Befragung

01. November 2018 09:41; Akt: 01.11.2018 13:07 Print

Jeder sechste 14-Jährige hat Angststörungen

Die Stadt Zürich hat alle Schüler der 2. Sekundarklassen zu ihrem Leben und ihrer Gesundheit befragt. Die Resultate sind teils überraschend.

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Die Schulgesundheitsdienste der Stadt Zürich haben 2017 zum dritten Mal alle 2. Sekundarklassen zu ihrer Gesundheit und ihrem Lebensstil befragt. Die durchschnittlich 14-jährigen Schüler wurden unter anderem nach ihrem körperlichen und psychischen Befinden, Suchtmittelkonsum, Gewalterfahrungen, chronischen Erkrankungen, Körperbild, Sexualität, Schulabsentismus, Bewegung und Ernährung befragt, heisst es in einer Mitteilung. Begleitet wurde die Erhebung vom Sozialforschungsbüro Lamprecht und Stamm. Das sind die Resultate:

Umfrage
Wie viele Energydrinks trinkst du?

Gesundheit

94 Prozent der Jugendlichen fühlen sich gesund.

81 Prozent sind glücklich. Eine deutliche Mehrheit sei mit sich selbst, dem familiären und dem sozialen Umfeld sowie dem Leben allgemein zufrieden, Mädchen jedoch etwas weniger als Buben. Grund dafür könne laut dem Bericht sein, dass sich Mädchen oft grundsätzlich selbstkritischer bewerten als Jungen.

17 Prozent zeigen Hinweise auf Angststörungen.

16 Prozent sind depressiv.

43 Prozent der Mädchen finden sich selbst zu dick. 2012 waren es noch 49 Prozent, 2007 sogar 52 Prozent. Bei den Knaben fühlten sich 2017 31 Prozent zu dick, 51 Prozent finden sich gerade richtig.

74 Prozent der Buben wünschen sich mehr Muskeln. 51 Prozent glauben, dass sie selbstsicherer wären, wenn sie muskulöser wären.

10 Prozent der Buben hatten schon ihr erstes Mal, bei den Mädchen sind es 4 Prozent. Am häufigsten wird mit dem Kondom verhütet.

Essen und Trinken

73 Prozent essen täglich drei bis fünf Mahlzeiten.

17 Prozent trinken morgens einen Energydrink. 5 Prozent trinken mehr als eine Dose pro Tag.

77 Prozent trinken vormittags Wasser, zum Zmorge gibt es aber bei 62 Prozent Milch.

Schule

33 Prozent macht die Schule Spass.

32 Prozent sagen, dass es in ihrer Klasse häufig Probleme gibt.

68 Prozent fühlen sich kaum gestresst durch die Arbeit für die Schule.

Über 43 Prozent der Befragten wurden schon Gerüchte verbreitet oder schlecht geredet.

58 Prozent wurden schon beschimpft oder beleidigt.

24 Prozent wurden innnerhalb der letzten zwei Monate verbal sexuell belästigt, 11 Prozent körperlich.

31 Prozent wurden schon wegen ihrer Kleidung gemobbt, 28 Prozent wegen ihres Namens oder ihrer Herkunft.

14 Prozent haben innerhalb eines Jahres einmal die Schule geschwänzt, meist weil sie keine Lust hatten.

Sicherheit

Über 90 Prozent fühlen sich in der Schule, auf dem Schulweg oder zu Hause sicher.

24 Prozent tragen beim Velofahren immer oder fast immer einen Helm, die Mehrheit davon sind Mädchen.

Nur 8 Prozent schützen ihr Gehör bei lauter Musik.

Freizeit

55 Prozent der Jugendlichen lesen in ihrer Freizeit überhaupt nicht.

71 Prozent treffen sich mindestens zwei- bis dreimal pro Woche mit Freunden. Besonders beliebt ist nichts tun und herumhängen.

60 Prozent der Buben machen zwei- bis dreimal wöchentlich Sport. Bei den Mädchen sind es 32 Prozent, sie gehen dafür öfter shoppen.

53 Prozent zeichnen und basteln in ihrer Freizeit.

90 Prozent gehen selten bis nie in einen Club, eine Bar oder eine Disco.

29 Prozent gehen in eine Kirche, Moschee oder Synagoge.

Drogen

14 Prozent der Mädchen und 15 Prozent der Buben rauchen. Ein Datenvergleich zeigt, dass der Anteil jugendlicher Raucher in der Stadt Zürich 4 Prozent höher liegt als jener der ganzen Schweiz. Dafür rauchen sie seltener.

89 Prozent der Jugendlichen waren noch nie richtig betrunken.

4 Prozent haben bereits psychoaktive Substanzen eingenommen.

(vro)