Zürich

23. Juli 2014 10:13; Akt: 23.07.2014 16:50 Print

Rote Fabrik wird für 16 Mio. in Stand gesetzt

Ein Feuer zerstörte vor zwei Jahren einen Teil der Roten Fabrik in Zürich-Wollishofen. Nun wird das geschützte Gebäude für 16 Millionen Franken saniert.

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Ein Brand beschädigte am 11. Mai 2012 den oberen Teil des Trakts B des Kulturzentrums Rote Fabrik in Wollishofen. Dabei wurden vierzehn Ateliers im ersten und zweiten Obergeschoss vollständig oder teilweise zerstört. Die Stadt prüfte verschiedene Varianten, um die Schäden zu beheben. «Dabei hat sich gezeigt, dass die Instandsetzung aufwändiger ausfallen würde als angenommen», schreibt das städtische Hochbaudepartement in einer Mitteilung vom Mittwoch. Neben starken Beschädigungen der Decken und Böden habe das Feuer auch die Gebäudestatik geschwächt. «Die darunterliegende Aktionshalle wird deshalb seither nur eingeschränkt betrieben.»

Nicht nur deshalb hat sich die Stadt entschieden, den oberen, nicht geschützten Teil durch einen Neubau zu ersetzen und den unter Denkmalschutz stehenden Originalbau aufwändig zu sanieren. Die Hauptarbeiten fallen auf Sanierungen und Anpassungen, die schon vor dem Brand geplant waren – so war das Gebäude in Sachen Brandschutz, Behindertengerechtigkeit oder Arbeitshygiene schon nicht mehr auf dem neusten Stand. «Die verschärften Auflagen müssen wir heute bei der Instandsetzung erfüllen», so Beat Grossrieder, Kommunikationsleiter beim Hochbaudepartement.

Mehrheit der kulturellen Aktivitäten nicht betroffen

Deshalb wird die Instandstellung teurer als ursprünglich angenommen: Der Stadtrat hat den Projektierungskredit um mehr als das Doppelte von 900'000 auf 2,1 Millionen Franken erhöht. Die Gesamtkosten werden auf 16 Millionen veranschlagt.
Ohne Einsprachen kann mit dem Umbau im nächsten März begonnen werden, die Bauzeit beträgt eineinhalb Jahre. Das 1892 als Seidenweberei gebaute Gebäude wird laut der Stadt auch optisch aufgefrischt und näher an sein ursprüngliches Aussehen zurückgeführt. Denn die Weberei hatte ursprünglich eine Kuppel, die in den 1950er-Jahren abgetragen wurde. Die neuen Pläne sehen nun wieder einen schmaleren und höheren Aufbau vor, der sich der einstigen Kuppel annähert.

Die grosse Mehrheit der kulturellen Anlässe ist von den Bauarbeiten nicht betroffen. Im Fall der Aktionshalle prüft die Stadt derzeit, wie die Einschränkungen beim Betrieb minimiert werden können. Für die betroffenen Ateliers hat die Stadt den Mieterinnen und Mietern unmittelbar nach dem Brand Ersatzlösungen bereitgestellt, die während der Arbeiten weiterlaufen.

(kv)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin am 24.07.2014 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kostet was

    Mich würde interessieren wer das Gebäude bewohnt und Miete bezahlt?

    einklappen einklappen
  • Mary Rüdi am 23.07.2014 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geldvernichtung

    Der Steuerzahler wirds freuen. Schon komisch, für solche Investitionen hat die Stadt immer genügend Geld. Könnte sicher auch günstiger saniert werden.

  • Karl Loob am 23.07.2014 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wählerpflege

    Steuergelder für Subkultur - das ist rotgrüne wählerpflege die alle Zahlen müssen. Am besten keine Subventionen mehr für alle Kulturbetriebe inkl. Opernhaus

Die neusten Leser-Kommentare

  • Yves am 24.07.2014 16:06 Report Diesen Beitrag melden

    Schweinerei!!!

    Wie wäre es mit einem kleinen Beitrag bspw. an die offene Rennbahn in Oerlikon oder an die Vogelvoliere in Seebach? Nein, lieber für Rot-Grünen Sozi-Seich das Geld aus dem Fenster werfen.

  • Manuel am 24.07.2014 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abreissen

    Abreissen und teure Wohnungen bauen. Mit einem kleinen Teilerlös findet man eine Alternative. Nicht nur immer dem Steuerzahler auf der Tasche liegen, sondern einwenig denken.

  • Martin am 24.07.2014 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kostet was

    Mich würde interessieren wer das Gebäude bewohnt und Miete bezahlt?

    • karl am 24.07.2014 16:10 Report Diesen Beitrag melden

      so ist das

      A. Schmarozer B. Niemand

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  • Fabrikbesucher am 23.07.2014 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Gut so, die rote Fabrik ist eine tolle Kulturstätte

  • Karl Loob am 23.07.2014 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wählerpflege

    Steuergelder für Subkultur - das ist rotgrüne wählerpflege die alle Zahlen müssen. Am besten keine Subventionen mehr für alle Kulturbetriebe inkl. Opernhaus