Neugass-Areal in Zürich

11. April 2019 08:24; Akt: 11.04.2019 08:57 Print

SBB soll mehr günstige Wohnungen planen

Auf dem SBB-Areal Neugasse ist eine Überbauung geplant. Das Stadtzürcher Parlament will, dass mindestens die Hälfte der Wohnungen gemeinnützig sind.

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Wie soll es mit der Volksinitiative «Eine Europaallee genügt – jetzt SBB-Areal Neugasse kaufen» weitergehen? Mit dieser Frage hat sich das Zürcher Stadtparlament am Mittwochabend befasst. Er beauftragte den Stadtrat, eine Umsetzungsvorlage auszuarbeiten. Die SBB plant auf dem Areal im Kreis 5 eine Überbauung mit einem Viertel Gewerbe und drei Viertel Wohnungen.

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Braucht es mehr gemeinnützige Wohnungen?

Bis anhin ist für die SBB der Verkauf des 29'000 Quadratmeter grossen Areals oder eine vollständige Abgabe im Baurecht keine Option. Allerdings hatte sie zusammen mit dem Stadtrat eine Lösung vorgeschlagen, um den Anliegen der Initianten teilweise entgegen zu kommen. So soll das Areal zu 75 Prozent mit Wohnungen überbaut werden. Ein Drittel davon würde im Baurecht an Genossenschaften abgegeben. Die SBB würden die anderen zwei Drittel bauen, wovon die Hälfte zu limitierten Preisen vermietet werden sollen.

Mindestens die Hälfte statt nur ein Drittel

Über diesen Vorschlag soll nun nach dem Willen des Stadtparlaments nochmals mit der SBB diskutiert werden. Denn von diesem «komischen Hybrid mit limitierten Preisen» will die Mehrheit nichts wissen. Der Anteil des gemeinnützigen Wohnungsbaus müsse mindestens 50 Prozent betragen und dauerhaft sein. Falls die SBB dazu nicht bereit sei, dann werde es die entsprechende Umzonung im Parlament «sehr schwer» haben. Die Minderheit von FDP und SVP sprach von Erpressung. Der 50-Prozent-Antrag kam aber problemlos durch.

Der zuständige Stadtrat André Odermatt (SP) zeigte sich am Mittwochabend überzeugt, dass das Projekt «im Kern gut aufgegleist ist». Es mache keinen Sinn, das Neugasse-Projekt in eine Sackgasse zu führen. Und das würde man seiner Ansicht nach mit einer Abstimmung über die Initiative. Diese sei einfach nicht umsetzbar: Man könne die SBB nicht zum Verkauf zwingen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beobachterin am 11.04.2019 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wieviel ist günstig?

    Wenn man die neusten definitionen von günstigen Mieten anschaut, fragt man sich schon, wieviel den die teuren kosten? Schliesslich haben die freie Sicht auf die Geleise.

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  • Kein Bittsteller am 11.04.2019 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Bezahlbar nicht gemeinnützig

    Was heisst hier gemeinnützig? Sie sollen schlicht und ergreifend bezahlbar sein, für alle die arbeiten, nicht nur für das Kader!

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  • Jörg Müller am 11.04.2019 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Knotenpunkt Hardbrücke

    Zuerst bitte mal den Bahnhof Hardbrücke richtig organisieren resp. neu bauen. Danach sollte man in dieser Region wieder von Neubauprojekten sprechen, vorher nicht. Danke.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Brüngger Janice am 27.05.2019 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zürich

    Moderne Hochhäuser bauen, im Zentrum ist die richtige und langfristige Lösung für Zürich.

  • Engagierter Kritiker am 13.04.2019 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Kritik ist angebracht

    Alles in Zürich soll "bezahlbar" sein, genossenschaftlich geregelt sein etc. Was dann raus kommt ist meist das Gegenteil! Europaalle, Überbauung Kornhausbrücke,Brunnenhof,Zollfreilager um nur einige zu nennen Die die diese Wohnungen nötig hätten kommen gar nie dazu sich diese auch nur anzuschauen, geschweige denn zu mieten Ein Armutszeugnis für Rot/Grün!

  • Gero F am 12.04.2019 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Linke Werbung

    "Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch und der SBB-CEO Andreas Meyer präsentierten im November 2016 das neue Grossprojekt in der Stadt Zürich." Ein Projekt welches von der Allgemeinheit finanziert wird und Meyer noch einige 100000.-- in die eigene Tasche steckt. Für Mme. Mauch gute Werbung für die Linke Seite. Für die späteren Mieter Katastrophale Randbedingungen welche auch von Auszuschaffenden nicht Akzeptiert würden.

  • Mike D. am 12.04.2019 19:38 Report Diesen Beitrag melden

    Zuviele bei der Immo SBB haben k. Ahnung

    Die Sbb mit ihrem Immobilien Teil ist voll neben den Schuhen. Sollten das Geschäft den Profis überlassen. Zuviele Leute die dort keine Ahnung haben. EInfach den Tag easy verbringen und Lohn kassieren.

  • Launedernatur am 12.04.2019 16:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum günstig an zentraler Lage?

    Wer es sich nicht leisten kann soll nach Schwamendingen oder Seebach, wenns unbedingt die Stadt sein muss. Stadtleben ist nun mal Luxus. Neben den Mietzinsen sind auch die Krankenkassenbeiträge und die Steuern höher.