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10. April 2019 05:02; Akt: 11.04.2019 10:14 Print

SBB-Mitarbeiterin warnt vor Billettkontrollen

Auf Instagram warnt eine SBB-Mitarbeiterin ihre rund 1000 Follower vor Billettkontrollen. Für das Transportunternehmen ist das kein Problem.

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Eine junge Frau ist auf Instagram sehr aktiv. Auf ihrem Profil erfährt man, dass sie bei der SBB arbeitet – ihrer Uniform nach als Kontrolleurin. Ihre knapp 1000 Follower warnt sie dabei vor Billettkontrollen.

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«Hüt Kontrolle uf S16 Küsnacht–Oerlike» oder «Liebi Lüt, hüt Kontrolle uf S15 und S5. Kaufend Billett», schrieb sie vor wenigen Tagen. Doch ist es überhaupt zulässig, auf den sozialen Medien vor Billettkontrollen zu warnen? Schliesslich sind dort Warnungen vor Polizeikontrollen verboten.

Gemäss der SBB handelte die junge Mitarbeiterin korrekt. «Wenn Mitarbeitende fachlich korrekt und sachlich über ihren Arbeitsalltag in Social Media entlang der Richtlinien kommunizieren, ist dagegen nichts einzuwenden», sagt ein Sprecher.

Billettkontrollen erfolgen ohnehin in Uniform

Anders als bei anderen Transportunternehmungen erfolgten die Billettkontrollen bei der SBB ohnehin meistens in Uniform und kaum in Zivilkleidung, so der Sprecher: «Daher ist auch im realen Alltag ein Mitarbeitender der SBB zu erkennen, der für eine Kontrolle in einen Zug steigt.» Personalrechtliche Folgen hat die Aktion gemäss Sprecher also keine.

Zudem könne man nicht abschliessend sagen, ob die junge Frau, die auf Insta nicht mit echtem Namen auftritt, wirklich bei der SBB arbeitet. «Aufgrund der eingeblendeten Arbeitsmittel ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass es sich um eine SBB-Mitarbeiterin handelt.»

Fotos während der Arbeit sind erwünscht

Gemäss dem SBB-Sprecher sind viele Mitarbeiter des Transportunternehmens auf den sozialen Medien aktiv. «Wir überwachen diese auch nicht, haben aber Guidelines erarbeitet, die generell im Umgang mit Social Media eingehalten werden sollen.»

Unter anderem heisst es dort, dass selbstgemachte Bilder mit offiziellen SBB Elementen wie Gebäuden, Züge, Logos, Uniformen oder SBB-Mitarbeitenden bei der Arbeit erlaubt und sogar erwünscht seien.

(som)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Manuel am 10.04.2019 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kann man machen

    Ist doch eine gute Strategie. Die Angst der Schwarzfahrer nimmt zu und es wird ein Bilett gekauft. "nichtfahren" können sie ja schlecht, denn schliesslich müssen sie auch von A nach B kommen. Also füllen sich die Automaten mit Fränkli.

  • JB am 10.04.2019 06:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicher?

    am schluss kaufen leute ein ticket, die sonst keins kaufen würden und es gibt doch keine kontrolle, sehr clever

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  • Kein Schwarzfahrer am 10.04.2019 06:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ok?

    Wenn es ok ist, soll die SBB noch gleich selber in der App über die Kontrollen informieren. So wie Verspätungen oder Gleisänderungen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Norbert am 11.04.2019 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Polizei?Radarkontrollen?Aha!!!

    Und wenn ein Polizist auf Facebook warnt vor Radarkontrollen??? Ist ja das GLEICHE und auch sein Arbeitsablauf,dann will ich mal hören wie tönt!!!

  • Peter am 10.04.2019 17:15 Report Diesen Beitrag melden

    Voll ok

    Gleisangaben sind und waren noch nie mit gewähr. ;) und Verspätung werden Angezeigt.

  • Peter am 10.04.2019 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    Relax

    Rächt häd sie. Mit allem! Vorallem mit des Textes letztem Satz.

  • andi britschgi am 10.04.2019 13:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    klever ;-)

    klevere idee von sbb. da kann ich nur dazu gratulieren.

  • Sylvia am 10.04.2019 13:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SBB Mitarbeiterin warnt vor Billettkontrollen.

    Hat sie "ungewollt" und verdankenswert gut gemacht!! Vielleicht hat ihr "Herzblut-Engagement" dazu beigetragen, dass die gedankenlosen Schwarzfahrer inskuenftig den ehrlichen Mitmenschen folgen und ebenfalls ein Ticket lösen!! Wer weiß??