Eigentümerin der Überbauung noch nichts entschieden habe. Eine Mieterin, die erst kürzlich eingezogen ist, sagt jedoch, dass sie nur einen befristeten Vertrag bis 2020 erhalten habe. Ihr gefällt die Wohnung und sie hofft trotz dieser Gerüchte, dass sie bleiben kann.

Migros wurde über Umbau informiert

Klar ist hingegen, dass sich zumindest bei der Ladenfläche etwas verändern wird. Neben der Apotheke und der Pizzeria ist ein grosser Teil der Fläche von der Migros belegt. Sie betreibt dort einen Supermarkt, ein Restaurant mit Take-away, ein Sportgeschäft sowie ein Bau- und Gartencenter. «Wir sind von der Liegenschaftseigentümerin über einen geplanten Umbau informiert worden», bestätigt Migros-Sprecher Francesco Laratta auf Anfrage. Für Informationen zum Zeitpunkt sowie Details zum Bauprojekt sei aber die Eigentümerin zuständig.

Und was sagt die Credit Suisse zu den Gerüchten? «Momentan prüft die Pensionskasse der Credit Suisse verschiedene Optionen für die Neugestaltung des Areals, um zusätzlichem Wohnraum zu schaffen», so Sprecher Andreas Kern. Derzeit seien entsprechende Abklärungen im Gang. Zu den verschiedenen Optionen will man zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen. «Die Mieterschaft wird informiert, sobald Details über die nächsten Schritte vorliegen.»

(tam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • General Direktor am 20.12.2018 19:17 Report Diesen Beitrag melden

    Pensionskassen Umwandlungssatz . . .

    Der Fluch der Pensionskassen, die ja nur in Immobilien investieren dürfen!!! Da wird sehr bald kein günstiger Wohnraum in Schweizer Städten mehr vorhanden sein . . .

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  • W.Kern am 20.12.2018 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Geruch des Geldes

    Da es sich um Pensionskassengelder handelt, sollten auch die Versicherten zu den Plänen Stellung nehmen können. Schließlich handelt es sich um Gelder, welche jeder Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die in der CS Pensionskasse versichert sind, bezahlen müssen. Es kann nicht sein, dass der Umwandlungssatz für die Berechnung der Rente immer mehr gesenkt wird, und andererseits mit der großen Kelle teure Investitionen gemacht werden, in der nur sehr gut verdienende wohnen können. Die Schweiz entwickelt sich immer mehr egoistisch und unsolidarisch.

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  • Don Logan am 20.12.2018 18:41 Report Diesen Beitrag melden

    Bauliche Veränderungen

    Wo gibt es in Zürich noch Günstigwohnungen, wenn alles abgerissen wird?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • MadChengi am 22.12.2018 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Was soll's?

    Zum historisch schützenswerten Stadtkern von Zürich gehört der Brunaupark nicht, aber er ist Lebensmittelpunkt und Begegnungszentrum einer Generation Zürcher, die es sowieso bald nicht mehr geben wird. Also macht es halt platt und uns gleich am besten gleich mit. Als nächstes eine Grossüberbauung mit Parkhaus über die gesamte Allmend wäre dann das nächste.

  • Cavi33 am 21.12.2018 16:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die CS hat recht

    Hier zeigt sich ganz klar die gesamte Problematik, bauen in der Schweiz. Die einen wollen keine zubetonierte Landschaft torpedieren jedoch das Bauen in die Höhe. Die PK der CS muss für Ihre Pensionierten Gewinn erwirtschaften was nur bei maximaler Ausnützung der BZO möglich ist. Somit beisst sich die Katze in den Schwanz. Die Leute verstehen einfach den Sinn der Sache nicht.

  • MadChengi am 21.12.2018 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Nur das teuerste ist gut genug

    Zürich soll anscheinend zu einer Art Schweizer Beverly Hills umgebaut werden. Die einheimische Bevölkerung vertreibt man am besten mit exorbitant steigenden Mieten und Lebenshaltungskosten. Ist ja gut, wir hauen alle ab und machen Platz für die Neue Luxusbevölkerung aka Expats.

  • MadChengi am 21.12.2018 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Alles geht kaputt

    Zeit zum auswandern, meine hassgeliebte Heimatstadt ist ein hoffnungsloser Fall. Jeder der noch ein idyllisches Plätzchen hat wird vertrieben und dann bleibt kein Stein auf dem anderen, Zwecks Gewinnoptimierung. Die Zitrone wird bis zum aller letzten Tropfen ausgequetscht, gnadenlos, unbarmherzig und von der Gier zerfressen. Widerlich und abstossend! Nicht dass der Brunaupark jetzt ein Monet-Landschaft wäre.

  • MadChengi am 21.12.2018 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    Weg hier!

    Es wird Zeit meine Heimat zu verlassen, als "normaler" Zürimensch bin ich so überflüssig, wie die Bäume die im Akkord gefällt werden.