«Unhaltbare Zustände»

09. November 2018 05:47; Akt: 09.11.2018 05:47 Print

YB, FCB und FCL hoffen auf Zürcher Stadion-Ja

Trotz aller Rivalität: Die Chefs von YB, Basel und Luzern wünschen sich einen Fussballtempel für Zürich.

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Am 25. November 2018 wird über das Fussballstadion abgestimmt. Auch die Konkurrenz in der Super League beobachten genau, was sich in Zürich in Sachen Stadion tut. So hofft man beispielsweise beim amtierenden Meister aus Bern, dass die Stadtzürcher am 25. November Ja sagen zum Stadion. «Es ist nicht nur für die beiden Vereine sehr wichtig, auch für den Schweizer Fussball wäre ein richtiges Zürcher Fussballstadion viel Wert», sagt Young-Boys-CEO Wanja Greuel. Die Zustände im Letzigrund seien aktuell unhaltbar. «Die Stimmung ist schlecht, es hat wenig Zuschauer – für Fussballfans, zu denen wir uns auch zählen, macht es so keinen Spass», so Greuel. Gleicher Meinung ist man beim FC Basel: «Neben der Rivalität auf dem Platz sind wir natürlich ohne jede Einschränkung mit unseren Kollegen in Zürich verbunden und für ein Fussballstadion in Zürich», sagt COO und FCB-Vereinsvorstandsmitglied Roland Heri. Heri glaubt, dass das Projekt bei den Fans viel bewirken könnte: «Es erfüllt einem mit Stolz, wenn man sein Team in einem neuen Stadion erlebt – ich kann mir vorstellen, dass das in Zürich eine grosse Euphorie auslösen kann.» Dennoch würde man sich auch in Basel nicht vor einer allenfalls wiedererstarkten Zürcher Konkurrenz fürchten. «Eine starke Liga mit einer spannenden Meisterschaft hilft allen Vereinen», sagt Heri. «Konkurrenz belebt», stimmt Philipp Studhalter, Präsident des FC Luzerns, zu. Auch er wünscht sich, dass dieser Abstimmungskampf zugunsten des Stadions ausfällt. Mit der Swissporarena hat der FCL seit 2011 ein neues Zuhause mit Platz für 16'800 Zuschauer und zwei Wohntürmen – also ähnlich wie in Zürich. «Wir haben ein attraktives Stadion und damit haben sich die Vermarktungschancen erhöht», so Studhalter

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Der Abstimmungskampf um ein neues Stadion in der Stadt Zürich schlägt momentan in der ganzen Fussballschweiz hohe Wellen. Auch die Konkurrenz in der Super League beobachtet genau, was sich in Zürich in Sachen Stadion tut.

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So hofft man etwa beim amtierenden Meister aus Bern, dass die Stadtzürcher am 25. November Ja sagen zum Stadion: «Es ist nicht nur für die beiden Vereine sehr wichtig, auch für den Schweizer Fussball wäre ein richtiges Zürcher Fussballstadion viel Wert», sagt Young-Boys-CEO Wanja Greuel. Die Zustände im Letzigrund seien aktuell unhaltbar. «Die Stimmung ist schlecht, es hat wenig Zuschauer – für Fussballfans, zu denen auch wir uns zählen, macht es so keinen Spass», sagt Greuel.

Grosse Auswirkungen auf wirtschaftliche Möglichkeiten

In Bern hat man mit dem Stade de Suisse seit 2005 ein neues Stadion. «Neben den positiven Faktoren für die Fans hat es natürlich auch grosse und wichtige Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten eines Vereins», sagt Greuel. Dass die Konkurrenz aus Zürich dadurch wieder stärker werden könnte, macht Greuel nichts aus: «Ich würde es beiden Vereinen gönnen, wenn es mit dem Stadion endlich klappt.»

Gleicher Meinung ist man beim FC Basel, dem fussballerischen Erzfeind beider Zürcher Clubs: «Neben der Rivalität auf dem Platz sind wir natürlich ohne jede Einschränkung mit unseren Kollegen in Zürich verbunden und für ein Fussballstadion. Wir hoffen, dass das Projekt bei der Abstimmung durchkommt», sagt COO und FCB-Vereinsvorstandsmitglied Roland Heri.

FCB-Vorstand: «Fussballerherz leidet im Leichtathletikstadion»

Als grösste und wohl bekannteste Stadt der Schweiz sei es ein schlechtes Zeichen für den nationalen und europäischen Fussball, wenn in Zürich kein Fussballtempel stehe. «Das Fussballerherz leidet, wenn man den Spielen in einem Leichtathletikstadion zuschaut», so Heri.

Neben einer attraktiveren Ausstrahlung für wirtschaftliche Partner, glaubt der FCB-COO auch, dass das Projekt bei den Fans viel bewirken könnte: «Es erfüllt einen mit Stolz, wenn man sein Team in einem neuen Stadion erlebt – ich kann mir vorstellen, dass das in Zürich eine grosse Euphorie auslösen kann.»

