Zoo Zürich

20. Februar 2019 16:33; Akt: 20.02.2019 16:33 Print

So goldig sind die zwei neuen Babyäffchen

Der Zürcher Zoo hat Nachwuchs bekommen: Am 5. Februar haben zwei Löwenäffchen das Licht der Welt erblickt.

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Erstmals wurden sie der Öffentlichkeit präsentiert: Die beiden Baby-Äffchen aus dem Zürcher Zoo. Die Löwenäffchen fallen besonders durch ihr goldig glänzendes Fell auf.

Die kleinen Zwillinge sind am 5. Februar auf die Welt gekommen und gerade einmal rund 10 Zentimeter gross. Mit dem aktuellen Zuwachs umfasst die Zürcher Gruppe elf Tiere. Sowohl der Vater als auch die älteren Geschwister tragen die Jungen herum, um die Mutter zu entlasten. Sie werden noch, eng angeschmiegt, auf dem Rücken der älteren Tiere herumgetragen.

Goldgelbe Löwenäffchen leben monogam in Familiengruppen. Nach einer Tragzeit von 120 Tagen bringt das Weibchen saisonal ein- bis zweimal pro Jahr bis drei Junge zur Welt – meist Zwillinge. Die ausgewachsenen Tiere sind von der Nasen- bis zur Schwanzspitze ungefähr 60 Zentimeter lang, wiegen rund 500 Gramm und haben ein seidig glänzendes Fell. Sie sind tagaktiv und schlafen nachts in Baumhöhlen oder im dichten Pflanzenwuchs.

Bedrohte Art

Löwenäffchen sind in ihrem Bestand bedroht. Waren 1969 in einem stark fragmentierten Lebensraum noch rund 600 Tiere gezählt worden, gab es 1975 nur noch 100 bis 200 überlebende Tiere. Durch Wiederansiedlung und Umsiedlung konnte der Bestand stabilisiert werden. So wurden zwischen 1984 und 2000 insgesamt 146 Tiere ausgewildert, die in Zoos geboren wurden.

Mit verschiedenen Massnahmen wird ihre Population schrittweise wieder erhöht. Unter anderem besteht ein Zuchtprogramn, das weltweit rund 460 Tiere umfasst und in das über 140 Zoos involviert sind. Die Tiere sind laut dem Zoo Zürich nur eine Leihgabe und gehören entsprechend ihrer Herkunft dem brasilianischen Staat.

Die Tiere, die in den Zoos leben, sind nur eine Leihgabe. Sie gehören alle dem brasilianischen Staat. Doch auch vor den Zootieren macht der illegale Handel nicht Halt. So gab es in den vergangenen Jahren verschiedene Einbrüche, bei denen Goldgelbe Löwenäffchen gestohlen wurden.

Bunte Vögel als Nachbarn im Zoo Zürich

Das Exotarium, in dem die Äffchen zu finden sind, ist der Hotspot der Biodiversität im Zoo Zürich, wie Zingg erklärte. Neben den Wirbellosen leben hier Vertreter aller fünf grossen Wirbeltierklassen vom Flachlandtapir bis zum Erdbeerfröschchen.

Und so wie bei den Löwenäffchen muss man auch bei deren Nachbarn genau hinschauen und Geduld mitbringen. Diese wird allerdings belohnt. So verbergen sich farbenprächtige Vögel zwischen der dichten Vegetation der diversen Volieren oder in der Freiflughalle.

Vögel, die so viel wiegen wie zwei Würfel Zucker

Besonders hübsch ist der Türkisvogel. Das Gefieder des Männchens schillert während der Brutzeit violett-bläulich und leuchtend türkis. Aber auch der Rotstirntangar beeindruckt. Sein Gefieder leuchtet in allen Farbtönen von gelb über rot und zimtfarben bis zu metallisch blaugrün, türkis und schwarz.

Besonders geduldig muss der Besucher jedoch sein, um die Kubafinken zu entdecken. Sie sind die kleinsten Vögel im Zoo und wiegen gerade einmal so viel wie zwei Würfel Zucker. Doch gerade die kleinen Tiere sind es, die besonders schwierig zu halten sind, wie Rübel sagte. So brauchen etwa die Kubafinken zum Brüten ein eigenes Territorium und natürlich auch erst einmal den passenden Partner.

(kat/sda)