Versuchte Nötigung

23. März 2011 08:00; Akt: 23.03.2011 14:58 Print

Sex-Fotos von Ex-Freundin ins Internet gestellt

von Attila Szenogrady - Um sich an seiner Ex-Freundin zu rächen, hat ein Designer aus Wetzikon Sex-Fotos einer Kleinkindererzieherin ins Internet gestellt. Am Dienstag wurde der Mann in unentschuldigter Abwesenheit verurteilt.

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Der heute 40-jährige Designer aus Wetzikon glänzte am Dienstag vor dem Bezirksgericht Zürich erneut durch unentschuldigte Abwesenheit. Bereits vor einem Monat hatte er eine erste Verhandlung schlicht ignoriert. Nun kam das Gericht in einem zweiten Anlauf zu einem Entscheid. Es verurteilte den portugiesischen Staatsangehörigen wegen versuchter Nötigung zu einer bedingten Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu 20 Franken sowie 400 Franken Busse. Zudem soll er seiner heute 31-jährigen Ex-Freundin ein Schmerzensgeld von 500 Franken bezahlen. Zusätzlich eine Prozessentschädigung von über 3 200 Franken. Nicht zuletzt muss der Beschuldigte für die Gerichtsgebühr von 1 800 Franken aufkommen.

Fiese Rache mit Sex-Fotos

Das Gericht war damit in der Sache und bei der rechtlichen Würdigung der Anklage und damit den Darstellungen der Schweizer Geschädigten gefolgt. Demnach hatte sich das frühere Liebespaar im letzten November wegen eines Flugs von Brasilien nach London zerstritten. Der Angeklagte hatte die Reise ohne Einwilligung seiner Freundin mit ihrer Kreditkarte gebucht. Als die Kleinkindererzieherin davon erfuhr und dagegen ihr Veto einlegte, drohte der Zürcher Oberländer mit einer fiesen Racheaktion. So stellte er ihr in Aussicht, insgesamt 17 Fotos seiner Partnerin im Internet zu veröffentlichen. Es handelte sich ohne Ausnahme um Bilder, welche die junge Frau bei sexuellen Handlungen darstellten.

Verhaftet und angeklagt

Die Geschädigte wandte sich an die Polizei, welche den Erpresser für einen Tag in Haft nahm und ihn anzeigte. Mit Erfolg. Bereits im letzten Dezember erhob die Staatsanwaltschaft Anklage und verlangte neben einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 30 Franken eine Busse von 500 Franken. Das Gericht kam nun zu einer Strafsenkung, da der Mann zur Tatzeit unter Depressionen gelitten und sich in einer labilen psychischen Situation befunden habe, wie der Einzelrichter Edgar Hürzeler dazu ausführte.

Neues Strafverfahren droht

Allerdings hatte die Strafuntersuchung keine abschreckende Wirkung gezeigt. Im Gegenteil. Gemäss den Angaben der Rechtsanwältin der Geschädigten hat der Mann unterdessen seine Drohung wahr gemacht und die Fotos im Internet tatsächlich veröffentlicht. Die Anwältin führte aus, dass es deshalb zu einer neuen Anzeige und damit zu einem neuen Strafverfahren kommen könnte. Ihre Klientin habe sich allerdings noch nicht entschieden.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hermann Walder am 23.03.2011 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    na ja

    Warum lässt man sich beim Sex fotografieren? Ist das ein neuer Volkssport??

    einklappen einklappen
  • Rechthaber am 23.03.2011 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Intellectual Property

    Es gibt nicht nur strafrechtliche, sondern auch zivilrechtliche Aspekte, welch auch ganz schön ins Geld gehen könnte: das Recht am eigenen Bild; aber auch andere Tatbestände wie etwa eine unerlaubte Handlung i.S. Art. 41 OR etc. Also wenn schon, dann solte sich die Anwältin mal etwas ins Zeug legen. Es geht jetzt nicht um Geschwindigkeit, sondern um Vollständigkeit.

  • Wenzin am 23.03.2011 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Solche Leute

    haben einfach einen riesen Dachschaden und nehmen sich selbst viel zu wichtig. Schön, dass das Gericht sich einmal mehr um die "psychisch labile Verfassung" des Täters als um das Opfer gekümmert hat. Aber so läuft es eben, wenn man "human" sein will: Die Opfer bekommen vom Gericht auch noch gleich eine fette Ohrfeige mitten ins Gesicht!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Guschti am 23.03.2011 19:39 Report Diesen Beitrag melden

    Gutachten von wem?

    Wurde der Gutachter auch begutachtet? oder ist das wiede so etwas wie es andern Ortes auch schon vorgekommen ist? Es gibt sogar solche die das Prinzip in der eigene Familie nicht in der Griff bekommen.

  • Wenzin am 23.03.2011 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Solche Leute

    haben einfach einen riesen Dachschaden und nehmen sich selbst viel zu wichtig. Schön, dass das Gericht sich einmal mehr um die "psychisch labile Verfassung" des Täters als um das Opfer gekümmert hat. Aber so läuft es eben, wenn man "human" sein will: Die Opfer bekommen vom Gericht auch noch gleich eine fette Ohrfeige mitten ins Gesicht!

  • Rechthaber am 23.03.2011 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Intellectual Property

    Es gibt nicht nur strafrechtliche, sondern auch zivilrechtliche Aspekte, welch auch ganz schön ins Geld gehen könnte: das Recht am eigenen Bild; aber auch andere Tatbestände wie etwa eine unerlaubte Handlung i.S. Art. 41 OR etc. Also wenn schon, dann solte sich die Anwältin mal etwas ins Zeug legen. Es geht jetzt nicht um Geschwindigkeit, sondern um Vollständigkeit.

  • Hermann Walder am 23.03.2011 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    na ja

    Warum lässt man sich beim Sex fotografieren? Ist das ein neuer Volkssport??

    • Fiona Lanz am 23.03.2011 10:57 Report Diesen Beitrag melden

      heimlich gefilmt.

      es könnte ja auch sein, dass er es heimlich getan hat.

    • Hans am 23.03.2011 12:29 Report Diesen Beitrag melden

      Ich kann Sie beruhigen Herr Walder

      Der Mensch ist das einzige Individuum das Lustgewinn verspürt, wenn es andere und sich selbst beim Sex beobachtet. Ist allso alles ganz normal - auch für eine konservative Seele sollte das nichts neues sein?!

    • Wenzin am 23.03.2011 12:49 Report Diesen Beitrag melden

      Was hat das

      damit zu tun, dass dieser Mann diese Fotos im Internet veröffentlichte? Wie die Leute ihr Liebesleben ausleben geht niemanden etwas an.

    • rampass am 23.03.2011 20:04 Report Diesen Beitrag melden

      zum Beweis das man hat.

      Damit Frau erpressbar ist,wenn Mann beleidigt ist und nicht merkt,das er so flüssig wie überflüssig ist

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