FC-Luzern-Präsident: «Aller guten Dinge sind drei»

Dennoch würde man sich auch in Basel nicht vor einer allenfalls wiedererstarkten Zürcher Konkurrenz fürchten. «Eine starke Liga mit einer spannenden Meisterschaft hilft allen Vereinen», sagt Heri.

«Konkurrenz belebt», stimmt Philipp Studhalter, Präsident des FC Luzern, zu. Auch er wünscht sich, dass dieser Abstimmungskampf zugunsten des Stadions ausfällt: «Aller guten Dinge sind drei.» Mit der Swissporarena hat der FCL seit 2011 ein neues Zuhause mit Platz für 16'800 Zuschauer und zwei Wohntürmen – also ähnlich wie in Zürich. «Wir haben ein attraktives Stadion und damit haben sich die Vermarktungschancen erhöht», so Studhalter. Natürlich habe aber auch die finanzielle Verantwortung zugenommen.

GC-CEO freut sich über die Unterstützung

Die positiven Äusserungen der Rivalen freuen GC-CEO Manuel Huber: «Es ist natürlich schön, zu hören, wenn die Ligakonkurrenz sich so positiv über unser Projekt äussert und sich ebenfalls ein Fussballstadion wünscht.» Das sei auch ein gutes Beispiel dafür, dass man zwischen den Vereinen stets einen respektvollen und professionellen Umgang pflege – «trotz der grossen sportlichen Rivalität».

(wed)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alumdria841 am 09.11.2018 06:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Würde auch mal an Match gehen

    Bitte stimmt ja. Aööeine die Hochhäuser würden der Skyline von Zürich gut tun.

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  • Pepe Zigarro am 09.11.2018 06:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abstimmung nur Stadt ZH

    Das Problem ist, dass nur die Stimmbürger die in der Stadt Zürich abstimmen dürfen. Jedoch gibt es auch Zuschauer und Fans im Kt. ZH. Diese haben bei dieser Abstimmung nichts zu melden! Wenn es aber um Ausgleichszahlungen vom Kanton an die Stadt geht, dann sind die Kantönler herzlich eingeladen ihren Geldbeutel zu öffnen. Die Links-Grünen denken die Stadt gehört ihnen alleine und nur weil die CS das Projekt bezahlt, ist man dagegen und schiebt als scheinheiliger Grund den sozialen Wohnungsbau in den Vordergrund. Es geht doch wieder um den Kapitalismus. Lieber ist denen, wenn die Stadt und somit der Kanton das Projekt berappt und nicht eine profitgierige Bank.

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  • Walter H am 09.11.2018 07:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klare Sache

    Wenn Berner und Basler ein neues Fussball-Stadion in Zürich fordern werden wir selbstverständlich JA stimmen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • nadii.mina am 09.11.2018 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jaaaa!!!!

    Wie die gegner Tag täglich sich gerüchte ausdenken um denn Ja sagern bekehren wollen!! Hört doch auf mit dem Seich!! Ein neues Stadion soll hin!! Langsam gehen die Argumente aus deshalb muss mam lügen oder? Die kosten für die sicheheit übertreiben damit man Nein stimmt! Wie jeder rum erzählt das die Steuerzahler dran glauben Stimmt auch nicht!! Informiert euch doch mal bevor ihr was rausplabbert was gelogen ist!!! JA zum Stadion

  • kai stutz am 09.11.2018 16:52 Report Diesen Beitrag melden

    what

    ich verstehe die argumente nicht...auch wenn es die beiden clubs nicht mehr geben würde, würden sich diese leute prügeln, einfach irgendwo anders. was soll dann das argument, der letzi reicht? so ist ja das Problem auch nicht behoben.... die prügelnden Knaben existieren ja weiter, mit oder ohne Stadion. schwaches argument..... nein, gar kein argument.

  • Turicum04 am 09.11.2018 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    ohne Hochhäuser

    Fussballstadion evtl. ja, aber ohne diese kapitalistischen Wolkenkratzern! Erinnert mich immer an die Amis.

  • pepe am 09.11.2018 13:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gewalt kein argument

    Wer nur ein bisschen ahnung hätte wüsste, dass ein neues für fussball ausgelegtes stadion sehr wohl zur sicherheit beiträgt. Der letzigrund ist dafür nicht ausgelegt und das wird immer wieder bewiesen. Der hardturm würde hingegen keine möglichkeiten bieten rucksäcke mit pyros über mauern oder zäune zu werfen. Die anreise der gästefans könnte kontrolliert stattfinden und würde nicht kaum kontrollierbar über die europabrücke führen, etc. Ob die gewalt weniger wird weiss niemand. Dass sie aber einfacher zu kontrollieren ist, ist ein fakt.

  • L.M am 09.11.2018 12:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja zum Stadion

    Das Stadion Wirt klar angenommen da können die verhindern noch soviel einsprachen machen die CS hat genug Geld um den Kampf Zugewinnen da geht den drei-fünf verhindern das Geld aus und länger als 6-8 Monat geht das nicht bis die einsprachen weg ist die lange ist top für das Stadion und Wohnungen