Wahlen in Winterthur

09. Februar 2014 21:12; Akt: 09.02.2014 23:27 Print

SVP im Stadtrat – Pedergnana abgewählt

Die Winterthurer wollen Pearl Pedergnana (SP) nicht mehr im Stadtrat. Dafür haben sie Josef Lisibach von der SVP in die Stadtregierung gewählt.

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Er hat guten Grund zum Lachen: Der frisch gewählte Winterthurer SVP-Stadtrat Josef Lisibach. (Bild: Keystone)

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Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen: der neue Josef Lisibach von der SVP oder die bisherige Pearl Pedergnana. Am Ende siegte Lisibach mit 13 688 Stimmen – 1805 mehr als die Bauvorsteherin, die nach dreizehn Jahren im Amt damit ab­gewählt wurde. Die anderen bisherigen Stadträte – Stadt­präsident Michael Künzle (CVP), Yvonne Beutler (SP), Stefan Fritschi (FDP), Barbara Günthard-Maier (FDP) und Nicolas Galladé (SP) – schafften die Wahl alle mühelos.

Mit ­Lisibach hält die SVP wieder Einzug im Stadtrat, wo sie seit dem Rücktritt von Leo Iten im Jahr 2002 nicht mehr vertreten war. Mit dem SVP-Sitz hat auch die Rot-Grün-Mehrheit in der Stadtregierung ein Ende gefunden. Acht Jahre lang hatten die SP zusammen mit den Grünen die Mehrheit im Stadtrat.

«Es ist sehr hart»

Für Pedergnana ist die verpasste Wiederwahl eine herbe Niederlage: «Es ist sehr hart, abgewählt zu werden», sagte sie gegenüber TeleTop. Nicht zum ersten Mal wurde es für sie gestern knapp: Bereits ihre Wahl 2001 war eine Zitter­partie gewesen; den Einzug in die Regierung schaffte sie erst im zweiten Wahlgang. Bei den Wahlen 2002 und 2006 musste sie sich jeweils mit dem zweitschlechtesten Resultat der Gewählten begnügen, 2010 gar mit dem schlechtesten. Durch ihren Sitzverlust ist die SP erstmals seit fast 30 Jahren nicht mehr mit drei Vertretern im Stadtrat vertreten.

Keine Blumen erhalten

Die neu- und wiedergewählten Regierungsmitglieder erhielten am Sonntag nicht einmal die obligaten Blumensträusse. Das zeigt, dass die Sparmassnahmen in Winterthur nicht einmal davor Halt machen. Wie eine Sprecherin der Stadt Winterthur gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine Meldung des «Landboten» bestätigte, sind die Blumen Opfer des jüngsten Sparprogramms in der Stadtverwaltung geworden. Winterthur muss im laufenden Jahr 62 Millionen Franken einsparen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • spot(t)lite zh am 10.02.2014 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Uups..

    Was haben sich die Winterthurer da bloss eingebrockt.. SVP im Stadrat? Jetzt wird Winterthur zu Tode gespart, auf Kosten der Schulen und Bildung notabene! Die SVP braucht doch keine Bildung, die wissen sowieso alles besser! Hoffentlich war das nur ein peinlicher ausrutscher..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • spot(t)lite zh am 10.02.2014 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Uups..

    Was haben sich die Winterthurer da bloss eingebrockt.. SVP im Stadrat? Jetzt wird Winterthur zu Tode gespart, auf Kosten der Schulen und Bildung notabene! Die SVP braucht doch keine Bildung, die wissen sowieso alles besser! Hoffentlich war das nur ein peinlicher ausrutscher..

    • Matthias Christen am 10.02.2014 11:29 Report Diesen Beitrag melden

      ...puups

      Ein SVP Mann bringt eine solche Trendwende, wie sie sie beschreiben? Oder sind die Sparmassnahmen die Folge ungezügelter Geldverschwendung und können nun bereits dem neugewählten Lisibach in die Schuhe geschoben werden?

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