Rheinau ZH

16. Oktober 2018 09:51; Akt: 16.10.2018 09:51 Print

6-Mio-Crowdfunding für Grundeinkommen startet

Nachdem die notwendigen Anmeldungen eingegangen sind, beginnt nun das Geld sammeln. 6 Millionen Franken sollen das Experiment finanzieren.

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Das Experiment mit dem bedingungslosen Grundeinkommen in Rheinau ZH geht in die nächste Runde. Nachdem die notwendigen Anmeldezahlen erreicht worden sind, hat nun das Geldsammeln begonnen. Gut 6 Millionen Franken sollen per Crowdfunding für die Finanzierung der 770 Teilnehmenden zusammenkommen.

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Es ist das grösste je in der Schweiz durchgeführte Crowdfunding und das Projektteam ist sich bewusst, wie hoch die Herausforderung ist, diesen Betrag zu sammeln, wie es am Dienstag mitteilte. Parallel zum Crowdfunding soll daher ein Aufruf an Firmen, Stiftungen und Philanthropen erfolgen.

Ein Jahr bedingungsloses Grundeinkommen

Mit dem Geld soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ein Jahr ein bedingungsloses Grundeinkommen bezahlt werden. Die Höhe der Beiträge ist abgestuft je nach Alter. Den Maximalbetrag von 2500 Franken erhalten Personen, die über 25 Jahre alt sind.

Teilnehmende, die mehr als den vorgesehenen Betrag verdienen, geben das Grundeinkommen in die Dorf-Kasse zurück, um damit den nächsten Monat zu finanzieren, wie es in der Mitteilung heisst. Ein Wissenschaftsteam will das Projekt begleiten und die Veränderungen in der Gemeinde beobachten. Untersucht werden soll die Wirkung auf Familien, die Kaufkraft und das gesamte Dorfleben.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Denkpause am 16.10.2018 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön und gut ...

    ... mit ehrlichen Menschen ist das sicher eine tolle Sache. Die Realität würde wohl an Menschen scheitern, die nicht ehrlich sind. Schon genügend solcher Menschen erschleichen sich Leistungen aus diversen Quellen.

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  • Lena K. am 16.10.2018 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wenn keiner mehr arbeitet?

    Bei welchen Leuten soll das Geld geschnorrt werden, wenn keiner mehr arbeitet? Dieses Experiment geht für im Voraus schon nicht auf.

    einklappen einklappen
  • BärnerBär am 16.10.2018 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht bedingungslos

    Es ist eben kein bedingungsloses Grundeinkommen, wenn ich das Geld, das ich erhalte, gleich wieder in die Dorfkasse zurückzahlen muss, weil ich selber mehr verdiene. Damit profitieren immer nur diejenigen, die überhaupt nichts verdienen. So kann das Projekt nicht als Übungsanlage für ein bedingungsloses Grundeinkommen herangezogen werden. Projekt gescheitert bevor es begonnen hat.

Die neusten Leser-Kommentare

  • SueR am 17.10.2018 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    klappt nicht

    Dieses bedingungslose Grundeinkommen ist m.E. nur eine direkte Umverteilung. Ich darf weiterhin schuften und alles - was über dieses GE hinausgeht - abgeben. Oder hab' ich da was falsch verstanden?

  • Dave am 17.10.2018 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Denkt daran:

    Wenn das durchkommt werden wir das mit unseren Steuern unterstützen MÜSSEN.

  • Daniel N. am 17.10.2018 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache

    Das BGE hat, wenn richtig umgesetzt, nichts mit Förderung von Faulheit oder Benachteiligung der arbeitenden Bevölkerung zu tun. Es soll, durch die "bedingungslose" Existenzsicherung, wenigstens ein wenig Druck und Abhängigkeit von den Menschen nehmen und so, im Idealfall, zu mehr Zufriedenheit, Gesundheit und Solidarität führen. Wenn ich gewisse Kommentare lese, frage ich mich, WIE frustriert und/oder menschenverachtend man sein muss, um sowas abzulassen. Zweifel bez. Finanzierung und konkr. Umsetzung dürfen selbstverständlich bleiben. Aber ich finde, die Grundidee ist es wert, dranzubleiben!

  • Rebecca Panian am 16.10.2018 19:42 Report Diesen Beitrag melden

    Angst ist das, was uns bremst!

    Hallo allerseits, wir wollen diese Idee testen, weil wir überzeugt sind, dass wir durch Ausprobieren Erkenntnisse gewinnen, wie mit nur Reden nicht erreicht werden können! Es ist eine Idee, die unser aktuelles System auf den Kopf stellt - und hinterfragt. kein Wunder stösst sie auf Ablehnung. Das ist - würde ich sagen - die erste (natürliche) Reaktion auf ALLES NEUE, das uns begegnet. Aber genau darum finden wir diesen Versuch so wertvoll. Er muss nicht perfekt sein aber er kann wertvolle Einblicke liefern - die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können.

  • Germane am 16.10.2018 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wollt Ihr mich für dumm verkaufen?

    Warum müssen Millionen für eine Gemeinde gesammelt werden um es zu testen. Mir wurde immer erzählt es sei kostenneutral durch die vielen Einsparungen.