Krawalle in Zürich

14. Dezember 2014 13:49; Akt: 14.12.2014 17:32 Print

SVP fordert Räumung aller besetzten Häuser

Nach dem Demonstrationszug von Freitagabend, an dem es zu schweren Vandalenakten und Verletzten gekommen ist, fordert SVP-Nationalrat Hans Fehr härteres Durchgreifen.

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Verschmierte Fassaden, eingeworfene Scheiben, brennende Autos – in der Nacht auf Samstag hat die Polizei in der Stadt Zürich einen Demonstrationszug gewaltsam aufgelöst.

Nach den massiven Vandalenakten in den Kreisen 3 und 4, bei denen auch sieben Polizisten verletzt wurden, fordert die SVP als erste Partei verschärfte Massnahmen. Es brauche eine «Null-Toleranz gegenüber Chaoten», schreibt der Zürcher SVP-Nationalrat Hans Fehr in einer Mitteilung am Sonntag.

Dazu gehört laut Fehr etwa, dass «jede Hausbesetzung innert 24 Stunden geräumt» und das Vermummungsverbot «konsequent durchgesetzt» werde. Ausserdem müssten die Chaoten «vermehrt verhaftet und durch Schnellgerichte verurteilt und bestraft» werden.

Verurteilung von links bis rechts

«Härte und eine geschlossene politische Front» gegen «den kriminellen Mob» verlangte auch die BDP der Stadt Zürich. Der Polizei müssten alle nötigen Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit diese hart und entschlossen vorgehen könne, schreibt die Partei in einer Mitteilung.

Auch der grüne Gemeinderat Markus Knauss ist schockiert über das, was in der Stadt Zürich abgelaufen ist. In einem Interview mit TeleZüri warnte er allerdings vor «pauschalen Verurteilungen» und «Überreaktionen». Es stehe überhaupt nicht fest, ob Hausbesetzer für die unbewilligte Demo verantwortlich gewesen seien.

Grossaufgebot bis 2.30 Uhr, ÖV blockiert

Die Polizei löste den Hauptzug um Mitternacht mit Gummischrot und Wasserwerfern auf. Im Gebiet Europaallee und Lagerstrasse kam es zu weiteren Scharmützeln. Stadtpolizei und Kantonspolizei waren noch bis um 2.30 Uhr im Einsatz.

Betroffen war auch der öffentliche Verkehr. Laut einer Mitteilung der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) waren Tram- und Busbetrieb im Raum Militär-/Langstrasse zeitweise blockiert.

(kko/sda)