Eröffnung in Zürich

15. August 2013 11:45; Akt: 15.08.2013 12:32 Print

So sehen die neuen Sexboxen aus

In elf Tagen wird der Strichplatz in Zürich eröffnet. Die Betreiber rechnen mit einem harzigen Start. Ein Augenschein vor Ort.

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Am 26. August nimmt der Strichplatz mit seinen Sexboxen in Zürich-Altstetten offiziell seinen Betrieb auf. Für die Anfangszeit sind die Erwartungen der Stadt bezüglich der Akzeptanz des Strichplatzes bescheiden, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Es sei absehbar, dass es nicht zuletzt aufgrund der abschreckenden Wirkung der hohen öffentlichen Aufmerksamkeit einige Zeit dauern werde, bis der Strichplatz sich voll etablieren könne, schreibt die Stadt weiter.

Der Strichplatz am Depotweg in Zürich-Altstetten wird täglich von 19 bis 5 Uhr geöffnet sein. Er ist lediglich mit dem Auto erreichbar. Andere Fahrzeuge sowie Fussgänger haben keinen Zutritt.

Die Zufahrt zum Areal führt auf eine Rundstrecke, auf der Kunden und Sexarbeiterinnen die Dienstleistung und den Preis vereinbaren. Die Dienstleistung darf nur auf dem Platz in den dafür bezeichneten Zonen erbracht werden.

Dabei handelt es sich um vier Standplätze für Wohnmobile der Sexarbeiterinnen, neun Sexboxen, die mit dem Auto befahren werden, und zwei Sexboxen, die zu Fuss betreten werden, nachdem das Auto davor parkiert wurde.

Verbesserung der Arbeitsbedingungen

Betrieben wird der Strichplatz Depotweg vom Sozialdepartement. Die Polizei ist punktuell präsent. Das Areal wird nicht videoüberwacht, Autonummern werden nur bei Verstössen gegen die Platzordnung oder gegen das Gesetz registriert.

Der Strichplatz Depotweg verbessert nach Ansicht der Stadt die Sicherheit und den Gesundheitsschutz für die Sexarbeiterinnen sowohl von der Betreuung als auch von der Infrastruktur her deutlich.

Eine grosse Entlastung bedeute die Eröffnung des Strichplatzes auch für die Umgebung des Sihlquais, heisst es weiter. Am 26. August tritt auch der neue Strichplan in Kraft, womit unter anderem die Strassenstrichzone am Sihlquai aufgehoben wird.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Christian am 15.08.2013 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nachvollziehbar

    Mann wie nötig musst du es haben wenn du hier Sex suchst. Das kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Wer macht sowas?

    einklappen einklappen
  • Olga am 15.08.2013 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Sieht gemütlich aus

    mit ein paar Blumenkistli könnt man das ganze Ambiente noch ein bisschen verbessern.

  • Steuerfahnder am 16.08.2013 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    @Nicole

    Einnahmen durch Prostitution sind zu versteuern. Wenn man den Strassenstrich so wie jetzt strukturiert, hat man auch eine bessere Übersicht über potentiell Steuerpflichtige.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tüechlidrugger am 16.08.2013 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    Sowieso

    An alle welche am "Bedürfnis" zweifeln. Stimmt ich und du, so scheint es zumindest, benötigen weder dies noch käuflichen Sex im allgemeinen (und Oral-Sex, na ja, ist nicht wirklich Sex, aber für ein paar Fränkli gibt's nicht mehr). Nun gibt es aber (Männlein und Weiblein) welche dies benötigen, warum auch immer. Beobachtet doch einmal das Treiben auf dem Strassenstrich. Anbei, was mir nicht gefällt ist für andere das "non plus ultra", fragt mich nicht warum, auch wenn ich so meine Gedanken dazu habe (die Fahrzeuge sagen sehr viel aus über den Stand der Halter. Da sind keine 2CV's zu sehen).

  • Bum Bum Bum am 16.08.2013 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sex Gewerbe

    Lämpchen hin oder her ,das ist kein Zustand. Das ist eine Schande,was sich Zürich leistet . Heimliche Zuschauer u. Filmchen wird es geben ,sofern überhaupt Freier sich dorthin verirren .wahrscheinlich gibt es einen neuen Treffpunkt für das Gewerbe ,natürlich illegal .dann kann die Stadt wieder etwas neues mit Steuergeldern realisieren.

  • Steuerfahnder am 16.08.2013 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    @Nicole

    Einnahmen durch Prostitution sind zu versteuern. Wenn man den Strassenstrich so wie jetzt strukturiert, hat man auch eine bessere Übersicht über potentiell Steuerpflichtige.

  • Schweizmann am 16.08.2013 08:50 Report Diesen Beitrag melden

    Nutzung am Tag

    Von 06:00 -16:00 sollte man das Areal als Rennstrecke nutzen dürfen, sogar die Boxengasse wäre schon vorhanden!

  • K. Aninchen am 16.08.2013 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    Flop ist vorprogrammiert

    Und das wird passieren: Am Anfang werden vielleicht einige Frauen dort auf Freier warten, welche jedoch nur spärlich aufkreuzen, während sich andere freuen, dass sie am Sihlquai nun weniger Konkurrenz haben - wieder andere werden ihr Glück im näheren Umkreis der Boxen versuchen. Verbot hin oder her... und etwa nach einem Jahr wird man feststellen müssen, dass sich der Drive-in Puff als Flop erweisen und nur viel Geld gekostet hat.... und alles wird wieder so sein, wie es schon immer war. Der "Markt" entscheidet wie und wo was läuft und nicht eine grün-rote Regierung.