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14. Juli 2018 18:52; Akt: 14.07.2018 18:52 Print

Schweizer O-Bikes stehen für 69 Fr zum Verkauf

Die übrig gebliebenen O-Bikes stehen im Internet zum Verkauf. Aktivisten veröffentlichen derweil eine Anleitung, wie man die Velos hackt.

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Der Leihvelo-Service O-Bike ist pleite. Die Schweizer Firma Umzug 24 sammelt die übrig gebliebenen Velos nun in ganz Europa ein und verkauft sie. Da wittern einige auch ein Geschäft: Seit Donnerstag ist auf dem Facebook-Marktplatz ein Inserat zu finden mit dem Titel «Neue O-Bike Velos zu verkaufen». Preis pro Velo: 69 Franken.

Hinter dem Inserat steckt Osman Tazik. Er hat 30 Bikes von der Firma Umzug 24 erstanden und hätte gerne noch 470 weitere neue Velos. Der Vertrag mit Umzug 24 ist aber noch nicht besiegelt. Tazik sammelt auch gebrauchte O-Bikes in Zürich und Winterthur ein, die er verkaufen will: «Bisher habe ich etwa 400 davon eingesammelt», sagt Tazik. Das passiere natürlich in Absprache mit Umzug 24.

Bereits 5000 Schweizer O-Bikes verkauft

Einige Velos hat Tazik bereits wieder verkaufen können. Ob er den Kaufpreis bei 69 Franken belasse, sei aber noch nicht sicher. In Deutschland werden O-Bikes ebenfalls im Internet angeboten – dabei werden bis zu 129 Euro verlangt für ein Velo.

Das ganz grosse Geschäft ist der Verkauf der O-Bikes allerdings nicht. Umzug-24-Chef Firat Kutal sagt, er sei froh, wenn er eine schwarze Null erreiche. «Ich habe noch 1500 bis 2000 neue O-Bikes und zurzeit 500 Occasions-Velos in meinem Lager im Thurgau.»

Zu den Interessenten für die gelbgrauen Velos gehören auch Informatikfirmen. «Sie wollen die Schlösser kaufen und sie anderweitig verwenden», sagt Kutal. Bisher konnte Kutal gemäss eigenen Angaben bereits 5000 O-Bikes aus der Schweiz und 2000 aus den Niederlanden und 1000 aus Ungarn verkaufen. Zu welchem Preis, will er nicht verraten.

Hacker veröffentlichen Anleitung zum O-Bike-Knacken

Derweil rufen Hacker im Internet dazu auf, die herrenlosen O-Bikes zu «befreien», wie mehrere deutsche Medien berichten: In einem Video der Veloaktivisten wird gezeigt, wie sich die Leihvelos knacken lassen und man ohne Zahlung der Mietgebühren damit herumfahren kann. Legal ist das natürlich nicht.

(wed/ehs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Swiss1291 am 14.07.2018 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ewiger Kreislauf?

    Dann kaufst du so ein Velo und stellst sie irgendwo ab und es wird wieder eingesammelt..

    einklappen einklappen
  • pipa am 14.07.2018 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schnapsidee

    Das war wieder einmal eine Schnapsidee mit diesen Velos welche überall standen und zum Teil im See landeten . Alles unnötige Geldverschwendung .

    einklappen einklappen
  • Jim am 14.07.2018 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fertig lustig

    Also könnt ihr jene Bikes die noch rum stehen, gleich behalten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sabrina am 15.07.2018 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Dieser Ramsch gehört auf den Schrottplatz und die Firma auch.

  • Bruno Meili am 15.07.2018 11:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kaution zurück bekommen

    Ich hatte die Kaution bei oBike noch hinterlegt. Nach meiner Rückfrage wurde mir diese innerhalb von 2 Tagen zurück erstattet, was bei einer Firma in Konkurs sehr erstaunlich ist. Chapeau ...

  • Z.Z am 15.07.2018 10:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    3 Welt

    Bringt doch die Velos in 3 welt länder da werden die Menschen Dankbar.

  • Fritz am 15.07.2018 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Freier Markt

    Und die Bürgerlichen in der Stadt Bern wollten den Veloverlei den Privaten überlassen. Die könnten das besser. Ja das sieht man nun.

  • Claudia am 15.07.2018 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Bern auch

    und die lahmen Berner verteilen auch so einen Mist. X Parkplätze werden vernichtet. RG sollte die Rechnung gemacht werden.