Grossmünster Zürich

02. Mai 2016 15:52; Akt: 02.05.2016 15:52 Print

Schwindelfreie seilen sich für HEKS-Kampagne ab

Zum Auftakt der nationalen Füchtlings-Kampagne hat das Hilfswerk HEKS am Grossmünster Farbe bekannt – weithin sichtbar mit einem «Armband» um einen der Türme.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Erkennungszeichen der von rund 40 Organisationen getragenen Aktion ist ein grünes Armband mit der Aufschrift «Farbe bekennen». Dieses sollen bis zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni möglichst viele Menschen tragen und damit ein Zeichen setzen für eine menschliche Schweiz, wie HEKS-Direktor Andreas Kressler sagte.

Zurzeit sind rund 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Verfolgung. Und mit der wärmeren Jahreszeit werden voraussichtlich wieder mehr Flüchtlinge Schutz suchen in der Schweiz.

Die Kampagne will verhindern, dass Hilfsbereitschaft und Mitgefühl umschlagen in Angst und Ablehnung. Ausserdem soll sie eine Plattform bilden für alle diejenigen Kräfte, die sich zivilgesellschaftlich engagieren.

«Wie das Amen in der Kirche»

Flüchtlinge würden häufig als Belastung oder Bedrohung empfunden, sagte Raphael Golta, SP-Vorsteher des Zürcher Sozialdepartements. Damit das gemeinsame Projekt Integration funktioniere, müssten Migrantinnen und Flüchtlinge, das Gefühl haben, Teil dieser Gesellschaft zu sein: «Die Kampagne ist wichtig, um die Zivilgesellschaft zu mobilisieren.»

Dass ein grünes Transparent nun einen der Münstertürme ziert, liegt laut Grossmünster-Pfarrer Christoph Sigrist nahe. Denn das Grossmünster gewähre schon seit Jahrhunderten Schutz und bekenne Farbe. «Und das HEKS gehört zum Grossmünster, wie das Amen in der Kirche», sagte er. Wenn es nach ihm geht, dann darf das grüne Zeichen bis zum Weltflüchtlingstag hängen bleiben.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Hollmeister am 02.05.2016 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Fluchtursachen bekämpfen

    Vielmehr sollten die Fluchtursachen angepackt werden wie bspw. Schweizer Waffenexporte und den Raubtierkapitalismus von Schweizer Rohstoffunternehmen. Ausserdem könnte die Schweiz aussenpolitisch sich stärker für Frieden(sgespräche) engagieren. Das Gesamtproblem wird nicht durch die Aufnahme von Flüchtlingen in die Schweiz gelöst.

  • Moni am 02.05.2016 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    HEKS ist nicht mehr tragbar

    HEKS kriegt von mir weder alte Kleider noch nur 5 Rappen. In Zukunft wandert alles in den Abfall und mein Kirchenaustritt auf dem Schreibtisch

    einklappen einklappen
  • Moni am 02.05.2016 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind auch Menschen

    Für eine menschliche Schweiz: sind wir Schweizer auch gemeint oder müssen wir uns alles gefallen lassen von der Flüchtlings- und Sozialindustrie?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ehemaliger Spender am 03.05.2016 00:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zurück

    HEKS war einmal eine gute Hilfsorganisation. Ich habe von Berufes wegen mit ihnen zusammen gearbeitet. Leider mischt sie sich in letzter Zeit mit militantem Stil in die Politik ein. Wenn Geldspenden für solche Zwecke gebraucht werden, hat es nichts mehr zu tun mit Nächstenliebe. Kehrt wieder zurück zu euren Grundwerten.

  • Saurer Bürger am 02.05.2016 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Bin fast ausgeflipt

    Habe gerade bei der Heks gekündigt. Weil sie Organisatorisch zu schlampig ist und gewisse Abteilungen dort mir Negativ ins Auge fielen. Die Heks ist gigantisch doch kann und will sie keine Leuten eine Festanstellung anbieten. Nur das das gesagt ist. Es gibt dort Leute die meine Fluch Kartei überfordert.

    • Süsser Bürger am 03.05.2016 10:59 Report Diesen Beitrag melden

      Lieber saurer Bürger

      Sie heissen eine Kampagne, welche sich für Menschen in Not einsetzt schlecht, weil die HEKS keine Festanstellung anbietet? Das macht aber voll Sinn. Aber bei einem Punkt gebe ich Ihnen recht. Es gibt Leute die meine Fluch-Kartei überfordern, raten sie mal wen ich meinen könnte. Hochachtungsvoll Süsser Bürger

    • Saurer Bürger am 03.05.2016 11:33 Report Diesen Beitrag melden

      Gibt noch viel mehr als nur das bisschen

      Es gibt noch viel mehr Kritik die Sie Süsser Bürger für absolut normal halten. Darum erkenne ich hier Bei ihnen erst recht den Rechts Staat im Neutralem Land. ^^

    einklappen einklappen
  • Moni am 02.05.2016 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind auch Menschen

    Für eine menschliche Schweiz: sind wir Schweizer auch gemeint oder müssen wir uns alles gefallen lassen von der Flüchtlings- und Sozialindustrie?

    • Sören Blume am 03.05.2016 10:55 Report Diesen Beitrag melden

      Die armen Schweizer :(

      Wieso müsst ihr alle jedes mal wenn man mal etwas für nicht Schweizer macht so wehleidig werden. Seien wir doch froh, dass wir in einem Land geboren wurden, wo wir den Luxus haben anderen Länder helfen zu dürfen. Sie haben bestimmt auch sehr ernstzunehmende Probleme. Wenn sie wollen Spende ich Ihnen was, weil sie es ja nötig zu scheinen haben.

    einklappen einklappen
  • Peter Hollmeister am 02.05.2016 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Fluchtursachen bekämpfen

    Vielmehr sollten die Fluchtursachen angepackt werden wie bspw. Schweizer Waffenexporte und den Raubtierkapitalismus von Schweizer Rohstoffunternehmen. Ausserdem könnte die Schweiz aussenpolitisch sich stärker für Frieden(sgespräche) engagieren. Das Gesamtproblem wird nicht durch die Aufnahme von Flüchtlingen in die Schweiz gelöst.

  • Moni am 02.05.2016 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    HEKS ist nicht mehr tragbar

    HEKS kriegt von mir weder alte Kleider noch nur 5 Rappen. In Zukunft wandert alles in den Abfall und mein Kirchenaustritt auf dem Schreibtisch

    • Sören Blume am 03.05.2016 10:50 Report Diesen Beitrag melden

      Ich bitte Sie!

      Wer so egoistisch denkt hat in seinem Leben wahrscheinlich noch nie etwas gespendet und möchte sich im Internet wichtiger machen als sie eigentlich ist.

    einklappen einklappen